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Benignes Prostatasyndrom: Stellungnahmen zu Methoden und Ergebnissen erbeten

04.04.2007
IQWiG vergleicht nichtmedikamentöse Verfahren zur Behandlung der gutartigen Prostatavergrößerung

Das IQWiG hat am 3. April 2007 seinen Vorbericht "Nichtmedikamentöse lokale Verfahren zur Behandlung der benignen Prostatahyperplasie" veröffentlicht. Damit beginnt eine Frist von vier Wochen (2.5.2007), in der interessierte Personen und Institutionen schriftliche Stellungnahmen zu Methoden und Ergebnissen abgeben können. Unklare Aspekte dieser Kommentare werden dann gegebenenfalls in einer mündlichen Erörterung diskutiert. Danach wird der Bericht überarbeitet und als Abschlussbericht an den Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) weitergeleitet. Der G-BA nutzt die Empfehlungen des IQWiG als Grundlage für seine Entscheidungen.

Der Bericht vergleicht den Nutzen nichtmedikamentöser lokaler Verfahren zur Behandlung des benignen Prostatasyndroms (BPS) in Hinblick auf patientenrelevante Therapieziele. Aus Sicht der Patienten sollte die Behandlung vor allem Beschwerden beim Wasserlassen lindern, die Lebensqualität verbessern und dabei möglichst selten unerwünschte Ereignisse mit sich bringen. Zudem ist die Frage relevant, ob ein stationärer Krankenhausaufenthalt nötig ist, wie lange er dauert und wie lange ein Patient einen Blasenkatheter tragen muss.

Auf Basis der derzeit verfügbaren Studien ist kein Urteil möglich, ob die zumeist als weniger invasiv geltenden Verfahren, bei denen mit einem Laser Gewebe aus dem Organ herausgeschnitten oder mittels Ultraschall, Mikrowellen oder Laser überhitzt und damit abgetötet wird, den als "Standard" anerkannten Operationsmethoden überlegen oder zumindest gleichwertig sind. Dies gilt für die Linderung der Symptome und die Verbesserung der Lebensqualität. Daten zu unerwünschten Ereignissen konnten nur eingeschränkt interpretiert werden. Die Kölner Wissenschaftler kommen allerdings auch zu der vorläufigen Schlussfolgerung, dass ein Teil der Verfahren gegenüber der Standardtherapie den Vorteil einer kürzeren Krankenhausverweildauer hat.

Dr. Anna-Sabine Ernst | idw
Weitere Informationen:
http://www.iqwig.de

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