Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Magnesium schützt vor gefährlicher Wohlstandskrankheit

02.11.2006
Etwa jeder vierte Mitteleuropäer hat mittlerweile ein so genanntes Metabolisches Syndrom - eine tückische Stoffwechselstörung, bei der Risikofaktoren für Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Übergewicht, Bluthochdruck, Fettstoffwechsel- und Zuckerstoffwechselstörungen geballt auftreten. Die Folgen dieses Wohlstands-Syndroms sind fatal: Die Gefäßverkalkung wird massiv gefördert und die Mortalität steigt auf das Zwei- bis Dreifache an.

Erstaunlich und ermutigend ist das Ergebnis einer aktuellen Studie eines Forscherteams um Dr. Ka He von der Nothwestern Universität in Chicago, an der mehr als 4600 Amerikaner im Alter zwischen 18 und 30 Jahren teilnahmen: Demnach haben junge Erwachsene ein deutlich niedrigeres Risiko für ein Metabolisches Syndrom, wenn die Ernährung viel von dem lebensnotwendigen Mineralstoff Magnesium enthält.

Da Magnesium unter anderem eine wichtige Rolle im Zucker- und Insulinstoffwechsel spielt, fördert ein Defizit an dem essentiellen Mineralstoff die so genannte Insulinresistenz. Das bedeutet, dass das Insulin, das wichtigste Hormon des Zuckerstoffwechsels, an Wirkung verliert.

Die Insulinresistenz wird als wesentliche Ursache des Metabolischen Syndroms angesehen.

"Da Magnesium vor allem in Vollkornprodukten, Nüssen und Hülsenfrüchten steckt, ist der Mineralstoff in unserer hoch verarbeiteten Zivilisationskost heute meist Mangelware.", warnte der Magnesium-Experte Prof. Hans-Georg Classen von der Universität Hohenheim, Vorsitzender der Gesellschaft für Biofaktoren e.V.. Fatalerweise haben insbesondere Personen mit Symptomen für das Metabolische Syndrom wie Diabetes, Bluthochdruck und Herz-Kreislauf-Erkrankungen ein erhöhtes Risiko für einen Magnesium-Mangel.

"Neben der häufig unzureichenden Zufuhr von Magnesium kommt bei diesen Patienten hinzu, dass durch die kardiale Schädigung das Herz eine verminderte Fähigkeit zur Bindung von Magnesium aufweist", erklärte der Dresdner Pharmakologe Prof. Schmidt von der Gesellschaft für Biofaktoren. Dieser Problematik kann entgegengewirkt werden, wenn der Mineralstoff in Kombination mit einem weiteren Biofaktor, der Orotsäure, als Magnesiumorotat ergänzt wird. "Durch die Orotsäure werden die Stoffwechselleistungen des geschädigten Herzens verbessert und dadurch auch die Bindungsfähigkeit für das Magnesium im Herzen gefördert", erläuterte Schmidt.

Nach Meinung der Gesellschaft für Biofaktoren e.V. ist die Ergänzung eines Magnesiumorotat-Präparats eine sinnvolle präventive und unterstützende therapeutische Maßnahme beim Metabolischen Syndrom. Allerdings seien zusätzlich Bewegung und eine gesunde, Biofaktoren reiche Ernährung unerlässlich.

Kerstin Imbery-Will | presseportal
Weitere Informationen:
http://www.gf-biofaktoren.de

Weitere Berichte zu: Magnesium Metabolismus Mineralstoff Syndrom

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Medizin Gesundheit:

nachricht Wachablösung im Immunsystem: wie Dendritische Zellen ihre Bewaffnung an Mastzellen übergeben
16.11.2017 | Universitätsklinikum Magdeburg

nachricht Wie Lungenkrebs zur Entstehung von Lungenhochdruck führt
16.11.2017 | Justus-Liebig-Universität Gießen

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Medizin Gesundheit >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Ultrakalte chemische Prozesse: Physikern gelingt beispiellose Vermessung auf Quantenniveau

Wissenschaftler um den Ulmer Physikprofessor Johannes Hecker Denschlag haben chemische Prozesse mit einer beispiellosen Auflösung auf Quantenniveau vermessen. Bei ihrer wissenschaftlichen Arbeit kombinierten die Forscher Theorie und Experiment und können so erstmals die Produktzustandsverteilung über alle Quantenzustände hinweg - unmittelbar nach der Molekülbildung - nachvollziehen. Die Forscher haben ihre Erkenntnisse in der renommierten Fachzeitschrift "Science" publiziert. Durch die Ergebnisse wird ein tieferes Verständnis zunehmend komplexer chemischer Reaktionen möglich, das zukünftig genutzt werden kann, um Reaktionsprozesse auf Quantenniveau zu steuern.

Einer deutsch-amerikanischen Forschergruppe ist es gelungen, chemische Prozesse mit einer nie dagewesenen Auflösung auf Quantenniveau zu vermessen. Dadurch...

Im Focus: Leoniden 2017: Sternschnuppen im Anflug?

Gemeinsame Pressemitteilung der Vereinigung der Sternfreunde und des Hauses der Astronomie in Heidelberg

Die Sternschnuppen der Leoniden sind in diesem Jahr gut zu beobachten, da kein Mondlicht stört. Experten sagen für die Nächte vom 16. auf den 17. und vom 17....

Im Focus: «Kosmische Schlange» lässt die Struktur von fernen Galaxien erkennen

Die Entstehung von Sternen in fernen Galaxien ist noch weitgehend unerforscht. Astronomen der Universität Genf konnten nun erstmals ein sechs Milliarden Lichtjahre entferntes Sternensystem genauer beobachten – und damit frühere Simulationen der Universität Zürich stützen. Ein spezieller Effekt ermöglicht mehrfach reflektierte Bilder, die sich wie eine Schlange durch den Kosmos ziehen.

Heute wissen Astronomen ziemlich genau, wie sich Sterne in der jüngsten kosmischen Vergangenheit gebildet haben. Aber gelten diese Gesetzmässigkeiten auch für...

Im Focus: A “cosmic snake” reveals the structure of remote galaxies

The formation of stars in distant galaxies is still largely unexplored. For the first time, astron-omers at the University of Geneva have now been able to closely observe a star system six billion light-years away. In doing so, they are confirming earlier simulations made by the University of Zurich. One special effect is made possible by the multiple reflections of images that run through the cosmos like a snake.

Today, astronomers have a pretty accurate idea of how stars were formed in the recent cosmic past. But do these laws also apply to older galaxies? For around a...

Im Focus: Pflanzenvielfalt von Wäldern aus der Luft abbilden

Produktivität und Stabilität von Waldökosystemen hängen stark von der funktionalen Vielfalt der Pflanzengemeinschaften ab. UZH-Forschenden gelang es, die Pflanzenvielfalt von Wäldern durch Fernerkundung mit Flugzeugen in verschiedenen Massstäben zu messen und zu kartieren – von einzelnen Bäumen bis hin zu ganzen Artengemeinschaften. Die neue Methode ebnet den Weg, um zukünftig die globale Pflanzendiversität aus der Luft und aus dem All zu überwachen.

Ökologische Studien zeigen, dass die Pflanzenvielfalt zentral ist für das Funktionieren von Ökosys-temen. Wälder mit einer höheren funktionalen Vielfalt –...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Technologievorsprung durch Textiltechnik

17.11.2017 | Veranstaltungen

Roboter für ein gesundes Altern: „European Robotics Week 2017“ an der Frankfurt UAS

17.11.2017 | Veranstaltungen

Börse für Zukunftstechnologien – Leichtbautag Stade bringt Unternehmen branchenübergreifend zusammen

17.11.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Technologievorsprung durch Textiltechnik

17.11.2017 | Veranstaltungsnachrichten

IHP präsentiert sich auf der productronica 2017

17.11.2017 | Messenachrichten

Roboter schafft den Salto rückwärts

17.11.2017 | Innovative Produkte