Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Mitte September hat das Mbeya Medical Research Programme (MMRP) in Tansania mit der Erprobung einer neuen HIV-Impfung begonnen

26.09.2006
Abteilung für Infektions- und Tropenmedizin an der Erprobung des ersten „globalen“ HIV-Impfstoffes beteiligt

Das MMRP ist ein Gemeinschaftsprojekt des Klinikums der Universität München (LMU) des Tansanischen Gesundheitsministeriums sowie des Walter Reed Army Institute, USA. Es besteht seit 1996 und beschäftigt sich unter der wissenschaftlichen Leitung von Privatdozent Dr. Michael Hoelscher (Abteilung für Infektions- und Tropenmedizin, Klinikum der LMU) mit der Erforschung und Bekämpfung der drei wichtigsten Infektionskrankheiten HIV, Tuberkulose und Malaria.

Die neue Impfung richtet sich nicht nur gegen den in USA und Europa verbreiteten Subtyp B von HIV, sondern auch gegen die in Entwicklungsländern vorherrschenden Subtypen A und C. Damit deckt dieser Impfstoff der neuesten Generation erstmals gut 85% der weltweit zirkulierenden HIV-Varianten ab, in Ostafrika sogar 100%. Er wurde am Vaccine Research Center der National Institutes of Health (NIH), USA entwickelt und besteht aus einer synthetischen DNS-Impfung gefolgt von einer gentechnisch hergestellten, abgeschwächten Lebendimpfung mit einer Adenovirus-5 Vektorvakzine.

Die DNS-Impfung besteht aus sechs zirkulären Plasmiden, die die nicht-replikationsfähigen synthetischen HIV-Gene gag, pol, nef und env abbilden. Die Probanden erhalten insgesamt drei dieser Impfungen im Abstand von jeweils vier Wochen. Um eine noch stärkere Immunantwort zu erreichen wird nach sechs Monaten mit einem lebenden, aber abgeschwächtem Adenovirus Typ5 „geboostert“, der die ebenfalls nicht-replikationsfähigen HIV-Gene gag/pol und env enthält.

... mehr zu:
»Impfung »MMRP »Tropenmedizin

Am MMRP wird von Dr. Hölscher und weiteren Mitarbeitern der Abteilung für Infektions- und Tropenmedizin die Wirksamkeit und Verträglichkeit dieser Impfung in einer Placebo-kontrollierten Phase II Studie bei 60 gesunden, nicht HIV-infizierten Erwachsenen untersucht. Die Studie am MMRP ist Teil einer multizentrischen Studie an der zehn Länder in Nord- und Südamerika sowie Afrika teilnehmen, insgesamt werden über 1000 Probanden geimpft.

Ansprechpartner:
Prof. Dr. Thomas Löscher
Abteilung für Infektions- und Tropenmedizin
Klinikum der Universität München
Leopoldstrasse 5
80802 München
Tel.: 089 / 2180-3517
Klinikum der Universität München
Im Klinikum der Universität München werden an den Standorten Großhadern und Innenstadt jährlich rund 85.000 Patienten stationär und 371.000 Patienten ambulant behandelt. Die 44 Fachkliniken, Institute und Abteilungen verfügen über etwa 2.400 Betten. Von insgesamt 9000 Beschäftigten sind rund 1800 Mediziner. Jährlich finden zahlreiche medizinische und wissenschaftliche Kongresse und Tagungen, sowie Kurse und Informationsveranstaltungen für Patienten statt. Das Klinikum der Universität München zählt zu den größten Gesundheitseinrichtungen in Deutschland und hat im Jahr 2004 mehr als 52 Millionen Euro an Drittmitteln eingeworben. Seit 1. Juni 2006 ist das Klinikum der Universität München eine Anstalt des öffentlichen Rechts.

Philipp Kreßirer | LMU
Weitere Informationen:
http://www.klinikum.uni-muenchen.de

Weitere Berichte zu: Impfung MMRP Tropenmedizin

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Medizin Gesundheit:

nachricht Neue statistische Verfahren zur Überprüfung von Arzneimittel-Generika
25.07.2017 | Ruhr-Universität Bochum

nachricht Chancen für die Behandlung von Kinderdemenz
24.07.2017 | Julius-Maximilians-Universität Würzburg

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Medizin Gesundheit >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Kohlenstoff-Nanoröhrchen verwandeln Strom in leuchtende Quasiteilchen

Starke Licht-Materie-Kopplung in diesen halbleitenden Röhrchen könnte zu elektrisch gepumpten Lasern führen

Auch durch Anregung mit Strom ist die Erzeugung von leuchtenden Quasiteilchen aus Licht und Materie in halbleitenden Kohlenstoff-Nanoröhrchen möglich....

Im Focus: Carbon Nanotubes Turn Electrical Current into Light-emitting Quasi-particles

Strong light-matter coupling in these semiconducting tubes may hold the key to electrically pumped lasers

Light-matter quasi-particles can be generated electrically in semiconducting carbon nanotubes. Material scientists and physicists from Heidelberg University...

Im Focus: Breitbandlichtquellen mit flüssigem Kern

Jenaer Forschern ist es gelungen breitbandiges Laserlicht im mittleren Infrarotbereich mit Hilfe von flüssigkeitsgefüllten optischen Fasern zu erzeugen. Mit den Fasern lieferten sie zudem experimentelle Beweise für eine neue Dynamik von Solitonen – zeitlich und spektral stabile Lichtwellen – die aufgrund der besonderen Eigenschaften des Flüssigkerns entsteht. Die Ergebnisse der Arbeiten publizierte das Jenaer Wissenschaftler-Team vom Leibniz-Instituts für Photonische Technologien (Leibniz-IPHT), dem Fraunhofer-Insitut für Angewandte Optik und Feinmechanik, der Friedrich-Schiller-Universität Jena und des Helmholtz-Insituts im renommierten Fachblatt Nature Communications.

Aus einem ultraschnellen intensiven Laserpuls, den sie in die Faser einkoppeln, erzeugen die Wissenschaftler ein, für das menschliche Auge nicht sichtbares,...

Im Focus: Flexible proximity sensor creates smart surfaces

Fraunhofer IPA has developed a proximity sensor made from silicone and carbon nanotubes (CNT) which detects objects and determines their position. The materials and printing process used mean that the sensor is extremely flexible, economical and can be used for large surfaces. Industry and research partners can use and further develop this innovation straight away.

At first glance, the proximity sensor appears to be nothing special: a thin, elastic layer of silicone onto which black square surfaces are printed, but these...

Im Focus: 3-D scanning with water

3-D shape acquisition using water displacement as the shape sensor for the reconstruction of complex objects

A global team of computer scientists and engineers have developed an innovative technique that more completely reconstructs challenging 3D objects. An ancient...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

2. Spitzentreffen »Industrie 4.0 live«

25.07.2017 | Veranstaltungen

Gipfeltreffen der String-Mathematik: Internationale Konferenz StringMath 2017

24.07.2017 | Veranstaltungen

Von atmosphärischen Teilchen bis hin zu Polymeren aus nachwachsenden Rohstoffen

24.07.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Die turbulente Atmosphäre der Venus

25.07.2017 | Physik Astronomie

SEEDs – Intelligente Batterien mit zellinterner Sensorik

25.07.2017 | Energie und Elektrotechnik

Kohlenstoff-Nanoröhrchen verwandeln Strom in leuchtende Quasiteilchen

25.07.2017 | Physik Astronomie