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Osteoporose: Formel errechnet Risiko von Knochenbrüchen

26.09.2006
Gleichung liefert zu 75 Prozent genaue Vorhersage

Wissenschaftler der University of Melbourne haben eine Formel entwickelt, die das Risiko von Knochenbrüchen bei Osteoporose-Patientinnen vorhersagen kann. Diese Formel ermöglicht es das bestehende Risiko mit einer Genauigkeit von 75 Prozent festzustellen. Die Forscher schreiben in dem Fachmagazin Radiology, dass dieser Ansatz entscheidend zu einer Verbesserung der Behandlungssituation beitragen kann. Die Betroffenen leiden eher Brüchen, da ihre Knochen weniger dicht sind. Am häufigsten sind Frauen in den Wechseljahren betroffen.

Das Team untersuchte die Daten von 231 Patientinnen mit Osteoporose, die Knochenbrüche erlitten hatten und von 448 gesunden Frauen. Die Wissenschaftler legten Faktoren wie die Größe der Knochendichte in der Wirbelsäule und den Hüften fest, Gewicht und die Anzahl der bisherigen Knochenbrüche, die dann mit der Wahrscheinlichkeit eines Knochenbruches in Beziehung gesetzt wurden. Mittels dieses Ansatzes konnte eine Formel zur Vorhersage entwickelt werden. Die leitende Statistikerin Margaret Henry erläuterte, dass eine Formel entwickelt wurde, die mit einer Sicherheit von 75 Prozent vorhersagen kann, ob eine Frau innerhalb von zwei Jahren nach den ersten Messungen einen Knochenbruch erleiden wird. "Da das Durchschnittsalter der Bevölkerung steigt, wird auch die Anzahl der Knochenbrüche, die auf eine Osteoporose-Erkrankung zurückzuführen sind, dramatisch ansteigen." Die Forscher arbeiten laut BBC derzeit an der Entwicklung einer ähnlichen Gleichung für männliche Osteoporose-Patienten.

Eine Sprecherin der National Osteoporosis Society http://www.nos.org.uk kündigte an, dass die WHO http://www.who.int eine internationale Studie veröffentlichen wird, die alle anderen Risikofaktoren auflistet, die eine Rolle bei der Beurteilung spielen, wie wahrscheinlich ein Knochenbruch innerhalb eines Zeitraumes von zehn Jahren ist. Handgelenke, Hüften und die Wirbelsäule sind bei Osteoporose-Patienten am meisten gefährdet. Es gibt eine Reihe von Behandlungsansätzen wie die Hormonersatztherapie, die Einnahme von Vitamin D und Kalziumpräparaten sowie weitere Medikamente.

Michaela Monschein | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://www.unimelb.edu.au
http://radiology.rsnajnls.org

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