Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

BDU: Die Bedeutung des Internets wird in deutschen Unternehmen trotz der momentanen Marktbereinigung künftig weiter zunehmen

16.10.2001


Anhaltende Pleitewelle der sogenannten Webagenturen öffnet die Augen für eine Reihe von Fehlentwicklungen - An mangelndem Strategie-Know-how gescheitert

Der Präsident des Bundesverbandes Deutscher Unternehmensberater BDU e.V., Rémi Redley, und der Vorsitzende der BDU-Arbeitsgruppe eBusiness, Erwin Lammenett, sehen in der anhaltenden Pleitewelle der sogenannten Webagenturen eine gesunde Marktbereinigung. Konsequenterweise würden jetzt die zahlreichen Fehlentwicklungen in diesem Marktsegment bestraft. "Positiv gesehen haben die Dotcoms die Entwicklung des Internets vorangetrieben. Doch die Vernachlässigung des Nutzenfaktors in Kombination mit der fehlenden klaren Vorstellung über das Erreichen der Profitabilität haben hier schnell für Ernüchterung gesorgt", liegen für Redley die Gründe für den Misserfolg auf der Hand. Hinzugekommen sei die Nichtbeachtung von klassischen Managementregeln bei den Führungskräften der Internet-Firmen, die weder eine professionelle Organisationsentwicklung noch eine vorausschauende Kostenrechnung betrieben hätten. "Die Chancen und Möglichkeiten von Internet und eBusiness sind aber nach wie vor so gewaltig, dass sie in fünf bis sechs Jahren selbstverständlicher Bestandteil vieler Geschäftsprozesse sein werden", ist sich der eBusiness-Spezialist Lammenett sicher.

Für Lammenett liegen die Gründe für die Probleme der einstigen Hoffnungsträger nicht im mangelnden Potenzial von internetbasierten Geschäftsabläufen. "Gerade die expansionswütigen Internetfirmen mit ihrer überschnellen und aggressiven Marktentwicklung zahlen jetzt den Preis für eine nicht zuletzt unverhältnismäßige Unternehmensführung. In der ersten Begeisterung sind riesige Summen versickert", wundert sich der Internetexperte. Zum anderen sei aber auch deutlich geworden, dass nicht alle Geschäftsprozesse auf Online-Anwendungen übertragbar seien. Daher mache er sich für Online-Projekte stark, die bestehende Unternehmensstrategien und -abläufe direkt unterstützen und sich in die vorhandene IT-Infrastruktur problemlos einbinden lassen. Von dieser gesunden Plattform aus, ließen sich dann weitere zukunftsträchtige Online-Angebote entwickeln.

Für BDU-Präsident Redley setzt dies vor allem eine ganzheitliche Betrachtung eines Unternehmens mit allen relevanten Geschäftsabläufen voraus. So müssten beispielsweise Logistik-Ketten, Rechnungsabwicklung oder Beschaffungsprozesse auf den Prüfstand. Darauf abgestimmt könnten dann erst realistische Aussagen zum Umfang des geplanten Online-Angebotes, der Einbindung der vorhandenen IT-Ausstattung sowie die voraussichtliche Höhe der notwendigen Investitionen erfolgen. Redley: "Für die Fehler der Vergangenheit ist hierbei kein Platz mehr. Die eBusiness-Prozesse unterliegen den gleichen Regeln wie klassische Abläufe von Unternehmensgeschäften, um letztlich gewinnorientiert zu sein."

Im Bundesverband Deutscher Unternehmensberater BDU e.V. sind zur Zeit rund 16.000 Unternehmensberater und Personalberater organisiert, die sich auf über 540 Management-, IT- und Personalberatungsfirmen verteilen. Die Mitgliedsunternehmen erzielten 2000 einen Gesamtumsatz von ca. sechs Milliarden DM (1999: 5,3 Milliarden DM). Der Marktanteil konnte in den vergangenen Jahren kontinuierlich ausgebaut werden und liegt inzwischen bei 25 Prozent.

ots Originaltext: Bundesverband Deutscher Unternehmensberater BDU e.V. Im Internet recherchierbar: http://www.presseportal.de

Weitere Informationen erhalten Sie bei:
Bundesverband Deutscher Unternehmensberater BDU e.V.
Klaus Reiners (Pressesprecher)
Zitelmannstraße 22
53113 Bonn
Tel.: 0228/9161-20

| ots

Weitere Berichte zu: Geschäftsprozess

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Medizin Gesundheit:

nachricht Kostformen im Vergleich: Für Menschen mit Diabetes ist die Mittelmeer-Diät besonders gut geeignet
19.01.2018 | Deutsches Institut für Ernährungsforschung Potsdam-Rehbrücke

nachricht Vielversprechender Malaria-Wirkstoff erprobt
19.01.2018 | Eberhard Karls Universität Tübingen

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Medizin Gesundheit >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Maschinelles Lernen im Quantenlabor

Auf dem Weg zum intelligenten Labor präsentieren Physiker der Universitäten Innsbruck und Wien ein lernfähiges Programm, das eigenständig Quantenexperimente entwirft. In ersten Versuchen hat das System selbständig experimentelle Techniken (wieder)entdeckt, die heute in modernen quantenoptischen Labors Standard sind. Dies zeigt, dass Maschinen in Zukunft auch eine kreativ unterstützende Rolle in der Forschung einnehmen könnten.

In unseren Taschen stecken Smartphones, auf den Straßen fahren intelligente Autos, Experimente im Forschungslabor aber werden immer noch ausschließlich von...

Im Focus: Artificial agent designs quantum experiments

On the way to an intelligent laboratory, physicists from Innsbruck and Vienna present an artificial agent that autonomously designs quantum experiments. In initial experiments, the system has independently (re)discovered experimental techniques that are nowadays standard in modern quantum optical laboratories. This shows how machines could play a more creative role in research in the future.

We carry smartphones in our pockets, the streets are dotted with semi-autonomous cars, but in the research laboratory experiments are still being designed by...

Im Focus: Fliegen wird smarter – Kommunikationssystem LYRA im Lufthansa FlyingLab

• Prototypen-Test im Lufthansa FlyingLab
• LYRA Connect ist eine von drei ausgewählten Innovationen
• Bessere Kommunikation zwischen Kabinencrew und Passagieren

Die Zukunft des Fliegens beginnt jetzt: Mehrere Monate haben die Finalisten des Mode- und Technologiewettbewerbs „Telekom Fashion Fusion & Lufthansa FlyingLab“...

Im Focus: Ein Atom dünn: Physiker messen erstmals mechanische Eigenschaften zweidimensionaler Materialien

Die dünnsten heute herstellbaren Materialien haben eine Dicke von einem Atom. Sie zeigen völlig neue Eigenschaften und sind zweidimensional – bisher bekannte Materialien sind dreidimensional aufgebaut. Um sie herstellen und handhaben zu können, liegen sie bislang als Film auf dreidimensionalen Materialien auf. Erstmals ist es Physikern der Universität des Saarlandes um Uwe Hartmann jetzt mit Forschern vom Leibniz-Institut für Neue Materialien gelungen, die mechanischen Eigenschaften von freitragenden Membranen atomar dünner Materialien zu charakterisieren. Die Messungen erfolgten mit dem Rastertunnelmikroskop an Graphen. Ihre Ergebnisse veröffentlichen die Forscher im Fachmagazin Nanoscale.

Zweidimensionale Materialien sind erst seit wenigen Jahren bekannt. Die Wissenschaftler André Geim und Konstantin Novoselov erhielten im Jahr 2010 den...

Im Focus: Forscher entschlüsseln zentrales Reaktionsprinzip von Metalloenzymen

Sogenannte vorverspannte Zustände beschleunigen auch photochemische Reaktionen

Was ermöglicht den schnellen Transfer von Elektronen, beispielsweise in der Photosynthese? Ein interdisziplinäres Forscherteam hat die Funktionsweise wichtiger...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Kongress Meditation und Wissenschaft

19.01.2018 | Veranstaltungen

LED Produktentwicklung – Leuchten mit aktuellem Wissen

18.01.2018 | Veranstaltungen

6. Technologie- und Anwendungsdialog am 18. Januar 2018 an der TH Wildau: „Intelligente Logistik“

18.01.2018 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Rittal vereinbart mit dem Betriebsrat von RWG Sozialplan - Zukunftsorientierter Dialog führt zur Einigkeit

19.01.2018 | Unternehmensmeldung

Open Science auf offener See

19.01.2018 | Geowissenschaften

Original bleibt Original - Neues Produktschutzverfahren für KFZ-Kennzeichenschilder

19.01.2018 | Informationstechnologie