Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Genetics Research Centre in München: Mit neuem Partner auf genetischer Spurensuche

15.11.2005


Das Genetics Research Centre (GRC) hat einen neuen Partner: Glaxo-SmithKline Deutschland (GSK) wird die Forschungsinstitution zusammen mit der Psychiatrischen Klinik der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) betreiben. Das GRC im Gebäude der Psychiatrischen Klinik der LMU verfügt über Hochdurchsatz-Technologien zur Durchführung von Genomanalysen. Mit Hilfe solcher Analysen will man genetische Risikofaktoren komplexer Erkrankungen als auch genetische Ursachen für die Wirkung und Verträglichkeit von Medikamenten erforschen.



Für das Auftreten bestimmter Volks- und Zivilisationskrankheiten sind nicht nur die Lebensumstände wie Ernährung, körperliche Aktivität oder Umweltfaktoren entscheidend, sondern auch die Vererbung bestimmter genetischer Varianten. Hier setzen die Projekte des GRC an: Mit modernen massenspektrometrischen Verfahren lassen sich kleinste individuelle Unterschiede im Aufbau des Genoms charakterisieren. Die Forscher erwarten, mit solchen Daten Ansätze für neue Therapieziele bei der Bekämpfung von Krankheiten zu finden.

... mehr zu:
»GRC »GSK »LMU


Ein Spezialgebiet des GRC ist hierzu die Durchführung von SNP-Validierungs-projekten. SNPs (single nucleotide polymorphism) sind die kleinstmöglichen individuellen Genomvariationen, die einzelne Bausteine innerhalb des gesamten Erbgutes betreffen. Im Rahmen der Projekte am GRC soll der mögliche Einfluss dieser Variationen auf die Entstehung von Erkrankungen und die Wirkung und Verträglichkeit von Medikamenten bestimmt werden. Neben individuellen DNA-Proben können am GRC auch die kombinierten Proben aus kompletten Fall- bzw. Kontrollgruppen als DNA-Pools analysiert werden. Die im Vergleich gefundenen Unterschiede in der Häufigkeit bestimmter SNPs können dann erste Hinweise zur Identifizierung bislang unbekannter genetischer Faktoren geben.

GSK stellt das GRC über die Kooperationsprojekte mit der LMU hinaus weiteren forschenden Gruppen als Plattform zur Durchführung wissenschaftlicher Projekte zur Verfügung, betont GSK-Deutschlandchef Dr. Thomas Werner: "Mit dem neuen GRC und dem neuen Partner bieten wir optimale Voraussetzungen für ehrgeizige Forschungsvorhaben auch anderer wissenschaftlicher Institutionen, die Genomvariationen untersuchen wollen." Und ergänzt: "Das GRC ist eine Innovationsperle, die zeigt, dass moderne Forschung nicht außerhalb Deutschlands stattfinden muss. Wir brauchen solche übergreifenden Kooperationen, damit medizinischer Fortschritt auch in Deutschland weiter vorangetrieben wird." Werner sieht das GRC insofern auch als Investition in den Innovationsstandort Deutschland, die ein international tätiges Unternehmen wie GSK gerne und mit Überzeugung tätige.

"Für uns als eines der führenden Zentren auf dem Gebiet der Molekulargenetik psychiatrischer Erkrankungen ist GSK der optimale Partner", so Professor Hans-Jürgen Möller, der die Psychiatrische Klinik der LMU leitet. "Zusammen mit einem der weltweit führenden forschenden Arzneimittelhersteller mit großer Erfahrung im Bereich der medizinischen Forschung und der Hochdurchsatzanalyse ist das neue GRC ein optimaler Standort für die Bündelung der akademischen und industriellen Forschungsaktivitäten." Privatdozent Dan Rujescu, Leiter der Sektion Molekulare und Klinische Neurobiologie an der Psychiatrischen Klinik der LMU und Mitglied des GRC-Boards, betont, dass somit neue Möglichkeiten geschaffen würden, entscheidende Fortschritte in der Aufklärung genetischer Risikofaktoren komplexer Erkrankungen zu verzeichnen.

Ein Projekt, bei dem GSK und LMU seit längerem erfolgreich zusammen arbeiten, dient der Identifizierung von Risiko-Genen im Bereich der Schizophrenie. Hier kann das GRC auf eine der im internationalen Vergleich besten Stichproben für Schizophrenie-Genetik zurückgreifen. Die bereits vorhandenen mehr als 70.000 validierten Genotypisierungsassays sind ein wertvoller Fundus, der die Assoziationen neuer Marker und Gene im Krankheitsgeschehen erlaubt. Dazu Professor Möller: "Die Kenntnis genetischer Risikofaktoren für die Schizophrenie ist in ihrer Wichtigkeit kaum zu überschätzen, denn sie wird die Basis für eine rechtzeitige Diagnose und wirkungsvolle Prävention sowie für eine Voraussage des weiteren Krankheitsverlaufs bieten."

Das GRC befindet sich im Gebäude der Psychiatrischen Klinik der LMU. Die DNA-Analyse erfolgt mittels drei MassARRAY-Massenspektrometern, mit denen täglich mehrere 10.000 Genotypisierungen durchgeführt werden können.

Unternehmensinformation

GlaxoSmithKline - eines der weltweit führenden forschungsorientierten Arzneimittel- und Healthcare-Unternehmen - engagiert sich für die Verbesserung der Lebensqualität, um Menschen ein aktiveres, längeres und gesünderes Leben zu ermöglichen.

Weitere Informationen zu Produkten und Forschungsthemen sind im Internet www.glaxosmithkline.de - GSK-Pharma - unter ’Media Relations’ abrufbar.

Ansprechpartner für Journalisten
Sonja Luz
PR-Managerin
Telefon: 089/360 44-8256
Fax: 089/360 44-8066
E-Mail: Sonja.Luz@gsk.com

Florian Martius
Leiter Unternehmenskommunikation
Telefon: 089/360 44-8329
Fax: 089/360 44-8066
E-Mail: Florian.Martius@gsk.com

Postanschrift
GlaxoSmithKline GmbH & Co. KG, Unternehmenskommunikation, Theresienhöhe 11,
80339 München

Sonja Luz | GlaxoSmithKline GmbH & Co. KG
Weitere Informationen:
http://www.gsk.com

Weitere Berichte zu: GRC GSK LMU

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Medizin Gesundheit:

nachricht Sicher und gesund arbeiten mit Datenbrillen
13.01.2017 | Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin

nachricht Vorhersage entlastet das Gehirn
13.01.2017 | Philipps-Universität Marburg

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Medizin Gesundheit >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: How gut bacteria can make us ill

HZI researchers decipher infection mechanisms of Yersinia and immune responses of the host

Yersiniae cause severe intestinal infections. Studies using Yersinia pseudotuberculosis as a model organism aim to elucidate the infection mechanisms of these...

Im Focus: Interfacial Superconductivity: Magnetic and superconducting order revealed simultaneously

Researchers from the University of Hamburg in Germany, in collaboration with colleagues from the University of Aarhus in Denmark, have synthesized a new superconducting material by growing a few layers of an antiferromagnetic transition-metal chalcogenide on a bismuth-based topological insulator, both being non-superconducting materials.

While superconductivity and magnetism are generally believed to be mutually exclusive, surprisingly, in this new material, superconducting correlations...

Im Focus: Erforschung von Elementarteilchen in Materialien

Laseranregung von Semimetallen ermöglicht die Erzeugung neuartiger Quasiteilchen in Festkörpersystemen sowie ultraschnelle Schaltung zwischen verschiedenen Zuständen.

Die Untersuchung der Eigenschaften fundamentaler Teilchen in Festkörpersystemen ist ein vielversprechender Ansatz für die Quantenfeldtheorie. Quasiteilchen...

Im Focus: Studying fundamental particles in materials

Laser-driving of semimetals allows creating novel quasiparticle states within condensed matter systems and switching between different states on ultrafast time scales

Studying properties of fundamental particles in condensed matter systems is a promising approach to quantum field theory. Quasiparticles offer the opportunity...

Im Focus: Mit solaren Gebäudehüllen Architektur gestalten

Solarthermie ist in der breiten Öffentlichkeit derzeit durch dunkelblaue, rechteckige Kollektoren auf Hausdächern besetzt. Für ästhetisch hochwertige Architektur werden Technologien benötigt, die dem Architekten mehr Gestaltungsspielraum für Niedrigst- und Plusenergiegebäude geben. Im Projekt »ArKol« entwickeln Forscher des Fraunhofer ISE gemeinsam mit Partnern aktuell zwei Fassadenkollektoren für solare Wärmeerzeugung, die ein hohes Maß an Designflexibilität erlauben: einen Streifenkollektor für opake sowie eine solarthermische Jalousie für transparente Fassadenanteile. Der aktuelle Stand der beiden Entwicklungen wird auf der BAU 2017 vorgestellt.

Im Projekt »ArKol – Entwicklung von architektonisch hoch integrierten Fassadekollektoren mit Heat Pipes« entwickelt das Fraunhofer ISE gemeinsam mit Partnern...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Bundesweiter Astronomietag am 25. März 2017

17.01.2017 | Veranstaltungen

Über intelligente IT-Systeme und große Datenberge

17.01.2017 | Veranstaltungen

Aquakulturen und Fangquoten – was hilft gegen Überfischung?

16.01.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Geothermie: Den Sommer im Winter ernten

18.01.2017 | Energie und Elektrotechnik

Kompositmaterial für die Wasseraufbereitung

18.01.2017 | Biowissenschaften Chemie

Brain-Computer-Interface: Wenn der Computer uns intuitiv versteht

18.01.2017 | Informationstechnologie