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Goldinlays äußerst langlebig

18.09.2001


Keramik stellt dennoch wichtige Alternative dar

Gold ist optisch auffallender als Keramik und zeichnet sich durch eine hohe Verweildauer im Munde aus: Nach zehn Jahren befinden sich noch über neunzig Prozent der Goldgußfüllungen ohne Nachbehandlung an ihrem Platz. Nach 25 Jahren bedeutet dies eine Überlebensrate von nahezu 75 Prozent. Damit stellen sie gerade für Backenzähne eine sinnvolle Wahlmöglichkeit zu den zahnfarbenen Keramikinlays dar. Dies ist das Ergebnis einer unter der Leitung von Professor Dr. Thomas Kerschbaum im Zentrum für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde der Universität zu Köln entstandenen Untersuchung, in der die Funktionsleistung von Goldinlays dokumentiert wurde.

Goldinlays werden von den gesetzlichen Krankenkassen nur in Ausnahmefällen finanziert und sind für den Patienten mit einem erheblichen Kostenaufwand verbunden. Sie müssen ihren Nutzen daher durch besondere Langlebigkeit rechtfertigen. Hierbei zeigt sich das Inlay umso dauerhafter, je mehr Zahnoberflächen einbezogen wurden. Restaurationen, die sich über drei Flächen erstrecken, sind um ein Drittel widerstandsfähiger als einflächige Füllungen.

Der Haupteinsatzbereich für Goldfüllungen befindet sich in den Kauflächen großer und kleiner Mahlzähne. Die Backenzähne als Mahlzähne sind großen Belastungen ausgesetzt; Gold ist hierbei Keramik in der Belastbarkeit überlegen. Insgesamt ist die Überlebensfähigkeit der Goldinlays höher anzusetzen als die der klassischen Keramikfüllungen; deutlich wird dieser Unterschied allerdings erst bei einer Verweildauer von mehr als vier Jahren. Unbestritten bleibt, was in der Zahnmedizin bereits seit neunzig Jahren bekannt ist und für die Behandlung genutzt wird: Gold ist qualitativ hochwertiger Zahnersatz von hoher Lebensdauer.

Verantwortlich: Stefanie Beig

Für Rückfragen steht Ihnen Professor Dr. Thomas Kerschbaum unter der Telefonnummer 0221/478-4715, der Faxnummer 0221/478-5964 und unter der Email-Adresse T.Kerschbaum@uni-koeln.de zur Verfügung.
Unsere Presseinformationen finden Sie auch im World Wide Web

Gabriele Rutzen | idw
Weitere Informationen:
http://www.uni-koeln.de/organe/presse/pi/index.html

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