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Elektroschock stoppt Vorhofflimmern - Kardioversion am Dummy

03.06.2005


Ein völlig unregelmäßiger Pulsschlag, Herzrasen, innere Unruhe - so macht sich häufig ein Anfall von Vorhofflimmern bemerkbar. In vielen Fällen verschwindet diese weit verbreitete Herzrhythmusstörung genauso plötzlich, wie sie gekommen ist, auch von selbst wieder. Wenn das Flimmern allerdings länger als zwei Tage anhält, ist ärztliche Hilfe nötig, denn sonst drohen schlimme Folgen. Wie der Arzt den normalen Herzrhythmus mittels Elektroschock wieder herstellen kann, demonstrieren Mitarbeiter des Kompetenznetzes Vorhofflimmern im Rahmen der Langen Nacht der Wissenschaften am 11. Juni in Berlin.



Vorhofflimmern ist die häufigste Herzrhythmusstörung, insbesondere bei älteren Menschen. In Deutschland gibt es rund eine Million Vorhofflimmer-Patienten, Tendenz steigend. Gefährlich ist die Rhythmusstörung vor allem wegen ihres hohen Schlaganfallrisikos. Im flimmernden Herzvorhof können sich Blutgerinnsel bilden, die, wenn sie ins Gehirn geschwemmt werden, dort Adern verstopfen und Schlaganfälle auslösen.



Um gefährliche Folgen zu verhindern, wird häufig, wenn das Flimmern länger als 48 Stunden anhält, eine sogenannte Kardioversion durchgeführt: Mit einem Stromstoß aus dem Defibrillator kann der Arzt in den allermeisten Fällen das Vorhofflimmern beenden und den normalen Herzrhythmus wieder herstellen. Wie diese Behandlung funktioniert, wird bei der Langen Nacht der Wissenschaften an einem Dummy vorgeführt.

Die Lange Nacht der Wissenschaften findet am 11. Juni 2005 von 17:00 bis 1:00 Uhr in Berlin und Potsdam statt. An zahlreichen Standorten wird dort aus den unterschiedlichsten Fachgebieten Wissenschaft zum Anfassen präsentiert. Beispiele aus der Medizin gibt es unter anderem im Deutschen Rheuma-Forschungszentrum an der Charité zu sehen, wo die medizinischen Kompetenznetze ihre Aktivitäten vorstellen. (Adresse: Deutsches Rheuma-Forschungszentrum, Charité Campus Mitte, Schumannstraße 21/22, Berlin-Mitte)

Das Kompetenznetz Vorhofflimmern ist ein bundesweiter Forschungsverbund, in dem Wissenschaftler, Ärzte und Betroffene zusammenarbeiten mit dem Ziel, die Behandlung und Versorgung von Vorhofflimmerpatienten zu verbessern. Das 2003 gegründete interdisziplinäre Netzwerk, dessen Zentrale am Universitätsklinikum Münster angesiedelt ist, wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert.

Dr. Angelika Leute | idw
Weitere Informationen:
http://www.kompetenznetz-vorhofflimmern.de
http://www.LangeNachtderWissenschaften.de

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