Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Europas größtes Krebsregister in Münster

15.10.2004


Münster wird ab April kommenden Jahres Standort des größten Krebsregisters in Europa. Für den geplanten Aufbau eines landesweiten Krebsregisters für Nordrhein-Westfalen will die Landesregierung auf die guten Erfahrungen im Regierungsbezirk Münster zurückgreifen. Einem entsprechenden Gesetzentwurf von Landesgesundheitsministerin Birgit Fischer hat das Düsseldorfer Kabinett am Donnerstag, 14. Oktober 2004, zugestimmt.



Wissenschaftlicher Leiter des Krebsregisters ist Prof. Dr. Hans-Werner Hense vom Institut für Epidemiologie und Sozialmedizin der Universität Münster. "Die Krebsgesellschaft Nordrhein-Westfalen als Träger und die Universität Münster haben in ihrer Zusammenarbeit den Aufbau des Krebsregisters für den Regierungsbezirk Münster stark nach vorn gebracht. In den über 15 Jahren, die das Krebsregister in seiner jetzigen Form existiert, ist eine Menge Expertise zusammengekommen", so Prof. Hense. Basierend auf diesen Erfahrungen und denen anderer Bundesländer haben er und seine Mitarbeiter in Zusammenarbeit mit dem Gesundheitsministerium den Gesetzentwurf erarbeitet.



Im Regierungsbezirk Münster besteht bereits seit 1985 ein bevölkerungsbezogenes Register, in dem mittlerweile 90 Prozent aller neuen Krebsfälle erfasst werden. Daher soll Münster jetzt auch Standort für das neue Krebsregister für ganz Nordrhein-Westfalen sein, das am 1. April 2005 seine Arbeit aufnehmen wird. Alle gesichert diagnostizierten Krebserkrankungen in Nordrhein-Westfalen werden in dem erweiterten Register flächendeckend erfasst. Durch eine detaillierte Datenerhebung aller Krebsarten wird die Basis für neue Erkenntnisse über Krebserkrankungen und neue Wege in Früherkennung, Behandlung und Nachsorge geschaffen. Um dies leisten zu können, sind dem Krebsregister in Münster eine Verdopplung der Mitarbeiterzahl sowie zusätzliche Räume zugesagt worden.

Nach Angaben der Landesregierung erkranken in Nordrhein-Westfalen jährlich 85.000 Menschen neu an Krebs. Mehr als 45.000 Frauen und Männer sterben landesweit in jedem Jahr an dieser Krankheit. Damit sind Krebserkrankungen - nach Erkrankungen des Herz- und Kreislaufsystems - die zweithäufigste Todesursache.

Norbert Frie | idw
Weitere Informationen:
http://medweb.uni-muenster.de/institute/epikrebs/

Weitere Berichte zu: Krebserkrankung Krebsregister

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Medizin Gesundheit:

nachricht Innovative Antikörper für die Tumortherapie
20.02.2017 | Wilhelm Sander-Stiftung

nachricht Nervenschmerzen zukünftig wirksamer behandeln
20.02.2017 | Universität Zürich

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Medizin Gesundheit >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Innovative Antikörper für die Tumortherapie

Immuntherapie mit Antikörpern stellt heute für viele Krebspatienten einen Erfolg versprechenden Ansatz dar. Weil aber längst nicht alle Patienten nachhaltig von diesen teuren Medikamenten profitieren, wird intensiv an deren Verbesserung gearbeitet. Forschern um Prof. Thomas Valerius an der Christian Albrechts Universität Kiel gelang es nun, innovative Antikörper mit verbesserter Wirkung zu entwickeln.

Immuntherapie mit Antikörpern stellt heute für viele Krebspatienten einen Erfolg versprechenden Ansatz dar. Weil aber längst nicht alle Patienten nachhaltig...

Im Focus: Durchbruch mit einer Kette aus Goldatomen

Einem internationalen Physikerteam mit Konstanzer Beteiligung gelang im Bereich der Nanophysik ein entscheidender Durchbruch zum besseren Verständnis des Wärmetransportes

Einem internationalen Physikerteam mit Konstanzer Beteiligung gelang im Bereich der Nanophysik ein entscheidender Durchbruch zum besseren Verständnis des...

Im Focus: Breakthrough with a chain of gold atoms

In the field of nanoscience, an international team of physicists with participants from Konstanz has achieved a breakthrough in understanding heat transport

In the field of nanoscience, an international team of physicists with participants from Konstanz has achieved a breakthrough in understanding heat transport

Im Focus: Hoch wirksamer Malaria-Impfstoff erfolgreich getestet

Tübinger Wissenschaftler erreichen Impfschutz von bis zu 100 Prozent – Lebendimpfstoff unter kontrollierten Bedingungen eingesetzt

Tübinger Wissenschaftler erreichen Impfschutz von bis zu 100 Prozent – Lebendimpfstoff unter kontrollierten Bedingungen eingesetzt

Im Focus: Sensoren mit Adlerblick

Stuttgarter Forscher stellen extrem leistungsfähiges Linsensystem her

Adleraugen sind extrem scharf und sehen sowohl nach vorne, als auch zur Seite gut – Eigenschaften, die man auch beim autonomen Fahren gerne hätte. Physiker der...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Die Welt der keramischen Werkstoffe - 4. März 2017

20.02.2017 | Veranstaltungen

Schwerstverletzungen verstehen und heilen

20.02.2017 | Veranstaltungen

ANIM in Wien mit 1.330 Teilnehmern gestartet

17.02.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Innovative Antikörper für die Tumortherapie

20.02.2017 | Medizin Gesundheit

Multikristalline Siliciumsolarzelle mit 21,9 % Wirkungsgrad – Weltrekord zurück am Fraunhofer ISE

20.02.2017 | Energie und Elektrotechnik

Wie Viren ihren Lebenszyklus mit begrenzten Mitteln effektiv sicherstellen

20.02.2017 | Biowissenschaften Chemie