Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Effizientes Körpergewichts-Management mit Chitosan

18.09.2002


Wirksamkeit und Sicherheit des Stoffs wissenschaftlich erhärtet

Das früher namentlich zu Filterzwecken verwendete, aus deacetylierten Crevettenschalen gewonnene Chitin-Präparat Chitosan hat die Fähigkeit, während des Verdauungsvorgangs Magensäure und Fette zu binden und letztere unverdaut abzuführen. Diese Eigenschaft hat dem Erzeugnis die Bezeichnung „Fett-Schwamm“ eingetragen und die Hoffnung vieler Übergewichtiger genährt, ihre überflüssigen Pfunde mit Produkten aus diesem Grundstoff loswerden zu können.

Die vielversprechende Substanz wurde jedoch von einigen unseriösen Anbietern dazu missbraucht, unrealistische Erwartungen zu wecken. Dies nahmen die Gesundheitsbehörden verschiedener Staaten - so auch Deutschlands und der Schweiz - zum Vorwand, Chitosan-Präparate vom Markt zu fegen oder gar nicht erst zuzulassen. Als Begründung diente in der Regel der Hinweis, dass die gesundheitsspezifischen Effekte wie auch die Sicherheit entsprechender Präparate nicht erwiesen seien. Beide Behauptungen konnten inzwischen widerlegt werden.

Über die Wirksamkeit von Chitosan im Rahmen von Programmen zur Gewichtsreduktion geben drei in Finnland, Schweden und Italien durchgeführte Untersuchungen Auskunft, welche auch den von Registrierungsbehörden verlangten wissenschaftlichen Kriterien und Anforderungen entsprechen. In allen drei Studien konnte die Effizienz von Chitosan als Nahrungssupplement zur Reduktion und Kontrolle des Körpergewichts nachgewiesen werden. Die Mittel bewirken nicht nur einen beschleunigten Abbau von Körperfett, sondern – damit verbunden – auch eine Senkung des Blutdrucks sowie eine Reduktion des LDL-Cholesterinspiegels.

Belege gibt es auch für die Sicherheit von Chitosan in dessen Eigenschaft als Nahrungssupplement: Konform zum GRAS-Passus (GRAS = Generally Recommended As Safe) gemäss Paragraph 170.30 des amerikanischen Lebensmittelgesetzes wurden in den USA zu Handen der FDA verschiedene Untersuchungen durchgeführt. In deren Rahmen konnte der Nachweis erbracht werden, dass Chitosan auch bei hohen Dosierungen nicht toxisch wirkt.

Es darf also darüber spekuliert werden, welche neuen Argumente sich die Gesundheitsbehörden werden einfallen lassen, um Chitosan-Präparate weiterhin vom Markt fernhalten zu können.

In den schweizerischen PRK-Editionen ist eine Dokumentation mit den wichtigsten Informationen über Beschaffenheit, Wirkung, Anwendung, Effizienz und Sicherheit von Chitosan sowie mit einer kritische Betrachtung der gesundheits- und sozialpolitischen Verträglichkeit der Chitosan-Prohibition in einzelnen Ländern erschienen. Diese Publikation kann gegen Einsendung einer 5-Euro-Note bezogen werden bei: Redaktion Gesundheitsnews, Postfach, CH-5415 Nussbaumen.

Beat René Roggen, | pte.online

Weitere Berichte zu: Chitosan Chitosan-Präparat

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Medizin Gesundheit:

nachricht Greifswalder Forscher dringen mit superauflösendem Mikroskop in zellulären Mikrokosmos ein
02.12.2016 | Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald

nachricht Epstein-Barr-Virus: von harmlos bis folgenschwer
30.11.2016 | Deutsches Zentrum für Infektionsforschung

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Medizin Gesundheit >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Greifswalder Forscher dringen mit superauflösendem Mikroskop in zellulären Mikrokosmos ein

Das Institut für Anatomie und Zellbiologie weiht am Montag, 05.12.2016, mit einem wissenschaftlichen Symposium das erste Superresolution-Mikroskop in Greifswald ein. Das Forschungsmikroskop wurde von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und dem Land Mecklenburg-Vorpommern finanziert. Nun können die Greifswalder Wissenschaftler Strukturen bis zu einer Größe von einigen Millionstel Millimetern mittels Laserlicht sichtbar machen.

Weit über hundert Jahre lang galt die von Ernst Abbe 1873 publizierte Theorie zur Auflösungsgrenze von Lichtmikroskopen als ein in Stein gemeißeltes Gesetz....

Im Focus: Durchbruch in der Diabetesforschung: Pankreaszellen produzieren Insulin durch Malariamedikament

Artemisinine, eine zugelassene Wirkstoffgruppe gegen Malaria, wandelt Glukagon-produzierende Alpha-Zellen der Bauchspeicheldrüse (Pankreas) in insulinproduzierende Zellen um – genau die Zellen, die bei Typ-1-Diabetes geschädigt sind. Das haben Forscher des CeMM Forschungszentrum für Molekulare Medizin der Österreichischen Akademie der Wissenschaften im Rahmen einer internationalen Zusammenarbeit mit modernsten Einzelzell-Analysen herausgefunden. Ihre bahnbrechenden Ergebnisse werden in Cell publiziert und liefern eine vielversprechende Grundlage für neue Therapien gegen Typ-1 Diabetes.

Seit einigen Jahren hatten sich Forscher an diesem Kunstgriff versucht, der eine simple und elegante Heilung des Typ-1 Diabetes versprach: Die vom eigenen...

Im Focus: Makromoleküle: Mit Licht zu Präzisionspolymeren

Chemikern am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) ist es gelungen, den Aufbau von Präzisionspolymeren durch lichtgetriebene chemische Reaktionen gezielt zu steuern. Das Verfahren ermöglicht die genaue, geplante Platzierung der Kettengliedern, den Monomeren, entlang von Polymerketten einheitlicher Länge. Die präzise aufgebauten Makromoleküle bilden festgelegte Eigenschaften aus und eignen sich möglicherweise als Informationsspeicher oder synthetische Biomoleküle. Über die neuartige Synthesereaktion berichten die Wissenschaftler nun in der Open Access Publikation Nature Communications. (DOI: 10.1038/NCOMMS13672)

Chemische Reaktionen lassen sich durch Einwirken von Licht bei Zimmertemperatur auslösen. Die Forscher am KIT nutzen diesen Effekt, um unter Licht die...

Im Focus: Neuer Sensor: Was im Inneren von Schneelawinen vor sich geht

Ein neuer Radarsensor erlaubt Einblicke in die inneren Vorgänge von Schneelawinen. Entwickelt haben ihn Ingenieure der Ruhr-Universität Bochum (RUB) um Dr. Christoph Baer und Timo Jaeschke gemeinsam mit Kollegen aus Innsbruck und Davos. Das Messsystem ist bereits an einem Testhang im Wallis installiert, wo das Schweizer Institut für Schnee- und Lawinenforschung im Winter 2016/17 Messungen damit durchführen möchte.

Die erhobenen Daten sollen in Simulationen einfließen, die das komplexe Geschehen im Inneren von Lawinen detailliert nachbilden. „Was genau passiert, wenn sich...

Im Focus: Neuer Rekord an BESSY II: 10 Millionen Ionen erstmals bis auf 7,4 Kelvin gekühlt

Magnetische Grundzustände von Nickel2-Ionen spektroskopisch ermittelt

Ein internationales Team aus Deutschland, Schweden und Japan hat einen neuen Temperaturrekord für sogenannte Quadrupol-Ionenfallen erreicht, in denen...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Von „Coopetition“ bis „Digitale Union“ – Die Fertigungsindustrien im digitalen Wandel

02.12.2016 | Veranstaltungen

Experten diskutieren Perspektiven schrumpfender Regionen

01.12.2016 | Veranstaltungen

Die Perspektiven der Genom-Editierung in der Landwirtschaft

01.12.2016 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Parkinson-Krankheit und Dystonien: DFG-Forschergruppe eingerichtet

02.12.2016 | Förderungen Preise

Smart Data Transformation – Surfing the Big Wave

02.12.2016 | Studien Analysen

Nach der Befruchtung übernimmt die Eizelle die Führungsrolle

02.12.2016 | Biowissenschaften Chemie