Dem Krankenhaus-Superbakterium auf der Spur

Gefährlicher Krankheitserreger setzt sich auf Gummi fest

Einem Forschungsteam der Universität von Exeter ist es gelungen dem Superbakterium MRSA auf den Leib zu rücken. Die Wissenschaftler entdeckten, wie sich die Bakterien auf dem Silastic-Gummi, einem Hauptbestandteil von Kathetern, festsetzten. Dort bilden sie Biofilme, die nur mit Antibiotika bekämpft werden können, berichtet BBC-online heute, Dienstag.

Die MRSA-Bakterien sind sehr widerstandsfähig gegen die verschiedenen Einflüsse von außen. Die Oberfläche der Geräte und prothetischen Gelenke bietet den Biofilm optimale Lebensbedingungen. „MRSA-Biofilme konnten nur durch einen gezielten Angriff mit den zwei neuartigen Antibiotika Vancomycin und Rifampicin vernichtet werden“, so Steven Jines von der Universität von Cardiff. Innerhalb von 48 Stunden konnte der Biofilm bei der Anwendung beider Antibiotika gemeinsam vernichtet werden, berichten die Forscher.

Die Mediziner glauben, dass nur eine sofortige Gabe von Antibiotika, knapp nach der Operation, erfolgreich ist, um das Wachstum eines Biofilms zu stoppen. Die Zahl der MRSA-Infektionen in der Blutbahn reicht von 0 bis 0,69 Fällen pro 1.000 Tagen Krankenhausaufenthalt. Die Studie wurde bei einem Treffen der Society for General Microbiology an der Loughborough University präsentiert.

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Wolfgang Weitlaner pte.online

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