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Erblindungsrisiko älterer Menschen, die an AMD leiden, verringern

05.09.2002


Zulassung von Visudyne® zur Therapie der okkulten subfovealen chorioidalen Neovaskularisationen (CNV) infolge altersbedingter Makuladegeneration (AMD)


Novartis Ophthalmics, die Sparte der Novartis AG für Augengesundheit, und die QLT Inc. gaben bekannt, dass Visudyne® (Verteporfin) von der Europäischen Kommission die Marktzulassung für die Therapie der okkulten subfovealen chorioidealen Neovaskularisationen (CNV) infolge altersbedingter Makuladegeneration (AMD) erteilt wurde. Die AMD ist die führende Erblindungsursache bei über 50-jährigen Patienten.

Diese Zulassung für Europa erstreckt sich auf die Behandlung von Patienten mit okkulten subfovealen chorioidalen Neovaskularisationen (CNV) und Beleg eines neu aufgetretenen oder fortschreitenden Krankheitsverlauf bei AMD. Zum Zeitpunkt der Diagnose einer feuchten AMD finden sich bei etwa zwei Drittel der Patienten die okkulte oder die vorwiegend klassische Form. Die Termini „okkult“ und „klassisch“ stehen für verschiedene Muster der CNV-Leckage, die sich mithilfe der Fluoresceinangiographie differenzieren lassen. Obwohl nur 15 % aller AMD-Patienten an der feuchten Form der Erkrankung leiden, ist diese Variante aufgrund ihrer höheren Aggressivität für etwa 90 % der hochgradigen Visusverluste bei über 50-jährigen Patienten verantwortlich. Weltweit sind jährlich circa 500 000 Neuerkrankungen an feuchter AMD zu verzeichnen, und man geht davon aus, dass mit zunehmender Überalterung der Bevölkerung diese Zahl noch dramatisch ansteigen wird.


“Die Zulassung von Visudyne® zur Therapie der okkulten feuchten AMD stellt einen bedeutenden Fortschritt dar,” erklärte Luzi von Bidder, Abteilungsdirektor von Novartis Ophthalmics. “Wir sind hoch erfreut, dass Visudyne® die Therapie von AMD-Patienten nun zusätzlich bereichert und das Erblindungsrisiko älterer Menschen, die an AMD leiden, verringert.”

“Dies ist ein weiterer wichtiger Meilenstein und eine Bestätigung von Visudyne®, das einer großen Zahl an behandlungsbedürftigen Patienten hilft,” betonte Paul Hastings, Aufsichtsratsvorsitzender und CEO der QLT Inc.

Die Visudyne®-Therapie ist ein zweistufiges Verfahren. Visudyne® wird zunächst intravenös injiziert und anschließend durch nicht-thermisches Laserlicht aktiviert. Man nennt diese Behandlungsform photodynamische Therapie. Visudyne® entfaltet seine Wirkung selektiv an den krankhaften Blutgefäßen der Retina, indem diese inaktiviert und verschlossen werden. Die AMD-assoziierte Leckage kann auf diese Weise unterbunden werden.

Der mit der AMD einhergehende schwere Visusverlust bedeutet für die Patienten eine erhebliche Abnahme ihrer Lebensqualität. Aktivitäten des täglichen Lebens, wie zum Beispiel Auto fahren oder Gehen, können schwer beeinträchtigt sein. Es bedarf der Aufklärung über die Erkrankung und über die Bedeutung einer frühzeitigen Behandlung, um die Patienten dem Arzt zuzuführen und durch geeignete Therapie die weitere Progredienz der AMD zu stoppen. Dank seiner einzigartigen Wirkungsweise bietet Visudyne® die Chance, das Sehvermögen langfristig zu erhalten.

Dr. Michaela Paudler-Debus | MEDIENMITTEILUNG
Weitere Informationen:
http://www.novartispharma.de

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