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Vorsicht vor Zeckenstichen

05.08.2002


Die Anzahl der Hirnhautentzündungen, die durch Zecken übertragen wird, hat den höchsten Stand seit acht Jahren erreicht. Allein im letzten Jahr sind 254 Meldungen zur so genannten Frühsommer-Meningoenzephalitis - kurz FSME genannt - beim Robert-Koch-Institut eingegangen. Insgesamt sind 74 Landkreise in Deutschland als FSME Risikogebiete ausgewiesen. 40 davon in Bayern, 29 in Baden-Württemberg, drei in Hessen und je einer in Rheinland-Pfalz und Thüringen.

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Gefährdet sind besonders Berufsgruppen wie Gärtner und Waldarbeiter sowie alle, die sich in ihrer Freizeit viel im Freien bewegen. Als Schutz vor der Virusinfektion empfehlen das Robert-Koch-Institut und die Ständige Impfkommission in den Risikogebieten Impfungen. Die Kosten hierfür tragen in der Regel die Krankenkassen. Sicherheitshalber sollte man sich vorher bei seiner Kasse erkundigen. Gegen die zweite durch Zecken übertragene Krankheit, Borreliose, gibt es keinen Impfstoff. Gegen diese Bakterieninfektion hilft nur eine rechtzeitige Behandlung mit Antibiotika.

Damit es gar nicht erst zum Zeckenstich kommt, hat der ADAC Tipps zusammengestellt, wie man sich schützen kann:
  • Zecken sitzen im Gras, im Unterholz und in niedrigen Büschen (nicht höher als 1,50m) und werden im Vorbeigehen abgestreift. Deshalb sollte man bei einem Spaziergang auf den Wegen bleiben und enganliegende, lange Kleidung, feste Schuhe und Kopfbedeckung tragen. Auch insektenabweisende Mittel schützen eine Zeit lang.
  • Nach dem Ausflug ins Grüne sollte man die Kleidung zuhause ausschütteln und den Körper nach Zecken absuchen. Besonders gründlich sollten Kopfhaut, Ohren, Achselhöhlen, Kniekehlen, Leistenbereich und Zehenzwischenräume untersucht werden.
  • Wird eine Zecke entdeckt, so sollte sie sofort mit einer Pinzette oder spezieller Zeckenzange entfernt werden. Vorsicht: Die Zecke dabei nicht quetschen und auf alte Hausmittel wie Klebstoff ganz verzichten. Die Zecke sondert, wenn sie durch Öl oder Klebestoff erstickt wird, noch mehr infizierenden Speichel ab.

Grundsätzlich sollte der Stich von einem Arzt untersucht werden. Besonders wenn sich ein roter Ring um die Bissstelle bildet. Diese Wanderröte ist ein Zeichen für eine Borreliose-Infektion.



Andrea Piechotta | ots
Weitere Informationen:
http://www.dgk.de/
http://www.rki.de/
http://www.presse.adac.de/

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