Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Hart an der Grenze? GKSS-Forscher untersuchen neue Hochleistungswerkstoffe

03.02.2010
Am GKSS-Forschungszentrum Geesthacht ist im Januar 2010 eine neue Helmholtz-Hochschul-Nachwuchsgruppe eingerichtet worden. Nachwuchsgruppenleiter ist GKSS-Mitarbeiter Dr.-Ing. Sergio Amancio. Partnerhochschule ist die Technische Universität Hamburg-Harburg (TUHH).

Die neue Gruppe beschäftigt sich mit den Grenzflächeneigenschaften von Polymer-Metall-Werkstoffverbunden. Rund zwei Millionen Euro stehen dem mehrfach ausgezeichneten Jungforscher zur Verfügung.

Helmholtz-Hochschul-Nachwuchsgruppen bieten jungen talentierten Forschern beste Bedingungen: Nachwuchsgruppenleiter können selbstständig forschen und eigene Ideen realisieren. "Hier in Geesthacht profitiere ich von der Ausstattung und den optimalen Arbeitsbedingungen", erklärt Dr. Sergio Amancio. "Gleichzeitig kann ich mich durch die Seminare oder Vorlesungen, die ich an der TU Hamburg-Harburg halten werde, für eine Hochschulkarriere profilieren."

Eine Juniorprofessur an der TUHH für Nachwuchsgruppenleiter Amancio rückt damit in greifbare Nähe. Dazu Prof. Dr. Jürgen Mlynek, Präsident der Helmholtz-Gemeinschaft: "Durch eine gemeinsame Berufung von Nachwuchsgruppenleitern auf Juniorprofessuren soll die Zusammenarbeit mit der Helmholtz-Gemeinschaft stärker institutionell verankert werden."

Sichere Verbindung schaffen
Der Forschungsschwerpunkt von Sergio Amancio liegt im Bereich Fügetechnologie. Ein für die Flugzeugindustrie wichtiger Bereich: Denn die Schwachstellen im Flugzeugbau sind die Fügestellen oder Schweißnähte. Risse entstehen zumeist hier. Bevor neue Verbundwerkstoffe und Werkstoffverbunde im Flugzeugbau eingesetzt werden können, ist daher intensive Forschung nötig.

Die neue Nachwuchsgruppe von Amancio, "Advanced Polymer-Metal Hybrid Structures" am Institut für Werkstoffforschung in Geesthacht, untersucht die Grenzflächeneigenschaften dieser neuen Hochleistungswerkstoffe. Bislang sind solche Verbindungen zwischen Kunststoff-Verbundwerkstoffen und Leichtbaulegierungen noch kaum im Labormaßstab getestet worden. Einige der neuartigen Kunststoffe, so genannte polymerbasierte Nanocomposite, werden im Geesthachter Institut für Polymerforschung speziell für die Nachwuchsgruppe entwickelt und in Zusammenarbeit mit der Nachwuchsgruppe untersucht.

Rund zwei Millionen Euro für den Nachwuchs
Dr. Sergio Amancio hat sich in einem mehrstufigen Wettbewerbsverfahren mit Fachbegutachtungen und Präsentationen vor einer interdisziplinären Jury durchgesetzt: Seit dem Jahr 2002 hat die Helmholtz-Gemeinschaft insgesamt 116 Nachwuchsgruppen gefördert. Die Kosten werden zur Hälfte aus dem Impuls- und Vernetzungsfonds der Helmholtz-Gemeinschaft gedeckt. Zur anderen Hälfte werden die Nachwuchsgruppen von den Helmholtz-Zentren finanziert. Mit den Geldern in Höhe von 1,9 Millionen Euro kann Nachwuchsgruppenleiter Amancio fünf weitere Mitarbeiter sowie die Laborausstattung über fünf Jahre finanzieren.

Dr. Torsten Fischer | idw
Weitere Informationen:
http://www.gkss.de/
http://www.gkss.de/public_relations/press_releases/009252/index_0009252.html.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Materialwissenschaften:

nachricht Fraunhofer IFAM erweitert den Forschungsbereich »Beschichtungen für Bewuchs- und Korrosionsschutz«
11.01.2017 | Fraunhofer IFAM

nachricht Schrauben mit Köpfchen
10.01.2017 | Technische Universität Chemnitz

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Materialwissenschaften >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Textiler Hochwasserschutz erhöht Sicherheit

Wissenschaftler der TU Chemnitz präsentieren im Februar und März 2017 ein neues temporäres System zum Schutz gegen Hochwasser auf Baumessen in Chemnitz und Dresden

Auch die jüngsten Hochwasserereignisse zeigen, dass vielerorts das natürliche Rückhaltepotential von Uferbereichen schnell erschöpft ist und angrenzende...

Im Focus: Wie Darmbakterien krank machen

HZI-Forscher entschlüsseln Infektionsmechanismen von Yersinien und Immunantworten des Wirts

Yersinien verursachen schwere Darminfektionen. Um ihre Infektionsmechanismen besser zu verstehen, werden Studien mit dem Modellorganismus Yersinia...

Im Focus: How gut bacteria can make us ill

HZI researchers decipher infection mechanisms of Yersinia and immune responses of the host

Yersiniae cause severe intestinal infections. Studies using Yersinia pseudotuberculosis as a model organism aim to elucidate the infection mechanisms of these...

Im Focus: Interfacial Superconductivity: Magnetic and superconducting order revealed simultaneously

Researchers from the University of Hamburg in Germany, in collaboration with colleagues from the University of Aarhus in Denmark, have synthesized a new superconducting material by growing a few layers of an antiferromagnetic transition-metal chalcogenide on a bismuth-based topological insulator, both being non-superconducting materials.

While superconductivity and magnetism are generally believed to be mutually exclusive, surprisingly, in this new material, superconducting correlations...

Im Focus: Erforschung von Elementarteilchen in Materialien

Laseranregung von Semimetallen ermöglicht die Erzeugung neuartiger Quasiteilchen in Festkörpersystemen sowie ultraschnelle Schaltung zwischen verschiedenen Zuständen.

Die Untersuchung der Eigenschaften fundamentaler Teilchen in Festkörpersystemen ist ein vielversprechender Ansatz für die Quantenfeldtheorie. Quasiteilchen...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Künftige Rohstoffexperten aus aller Welt in Freiberg zur Winterschule

18.01.2017 | Veranstaltungen

Bundesweiter Astronomietag am 25. März 2017

17.01.2017 | Veranstaltungen

Über intelligente IT-Systeme und große Datenberge

17.01.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Der erste Blick auf ein einzelnes Protein

18.01.2017 | Biowissenschaften Chemie

Das menschliche Hirn wächst länger und funktionsspezifischer als gedacht

18.01.2017 | Biowissenschaften Chemie

Zur Sicherheit: Rettungsautos unterbrechen Radio

18.01.2017 | Verkehr Logistik