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Im Fokus: Massentaugliche Dünnschichtsolarzellen

04.04.2012
Wissenschaftler der TU Chemnitz entwickeln Prozesse zur Erzeugung von Dünnschicht-Solarzellen auf Silizium-Basis - Erste Ergebnisse werden auf der Hannover Messe 2012 präsentiert

Chemiker und Physiker der Technischen Universität Chemnitz planen gemeinsam mit sächsischen Unternehmen eine technologische Revolution in der Photovoltaik. Sie wollen kostengünstigere Verfahren zur Herstellung von Dünnschicht-Solarzellen auf Silizium-Basis entwickeln.


Diese flexible Siliziumschicht entstand im Chemielabor der TU Chemnitz. Foto: Ronny Fritzsche

Der Grund: Derzeitige Solarzellen, die Sonnenenergie umweltschonend direkt in elektrische Energie umwandeln, sind teuer in der Fertigung und haben einen relativ niedrigen Wirkungsgrad. "Unser Forschungsansatz ist die Herstellung von Siliziumschichten aus der Lösung", sagt Prof. Dr. Heinrich Lang, Inhaber der Professur Anorganische Chemie der TU Chemnitz.

Dazu werden neuartige, Silizium enthaltende Moleküle synthetisiert und in Lösung gebracht. Diese werden anschließend auf flexible Substrate durch Sprühen oder Drucken aufgebracht. Danach werden die Moleküle durch Energiezufuhr - etwa durch Wärme oder Licht - so zersetzt, dass eine dünne Siliziumschicht entsteht.

"Durch die Anwendung geeigneter Charakterisierungsmethoden, insbesondere optische Spektroskopie, kann jede Veränderung in den Prozessen dokumentiert werden und entsprechend Einfluss auf die Herstellungsparameter genommen werden", ergänzt Prof. Dr. Dietrich R.T. Zahn, der an der TU Chemnitz die Professur Halbleiterphysik leitet.

Aus Sicht der Wissenschaftler lassen sich voraussichtlich auf diese Art sehr kosteneffizient photovoltaisch aktive dünne Siliziumschichten herstellen, die wettbewerbsfähig mit etablierten Herstellungsverfahren sind. Die grundlegende Erforschung dieser neuen Technologie wird an der TU Chemnitz durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung, die Sächsische Aufbaubank sowie durch das Sächsische Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst gefördert.

Erste Ergebnisse präsentieren die Wissenschaftler der TU Chemnitz vom 23. bis 27. April 2012 auf der Hannover Messe. Hier wollen sie mit Interessenten und potenziellen Kooperationspartnern in der Halle 2 auf dem Gemeinschaftstand "Forschung für die Zukunft" (Stand C37) ins Gespräch kommen.

Weitere Informationen erteilen Prof. Dr. Heinrich Lang, Telefon 0371 531-31673, E-Mail heinrich.lang@chemie.tu-chemnitz.de sowie Prof. Dr. Dietrich R. T. Zahn, Telefon 0371 531-33036, E-Mail zahn@physik.tu-chemnitz.de

Mario Steinebach | Technische Universität Chemnitz
Weitere Informationen:
http://www.tu-chemnitz.de.

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