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Gewachsenes Sicherheitsbewusstsein, neue Normen: Flammschutz für Fernseher

10.11.2006
Bayblend® FR und spezielle Makrolon® Varianten erfüllen strenge Anforderungen

In Europa verzeichnet die Statistik jährlich 325 Brände von Fernsehern auf eine Million Geräte - gegenüber lediglich sechs in den USA. Wichtigster Grund: Hierzulande bestehen die TV-Gehäuse zumeist noch aus Materialien, die kaum oder gar nicht flammgeschützt sind; in den USA kommen überwiegend Werkstoffe mit der Klassifizierung V-0 nach der US-Brandschutznorm UL94 zum Einsatz.

Inzwischen rückt die Brandgefahr, die von Fernsehern und IT-Geräten ausgehen kann, zunehmend in den Blickpunkt von Medien und Öffentlichkeit. Auch die International Electrotechnical Commission (IEC) trägt den gewachsenen Sicherheitsansprüchen Rechnung: IEC TC 108 - das hierfür weltweit zuständige Normungsgremium - legt derzeit neue Anforderungen an die Flammwidrigkeit von Fernsehern fest. Diese lassen sich bereits heute mit Bayblend® FR-Einstellungen erfüllen, den flammgeschützten Polycarbonat(PC)-Blends der Bayer MaterialScience AG, sowie mit speziellen Typen des Bayer MaterialScience-Polycarbonats Makrolon®.

"Ein Ziel von IEC TC 108 ist es, Fernseher auch gegenüber externer Entzündung sicherer zu machen, hervorgerufen beispielsweise durch eine umgefallene brennende Kerze", erläutert Michael Halfmann, Brandschutzexperte von Bayer Industry Services. Denn 12 bis 20 Prozent aller Brände von Fernsehern entstehen nicht im Gerät, sondern durch eine äußere Brandquelle. So werden in der neuen Norm Bereiche des Gerätes festgelegt, die von der Flamme einer umgefallenen Kerze erreicht werden können. Dort darf sich der Fernseher auch dann nicht entzünden, wenn er der Flamme drei Minuten lang ausgesetzt ist.

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"Mit unseren flammgeschützten PC/ABS-Blends und PC-Varianten ist man aber nicht nur in puncto IEC-Normen auf der sicheren Seite. Sie können auch unter Berücksichtigung der EU-Richtlinien WEEE und RohS problemlos als Gehäusewerkstoff eingesetzt werden", freut sich Guido Nachtigaeller, bei Bayer MaterialScience Senior Sales Manager für die IT-Industrie. WEEE steht für "Waste Electrical and Electronic Equipment": Danach müssen Kunststoffe, die bromierte Flammschutzmittel enthalten, aus Elektro- und Elektronik-Altgeräten entfernt und getrennt entsorgt werden. Die Richtlinie "Restriction of the use of certain hazardous substances in electrical and electronic equipment" (RohS) verbietet die Verwendung bestimmter bromierter Chemikalien in Elektro- und Elektronikgeräten. Die Flammschutzpakete von Bayblend® FR (FR = Flame Retardant) sowie entsprechender Varianten aus Makrolon® sind frei von Brom, Chlor und Antimon.

PC/ABS-Blends sind als Gehäusewerkstoff zum Beispiel für Drucker, Computer, Monitore und Fernseher längst etabliert. Denn sie haben exzellente mechanische Eigenschaften wie etwa eine hohe Dimensionsstabilität und Steifigkeit sowie eine sehr gute Zähigkeit über einen weiten Temperaturbereich. Außerdem erfüllen sie sicher die gängigen Belichtungsanforderungen, die für den Einsatz in Innenräumen zur Anwendung kommen.

Für flammgeschützte TV-Gehäuse und andere großflächige Teile mit geringen Wanddicken ist vor allem Bayblend® FR 3005HF prädestiniert: Es ist besonders leichtfließend und lässt sich äußerst wirtschaftlich verarbeiten. Mit flammgeschützten PC-Varianten wie Makrolon® 6557 können transparente Gehäuseteile gefertigt werden. Philips etwa setzt bei seinen Breitbild-Flat TVs mit Ambilight™ Technologie beide Materialklassen ein: An den Seiten des Gerätes wird in Ergänzung zu den Farben und der Lichtstärke auf dem Bildschirm Licht erzeugt und durch transluzente Balken aus flammwidrigem Makrolon® an die Umgebung abgegeben. Dieses Licht schafft Atmosphäre, sorgt für ein entspannteres Fernsehen und verbessert den subjektiv wahrgenommenen Bildkontrast. Das restliche Gehäuse der Philips Ambilight™ Fernseher wird aus Bayblend® FR gefertigt.

Mit einem Umsatz von 10,7 Milliarden Euro im Jahr 2005 gehört die Bayer MaterialScience AG zu den weltweit größten Polymer-Unternehmen. Geschäftsschwerpunkte sind die Herstellung von High-Tech-Polymerwerkstoffen und die Entwicklung innovativer Lösungen für Produkte, die in vielen Bereichen des täglichen Lebens Verwendung finden. Die wichtigsten Abnehmerbranchen sind die Automobilindustrie, die Elektro-/Elektronik-Branche sowie die Bau-, Sport- und Freizeitartikelindustrie. Bayer MaterialScience produziert an 40 Standorten rund um den Globus und beschäftigt etwa 18.800 Mitarbeiter. Bayer MaterialScience ist ein Unternehmen des Bayer-Konzerns.

News und Informationen über Produkte, Anwendungen und Services der Bayer MaterialScience AG sind unter "http://www.bayerbms.de" zu erhalten. Daten und Fakten speziell zum Unternehmen finden Sie unter "http://www.fakten.bayerbms.de".

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