Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Untersuchungen an ionenstrahlsynthetisierten CdSe-Nanokristallen ...

09.12.2005


... eröffnen Anwendungsperspektiven in optoelektronischen Bauelementen



Für seine materialwissenschaftliche Dissertation wurde Dr. Ingo Großhans mit dem Wissenschaftpreis der IHK Schwaben ausgezeichnet.



Durch strukturelle und optische Untersuchungen an ionenstrahlsynthetisierten CdSe-Nanokristallen hat der Augsburger Materialwissenschaftler Dr. Ingo Großhans die experimentellen Möglichkeiten auf dem Gebiet der Ionenstrahlsynthese mehrkomponentiger eingebetteter Halbleiter-Nanokristalle deutlich erweitert und damit die technologische Basis für deren mögliche Anwendungen in optoelektronischen Bauelementen geschaffen. Für seine Dissertation, die am Lehrstuhl für Experimentalphysik IV von Prof. Dr. Bernd Stritzker betreut wurde, ist Großhans kürzlich mit dem diesjährigen Wissenschaftspreis der Industrie- und Handelkammer Schwaben ausgezeichnet worden.

Mit Hilfe von Ionen-Implantation hat Großhans Lagen aus Halbleiter-Nanokristallen ganz gezielt in einem definierten Bereich von wenigen zehntausendstel Millimeter unterhalb der Oberfläche dünner Siliziumdioxidschichten hergestellt. Mit der Implantation nur eines Elementes wurde diese Technik in den letzten Jahren zwar bereits gut erforscht; mit der Implantation verschiedener Elementsorten und mit den daraus resultierenden Eigenschaften begibt Großhans sich dagegen auf ein noch sehr junges Forschungsgebiet. Das zentrale Problem dabei ist die mit der Anzahl der implantierten Elemente stark ansteigende Zahl der zu berücksichtigenden Prozessparameter. Um auf diesem Gebiet systematisch und effizient Untersuchungen durchzuführen zu können, gilt es, kombinatorische Materialsynthese-Verfahren auf die Technik der Ionen-Implantation anzuwenden.

Als Lichtverstärkungsmedium und Sensormaterial einsetzbar

Großhans konnte erstmals zeigen, dass die Bildung von optisch aktiven CdSe Nanokristalliten in dünnen Siliziumdioxidschichten auf Silizium mit einer sehr geringen thermischen Belastung möglich ist. Zudem konnte er an ionenstrahlsynthetisierten eingebetteten CdSe-Nanokristallen hohe Photolumineszenz-Ausbeuten erreichen, die maßgeblich vom Mengenverhältnis der implantierten Elemente beeinflusst werden. Seine Untersuchungen liefern einen Grundstock für optische, elektrooptische und photochemische Anwendungen in miniaturisierten Bauelementen. So eröffnet sich z. B. die Möglichkeit, mittels Ionen-Implantation synthetisierte Halbleiter-Nanokristalle in planaren Lichtwellenleitern herzustellen, die sich als Lichtverstärkungsmedium oder auch als Sensormaterial einsetzen lassen.

Kontakt:
Prof. Dr. Bernd Stritzker
Lehrstuhl für Experimentalphysik IV
Universität Augsburg
86135 Augsburg
Telefon 0821/598-3400
bernd.stritzker@physik.uni-augsburg.de

Klaus P. Prem | idw
Weitere Informationen:
http://www.uni-augsburg.de/

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Materialwissenschaften:

nachricht Beschichtung lässt Muscheln abrutschen
18.08.2017 | Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg

nachricht PKW-Verglasung aus Plastik?
15.08.2017 | Technische Hochschule Mittelhessen

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Materialwissenschaften >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Topologische Quantenzustände einfach aufspüren

Durch gezieltes Aufheizen von Quantenmaterie können exotische Materiezustände aufgespürt werden. Zu diesem überraschenden Ergebnis kommen Theoretische Physiker um Nathan Goldman (Brüssel) und Peter Zoller (Innsbruck) in einer aktuellen Arbeit im Fachmagazin Science Advances. Sie liefern damit ein universell einsetzbares Werkzeug für die Suche nach topologischen Quantenzuständen.

In der Physik existieren gewisse Größen nur als ganzzahlige Vielfache elementarer und unteilbarer Bestandteile. Wie das antike Konzept des Atoms bezeugt, ist...

Im Focus: Unterwasserroboter soll nach einem Jahr in der arktischen Tiefsee auftauchen

Am Dienstag, den 22. August wird das Forschungsschiff Polarstern im norwegischen Tromsø zu einer besonderen Expedition in die Arktis starten: Der autonome Unterwasserroboter TRAMPER soll nach einem Jahr Einsatzzeit am arktischen Tiefseeboden auftauchen. Dieses Gerät und weitere robotische Systeme, die Tiefsee- und Weltraumforscher im Rahmen der Helmholtz-Allianz ROBEX gemeinsam entwickelt haben, werden nun knapp drei Wochen lang unter Realbedingungen getestet. ROBEX hat das Ziel, neue Technologien für die Erkundung schwer erreichbarer Gebiete mit extremen Umweltbedingungen zu entwickeln.

„Auftauchen wird der TRAMPER“, sagt Dr. Frank Wenzhöfer vom Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI) selbstbewusst. Der...

Im Focus: Mit Barcodes der Zellentwicklung auf der Spur

Darüber, wie sich Blutzellen entwickeln, existieren verschiedene Auffassungen – sie basieren jedoch fast ausschließlich auf Experimenten, die lediglich Momentaufnahmen widerspiegeln. Wissenschaftler des Deutschen Krebsforschungszentrums stellen nun im Fachjournal Nature eine neue Technik vor, mit der sich das Geschehen dynamisch erfassen lässt: Mithilfe eines „Zufallsgenerators“ versehen sie Blutstammzellen mit genetischen Barcodes und können so verfolgen, welche Zelltypen aus der Stammzelle hervorgehen. Diese Technik erlaubt künftig völlig neue Einblicke in die Entwicklung unterschiedlicher Gewebe sowie in die Krebsentstehung.

Wie entsteht die Vielzahl verschiedener Zelltypen im Blut? Diese Frage beschäftigt Wissenschaftler schon lange. Nach der klassischen Vorstellung fächern sich...

Im Focus: Fizzy soda water could be key to clean manufacture of flat wonder material: Graphene

Whether you call it effervescent, fizzy, or sparkling, carbonated water is making a comeback as a beverage. Aside from quenching thirst, researchers at the University of Illinois at Urbana-Champaign have discovered a new use for these "bubbly" concoctions that will have major impact on the manufacturer of the world's thinnest, flattest, and one most useful materials -- graphene.

As graphene's popularity grows as an advanced "wonder" material, the speed and quality at which it can be manufactured will be paramount. With that in mind,...

Im Focus: Forscher entwickeln maisförmigen Arzneimittel-Transporter zum Inhalieren

Er sieht aus wie ein Maiskolben, ist winzig wie ein Bakterium und kann einen Wirkstoff direkt in die Lungenzellen liefern: Das zylinderförmige Vehikel für Arzneistoffe, das Pharmazeuten der Universität des Saarlandes entwickelt haben, kann inhaliert werden. Professor Marc Schneider und sein Team machen sich dabei die körpereigene Abwehr zunutze: Makrophagen, die Fresszellen des Immunsystems, fressen den gesundheitlich unbedenklichen „Nano-Mais“ und setzen dabei den in ihm enthaltenen Wirkstoff frei. Bei ihrer Forschung arbeiteten die Pharmazeuten mit Forschern der Medizinischen Fakultät der Saar-Uni, des Leibniz-Instituts für Neue Materialien und der Universität Marburg zusammen Ihre Forschungsergebnisse veröffentlichten die Wissenschaftler in der Fachzeitschrift Advanced Healthcare Materials. DOI: 10.1002/adhm.201700478

Ein Medikament wirkt nur, wenn es dort ankommt, wo es wirken soll. Wird ein Mittel inhaliert, muss der Wirkstoff in der Lunge zuerst die Hindernisse...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

International führende Informatiker in Paderborn

21.08.2017 | Veranstaltungen

Wissenschaftliche Grundlagen für eine erfolgreiche Klimapolitik

21.08.2017 | Veranstaltungen

DGI-Forum in Wittenberg: Fake News und Stimmungsmache im Netz

21.08.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Im Neptun regnet es Diamanten: Forscherteam enthüllt Innenleben kosmischer Eisgiganten

21.08.2017 | Physik Astronomie

Ein Holodeck für Fliegen, Fische und Mäuse

21.08.2017 | Biowissenschaften Chemie

Institut für Lufttransportsysteme der TUHH nimmt neuen Cockpitsimulator in Betrieb

21.08.2017 | Verkehr Logistik