Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Wirksame Vermeidung von und Umgang mit rauchgasseitiger Kesselkorrosion

07.12.2004


Korrosion ist in der Industrie überall dort ein Problem, wo oxidierende Umgebungen auftreten. Die Forschungen zu den Mechanismen dieses Prozesses haben das schottische Unternehmen Mitsui Babcock veranlasst, gestaltungstechnische und betriebliche Richtlinien zur Reduzierung der Kesselkorrosion zu erstellen.



Bei der Bewertung der Eignung von Materialien für die Nutzung in Kesselrohren mit Hinblick auf das Korrosionspotenzial ist der Grenzwert ausschlaggebend. Hierbei handelt es sich um die Temperatur, bei der das Material den maximal zulässigen Korrosionsgrad erreicht. Das hängt nicht nur von der Temperatur ab, sondern auch vom Material des Rohrs, von der chemischen Behandlung der Rohroberfläche sowie von der Expositionszeit.



Diese Bedingungen wurden in einem Labor verstärkt, um den Grad der Metallabnutzung beurteilen zu können. In der Studie wurden 6 verschiedene Arten von Rohrmaterialien untersucht, die eine unterschiedliche Metallzusammensetzung hatten. Die Tests dauerten 1000 Stunden. Während dieser Zeit hatten die Materialien Kontakt mit 6 verschiedenen Oberflächenablagerungen bei Temperaturen bis zu 800 Grad Celcius. Die Temperatur wurde mit der resultierenden Metallabnutzung in Zusammenhang gesetzt, wodurch Grenzwerte bestimmt werden konnten.

Die Auswirkungen von Korrosion wurden außerdem in kleineren Verbrennungsprüfständen und auf industrieller Ebene untersucht. Um die Korrosionsmechanismen zu bestimmen, wurden der Betrieb von Überhitzer- und Zwischenerhitzerelementen und die Verbrennung von Abfallmaterial ebenso untersucht wie Brennkammerwandrohre in reduzierenden Umgebungen.

Auf Grundlage der Forschungsergebnisse wurden gestaltungstechnische und betriebliche Richtlinien erstellt. Diese enthalten Schätzwerte für den Korrosionsgrad von verschiedenen Kesselrohrmaterialien unter bestimmten Bedingungen und mit unterschiedlichen Brennstoffmaterialien. Außerdem werden optimale Standorte für Überhitzer- und Zwischenerhitzerelemente vorgeschlagen. Desweiteren wird ausführlich beschrieben, wie die Korrosion durch die bessere Steuerung von reduzierenden Umgebungen minimiert werden kann.

Für die On-Line-Reinigung von Instrumenten sowie für die Nutzung von Abdeckungen zum Schutz von empfindlichen Bereichen werden hervorragende Beispiele für Gestaltung und Betrieb allgemein erläutert. In den Richtlinien werden auch die Nutzung von Prognosemodellen für Korrosionsraten und die Online-Überwachung von Korrosion angesprochen.

Diese Informationen stehen allen Partnern zur Verfügung, die an einer weiteren Beschäftigung mit dem Thema der rauchgasseitigen Korrosion interessiert sind.

Dr. Barry McGhee | ctm
Weitere Informationen:
http://www.mitsuibabcock.com

Weitere Berichte zu: Kesselkorrosion Korrosion Metallabnutzung Richtlinie Temperatur

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Materialwissenschaften:

nachricht PKW-Verglasung aus Plastik?
15.08.2017 | Technische Hochschule Mittelhessen

nachricht Ein Herz aus Spinnenseide
11.08.2017 | Universität Bayreuth

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Materialwissenschaften >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Forscher entwickeln maisförmigen Arzneimittel-Transporter zum Inhalieren

Er sieht aus wie ein Maiskolben, ist winzig wie ein Bakterium und kann einen Wirkstoff direkt in die Lungenzellen liefern: Das zylinderförmige Vehikel für Arzneistoffe, das Pharmazeuten der Universität des Saarlandes entwickelt haben, kann inhaliert werden. Professor Marc Schneider und sein Team machen sich dabei die körpereigene Abwehr zunutze: Makrophagen, die Fresszellen des Immunsystems, fressen den gesundheitlich unbedenklichen „Nano-Mais“ und setzen dabei den in ihm enthaltenen Wirkstoff frei. Bei ihrer Forschung arbeiteten die Pharmazeuten mit Forschern der Medizinischen Fakultät der Saar-Uni, des Leibniz-Instituts für Neue Materialien und der Universität Marburg zusammen Ihre Forschungsergebnisse veröffentlichten die Wissenschaftler in der Fachzeitschrift Advanced Healthcare Materials. DOI: 10.1002/adhm.201700478

Ein Medikament wirkt nur, wenn es dort ankommt, wo es wirken soll. Wird ein Mittel inhaliert, muss der Wirkstoff in der Lunge zuerst die Hindernisse...

Im Focus: Exotische Quantenzustände: Physiker erzeugen erstmals optische „Töpfe" für ein Super-Photon

Physikern der Universität Bonn ist es gelungen, optische Mulden und komplexere Muster zu erzeugen, in die das Licht eines Bose-Einstein-Kondensates fließt. Die Herstellung solch sehr verlustarmer Strukturen für Licht ist eine Voraussetzung für komplexe Schaltkreise für Licht, beispielsweise für die Quanteninformationsverarbeitung einer neuen Computergeneration. Die Wissenschaftler stellen nun ihre Ergebnisse im Fachjournal „Nature Photonics“ vor.

Lichtteilchen (Photonen) kommen als winzige, unteilbare Portionen vor. Viele Tausend dieser Licht-Portionen lassen sich zu einem einzigen Super-Photon...

Im Focus: Exotic quantum states made from light: Physicists create optical “wells” for a super-photon

Physicists at the University of Bonn have managed to create optical hollows and more complex patterns into which the light of a Bose-Einstein condensate flows. The creation of such highly low-loss structures for light is a prerequisite for complex light circuits, such as for quantum information processing for a new generation of computers. The researchers are now presenting their results in the journal Nature Photonics.

Light particles (photons) occur as tiny, indivisible portions. Many thousands of these light portions can be merged to form a single super-photon if they are...

Im Focus: Wissenschaftler beleuchten den „anderen Hochtemperatur-Supraleiter“

Eine von Wissenschaftlern des Max-Planck-Instituts für Struktur und Dynamik der Materie (MPSD) geleitete Studie zeigt, dass Supraleitung und Ladungsdichtewellen in Verbindungen der wenig untersuchten Familie der Bismutate koexistieren können.

Diese Beobachtung eröffnet neue Perspektiven für ein vertieftes Verständnis des Phänomens der Hochtemperatur-Supraleitung, ein Thema, welches die Forschung der...

Im Focus: Tests der Quantenmechanik mit massiven Teilchen

Quantenmechanische Teilchen können sich wie Wellen verhalten und mehrere Wege gleichzeitig nehmen, um an ihr Ziel zu gelangen. Dieses Prinzip basiert auf Borns Regel, einem Grundpfeiler der Quantenmechanik; eine mögliche Abweichung hätte weitreichende Folgen und könnte ein Indikator für neue Phänomene in der Physik sein. WissenschafterInnen der Universität Wien und Tel Aviv haben nun diese Regel explizit mit Materiewellen überprüft, indem sie massive Teilchen an einer Kombination aus Einzel-, Doppel- und Dreifachspalten interferierten. Die Analyse bestätigt den Formalismus der etablierten Quantenmechanik und wurde im Journal "Science Advances" publiziert.

Die Quantenmechanik beschreibt sehr erfolgreich das Verhalten von Partikeln auf den kleinsten Masse- und Längenskalen. Die offensichtliche Unvereinbarkeit...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Eröffnung der INC.worX-Erlebniswelt während der Technologie- und Innovationsmanagement-Tagung 2017

16.08.2017 | Veranstaltungen

Sensibilisierungskampagne zu Pilzinfektionen

15.08.2017 | Veranstaltungen

Anbausysteme im Wandel: Europäische Ackerbaubetriebe müssen sich anpassen

15.08.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Neue Einblicke in die Welt der Trypanosomen

16.08.2017 | Biowissenschaften Chemie

Maschinensteuerung an Anwender: Intelligentes System für mobile Endgeräte in der Fertigung

16.08.2017 | Informationstechnologie

Komfortable Software für die Genomanalyse

16.08.2017 | Informationstechnologie