Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Folienkleben mit EVM-Abmischungen: Vielseitigkeit ist Trumpf

07.11.2003


Anwendungsfelder für Folien mit eingebauter Kleberschicht aus Levamelt® liegen im Schutz von LCD-Displays und empfindlichen, laminierten Oberflächen – oder auch in wiederverschließbaren Verpackungen. Dabei liegt der Pfiff in der Einstellung eines gezielten nicht zu hohen Tacks, damit die Folie ohne viel Kraftaufwand wieder abgezogen werden kann.


Guter Tack, kautschuktypische Kohäsion und Adhäsion nach dem Baukastenprinzip


Kleben ist in den vergangenen Jahrzehnten zu einer wichtigen Technik geworden: Die Bereiche, in denen Klebstoffe zum Einsatz kommen, wachsen ständig. Um den vielfältigen, zum Teil neuen Anforderungen gerecht zu werden, bedarf es jedoch immer weiter verfeinerter Klebstoffrohstoffe, aus denen der Anwender sich das für seinen Zweck optimale Produkt komponieren kann.

Ihm kommt Bayer Polymers, ein Unternehmensbereich der Bayer AG, mit ihren Ethylen-Vinylacetat-Copolymeren (EVM) der Levamelt®-Familie entgegen, die sich dank ihrer besonderen Vielseitigkeit für viele anspruchsvolle Anwendungen auf dem Klebstoffsektor empfehlen. So lässt sich die Haftung der Levamelt®-Typen auf unterschiedlichen Substraten durch einfaches Mischen beim Klebstoffanwender einstellen. Das prädestiniert den Kautschuk zum Beispiel für die Produktion weichmacherfreier, co-extrudierter Folien, etwa für "smarte" Verpackungen. Bei den Mitgliedern der Levamelt®-Produktfamilie handelt es sich um Ethylen-Vinylacetat-Copolymere mit Vinylacetat-(VA)-Gehalten zwischen 40 und 90 Prozent, die nach einem von Bayer entwickelten Verfahren mit besonders gleichmäßiger Struktur und vorteilhaften Molekulargewichtsverteilungen hergestellt werden.


"Der maßgeschneiderte Aufbau dieses Elastomers bringt eine ganze Reihe von Vorteilen mit sich", so Dr. Martin Hoch, Klebstoffexperte bei Bayer Polymers. "EVM-Elastomere mit VA-Gehalten über 50 Prozent werden auch bei tiefen Temperaturen nicht spröde. Außerdem sind sie in jedem Verhältnis untereinander mischbar und auch mit Polyolefinen sehr gut verträglich. Dadurch kann der Anwender bereits mit wenigen Levamelt®-Typen am Lager ein breites Spektrum an unterschiedlichen Polaritäten abdecken." So lassen sich zum Beispiel transparente Klebefolien mit maßgeschneiderter Klebrigkeit auf den unterschiedlichsten Oberflächen mit kautschuktypischer Kohäsion und gleichmäßiger Adhäsion nach dem Baukastenprinzip zusammenstellen. "Levamelt®-Typen lassen sich bei Bedarf auch mit anderen Polymergranulaten ähnlicher Viskosität mischen - und zwar schnell und unkompliziert direkt am Extruder", so Dr. Hoch. "Damit ist der Folienhersteller als Anwender nicht mehr auf spezielle Klebstoff-Formulierungen angewiesen, die er für jede Aufgabe neu von seinem Lieferanten beziehen muss. Die Levamelt®-Technologie hält das immer wichtiger werdende Know-how im Hause des Verarbeiters - bei Bedarf natürlich mit Unterstützung von Bayer Polymers."

Auch im Langzeiteinsatz wissen die Levamelt®-Klebstoffrohstoffe zu überzeugen. Da das EVM-Molekülrückgrat praktisch keine Ansatzpunkte für Alterungsreaktionen enthält, behält es seine hervorragende Klebeeigenschaften auch über einen langen Zeitraum bei. Zudem lassen sich damit beschichtete Folien rückstandsfrei entfernen - nicht zuletzt auch, da für die Klebewirkung keinerlei Weichmacher vonnöten sind, die in das Substrat diffundieren könnten. Gerade in Folien kann der Klebstoffrohstoff seine Vorteile daher sogar besonders ausspielen: "Die gute Kohäsion des Werkstoffs erlaubt es, Klebefolien im besonders wirtschaftlichen Coextrusionsverfahren herzustellen. Beschichtungen auf Basis von Levamelt® kleben bereits ab Filmdicken von fünf Mikrometern", so Dr. Hoch. Durch diese Eigenschaftskombination hat sich Levamelt® bereits in der Produktion von Glas-Schutzfolien und wiederablösbaren Aufklebern für Werbezwecke bewährt. Dabei liegt der Pfiff in der Einstellung eines gezielten, nicht zu hohen Tacks, damit die Folie ohne viel Kraftaufwand wieder abgezogen werden kann. Weitere Anwendungsfelder liegen im Schutz von LCD-Displays und empfindlichen, laminierten Oberflächen - oder auch in wiederverschließbaren Verpackungen, die innen eine Klebeschicht enthalten. So lassen sich nach dem Coextrusionsverfahren mehrere Schichten, z.B. Siegelschicht, Klebeschicht auf Basis Levamelt® und Polyethylenfolie in einem Schritt und unter Verzicht auf den aufwendigen Hotmelt-Auftrag produzieren. "Darüber hinaus kann man die Verpackungseigenschaften mit EVM optimal auf die Kundenbedürfnisse abstimmen - so dass sich die Packungen schon beim ersten Gebrauch sanft und nicht ruckartig öffnen lassen." Erste Kundenversuche mit wiederverschließbaren Verpackungsfolien mit eingebauter Kleberschicht aus Levamelt® laufen bereits.

Hotline für Leseranfragen: F A X: (0221) 9902-160

Zukunftsgerichtete Aussagen Diese Presseinformation enthält bestimmte in die Zukunft gerichtete Aussagen, die auf den gegenwärtigen Annahmen und Prognosen der Unternehmensleitung des Bayer-Konzerns beruhen. Verschiedene bekannte wie auch unbekannte Risiken, Ungewissheiten und andere Faktoren können dazu führen, dass die tatsächlichen Ergebnisse, die Finanzlage, die Entwicklung oder die Performance der Gesellschaft wesentlich von den hier gegebenen Einschätzungen abweichen. Diese Faktoren schließen diejenigen ein, die wir in Berichten an die Frankfurter Wertpapierbörse sowie die amerikanische Wertpapieraufsichtsbehörde (inkl. Form 20-F) beschrieben haben. Die Gesellschaft übernimmt keinerlei Verpflichtung, solche zukunftsgerichteten Aussagen fortzuschreiben und an zukünftige Ereignisse oder Entwicklungen anzupassen.

BayNews Redaktion | BayNews
Weitere Informationen:
http://WWW.BayNews.BAYER.DE/BayNews/BayNews.nsf/pressaccess?Open&id=2003-0523

Weitere Berichte zu: Folie Kohäsion Levamelt Polymer Vielseitigkeit

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Materialwissenschaften:

nachricht Metamaterial mit Dreheffekt
24.11.2017 | Karlsruher Institut für Technologie

nachricht CAU-Forschungsteam entwickelt neues Verbundmaterial aus Kohlenstoffnanoröhren
22.11.2017 | Christian-Albrechts-Universität zu Kiel

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Materialwissenschaften >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Metamaterial mit Dreheffekt

Mit 3D-Druckern für den Mikrobereich ist es Forschern des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) gelungen ein Metamaterial aus würfelförmigen Bausteinen zu schaffen, das auf Druckkräfte mit einer Rotation antwortet. Üblicherweise gelingt dies nur mit Hilfe einer Übersetzung wie zum Beispiel einer Kurbelwelle. Das ausgeklügelte Design aus Streben und Ringstrukturen, sowie die zu Grunde liegende Mathematik stellen die Wissenschaftler in der aktuellen Ausgabe der renommierten Fachzeitschrift Science vor.

„Übt man Kraft von oben auf einen Materialblock aus, dann deformiert sich dieser in unterschiedlicher Weise. Er kann sich ausbuchten, zusammenstauchen oder...

Im Focus: Proton-Rekord: Magnetisches Moment mit höchster Genauigkeit gemessen

Hochpräzise Messung des g-Faktors elf Mal genauer als bisher – Ergebnisse zeigen große Übereinstimmung zwischen Protonen und Antiprotonen

Das magnetische Moment eines einzelnen Protons ist unvorstellbar klein, aber es kann dennoch gemessen werden. Vor über zehn Jahren wurde für diese Messung der...

Im Focus: New proton record: Researchers measure magnetic moment with greatest possible precision

High-precision measurement of the g-factor eleven times more precise than before / Results indicate a strong similarity between protons and antiprotons

The magnetic moment of an individual proton is inconceivably small, but can still be quantified. The basis for undertaking this measurement was laid over ten...

Im Focus: Reibungswärme treibt hydrothermale Aktivität auf Enceladus an

Computersimulation zeigt, wie der Eismond Wasser in einem porösen Gesteinskern aufheizt

Wärme aus der Reibung von Gestein, ausgelöst durch starke Gezeitenkräfte, könnte der „Motor“ für die hydrothermale Aktivität auf dem Saturnmond Enceladus sein....

Im Focus: Frictional Heat Powers Hydrothermal Activity on Enceladus

Computer simulation shows how the icy moon heats water in a porous rock core

Heat from the friction of rocks caused by tidal forces could be the “engine” for the hydrothermal activity on Saturn's moon Enceladus. This presupposes that...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Forschungsschwerpunkt „Smarte Systeme für Mensch und Maschine“ gegründet

24.11.2017 | Veranstaltungen

Schonender Hüftgelenkersatz bei jungen Patienten - Schlüssellochchirurgie und weniger Abrieb

24.11.2017 | Veranstaltungen

Kinderanästhesie aktuell: Symposium für Ärzte und Pflegekräfte

23.11.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Treibjagd in der Petrischale

24.11.2017 | Biowissenschaften Chemie

Riesen-Drehmomentsensor aus der PTB bringt Präzision vom Labor in den Prüfstand

24.11.2017 | Energie und Elektrotechnik

Projekt RadVerS – Welcher Radfahrtyp sind Sie?

24.11.2017 | Verkehr Logistik