Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

MATFORM an der TU Darmstadt gegründet

07.08.2000


Materialforschungsverbund Rhein-Main an der TU Darmstadt gegründet

MATFORM heißt der Materialforschungsverbund Rhein-Main, der jetzt an der TU Darmstadt gegründet worden ist. Die Universität folgt damit dem Vorschlag des Wissenschaftsrates zur Gründung lokaler Kompetenzzentren, die Forschung, Entwicklung und Weiterbildung in der Kooperation über die Fächergrenzen hinweg und im engen Verbund mit der Industrie vorantreiben sollen. Für Materialforschung und Werkstoffentwicklung gibt es solche Zentren bereits an einigen Standorten. Nur wenige haben jedoch in ihrem nahen Umfeld eine so große Zahl fachlich ausgewiesener Forschungsinstitute und interessierter Industrieunternehmen wie die TU Darmstadt. Mit der Gründung von MATFORM hat die Hochschule nun die organisatorische Grundlage für die Zusammenarbeit aller auf dem Gebiet der Materialforschung und Werkstofftechnik arbeitenden Einrichtungen im Rhein-Main-Gebiet geschaffen.
Der Verbund, in dem mehr als 25 Institute und Arbeitsgruppen der TU Darmstadt, externe Einrichtungen wie z. B. die Materialprüfungsanstalt (MPA) und das Deutsche Kunststoff-institut (DKI) sowie zahlreiche Industrieunternehmen zusammenarbeiten werden, zielt auf die Erschließung neuer Anwendungsfelder, auf die Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit vor allem mittelständischer Unternehmen und die Erweiterung der Perspektiven für die Materialforschung und Werkstoffentwicklung in der Region. Diese Aufgaben sind drei Bereichen zugeordnet: Der Bereich "Wissenschaftliche Kompetenzfelder" bearbeitet innovative und strategisch wichtige Themen auf dem Gebiet der Werkstoffforschung und -entwicklung; der Bereich "Weiterbildung" ergänzt das bestehende Angebot zur Förderung des wissenschaftlich-technischen Nachwuchses und für die berufliche Weiterbildung der Experten in der Praxis; der Bereich "Dienstleistungen" bietet eine zentrale Beratungs- und Servicestelle für Anfragen aus der Industrie und für die Bearbeitung von staatlichen oder industriellen Materialforschungsprojekten.
In den Verbund können aktive, kooperative und fördernde Mitglieder aufgenommen werden. Neben dem Vorstand, zu dessen Vorsitzendem Prof. Dr. Hans Eckart Exner vom Fachbereich Materialwissenschaft der TU Darmstadt gewählt wurde, ist ein Kuratorium vorgesehen, in dem Experten aus Industrie und Wirtschaft die Arbeit von MATFORM beraten und begleiten. Im gesamten Entscheidungsprozeß haben die Mitglieder von MATFORM ein satzungsmäßig verankertes Mitspracherecht.
Weitere Informationen: Prof. Dr. Hans Eckart Exner, Fachbereich Materialwissenschaft, Petersenstr. 23, 64287 Darmstadt, Tel. 06151/163512, Fax 16 5557, e-mail:
 exner@hrzpub.tu-darmstadt.de

Diplom-Volkswirtin Sabine Gerbaulet |

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Materialwissenschaften:

nachricht Mikroplastik in Meeren: Hochschule Niederrhein forscht an biologisch abbaubarer Sport-Kleidung
18.09.2017 | Hochschule Niederrhein - University of Applied Sciences

nachricht Flexibler Leichtbau für individualisierte Produkte durch 3D-Druck und Faserverbundtechnologie
13.09.2017 | Fraunhofer-Institut für Produktionstechnologie IPT

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Materialwissenschaften >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Hochpräzise Verschaltung in der Hirnrinde

Es ist noch immer weitgehend unbekannt, wie die komplexen neuronalen Netzwerke im Gehirn aufgebaut sind. Insbesondere in der Hirnrinde der Säugetiere, wo Sehen, Denken und Orientierung berechnet werden, sind die Regeln, nach denen die Nervenzellen miteinander verschaltet sind, nur unzureichend erforscht. Wissenschaftler um Moritz Helmstaedter vom Max-Planck-Institut für Hirnforschung in Frankfurt am Main und Helene Schmidt vom Bernstein-Zentrum der Humboldt-Universität in Berlin haben nun in dem Teil der Großhirnrinde, der für die räumliche Orientierung zuständig ist, ein überraschend präzises Verschaltungsmuster der Nervenzellen entdeckt.

Wie die Forscher in Nature berichten (Schmidt et al., 2017. Axonal synapse sorting in medial entorhinal cortex, DOI: 10.1038/nature24005), haben die...

Im Focus: Highly precise wiring in the Cerebral Cortex

Our brains house extremely complex neuronal circuits, whose detailed structures are still largely unknown. This is especially true for the so-called cerebral cortex of mammals, where among other things vision, thoughts or spatial orientation are being computed. Here the rules by which nerve cells are connected to each other are only partly understood. A team of scientists around Moritz Helmstaedter at the Frankfiurt Max Planck Institute for Brain Research and Helene Schmidt (Humboldt University in Berlin) have now discovered a surprisingly precise nerve cell connectivity pattern in the part of the cerebral cortex that is responsible for orienting the individual animal or human in space.

The researchers report online in Nature (Schmidt et al., 2017. Axonal synapse sorting in medial entorhinal cortex, DOI: 10.1038/nature24005) that synapses in...

Im Focus: Tiny lasers from a gallery of whispers

New technique promises tunable laser devices

Whispering gallery mode (WGM) resonators are used to make tiny micro-lasers, sensors, switches, routers and other devices. These tiny structures rely on a...

Im Focus: Wundermaterial Graphen: Gewölbt wie das Polster eines Chesterfield-Sofas

Graphen besitzt extreme Eigenschaften und ist vielseitig verwendbar. Mit einem Trick lassen sich sogar die Spins im Graphen kontrollieren. Dies gelang einem HZB-Team schon vor einiger Zeit: Die Physiker haben dafür eine Lage Graphen auf einem Nickelsubstrat aufgebracht und Goldatome dazwischen eingeschleust. Im Fachblatt 2D Materials zeigen sie nun, warum dies sich derartig stark auf die Spins auswirkt. Graphen kommt so auch als Material für künftige Informationstechnologien infrage, die auf der Verarbeitung von Spins als Informationseinheiten basieren.

Graphen ist wohl die exotischste Form von Kohlenstoff: Alle Atome sind untereinander nur in der Ebene verbunden und bilden ein Netz mit sechseckigen Maschen,...

Im Focus: Hochautomatisiertes Fahren bei Schnee und Regen: Robuste Warnehmung dank intelligentem Sensormix

Schlechte Sichtverhältnisse bei Regen oder Schnellfall sind für Menschen und hochautomatisierte Fahrzeuge eine große Herausforderung. Im europäischen Projekt RobustSENSE haben die Forscher von Fraunhofer FOKUS mit 14 Partnern, darunter die Daimler AG und die Robert Bosch GmbH, in den vergangenen zwei Jahren eine Softwareplattform entwickelt, auf der verschiedene Sensordaten von Kamera, Laser, Radar und weitere Informationen wie Wetterdaten kombiniert werden. Ziel ist, eine robuste und zuverlässige Wahrnehmung der Straßensituation unabhängig von der Komplexität und der Sichtverhältnisse zu gewährleisten. Nach der virtuellen Erprobung des Systems erfolgt nun der Praxistest, unter anderem auf dem Berliner Testfeld für hochautomatisiertes Fahren.

Starker Schneefall, ein Ball rollt auf die Fahrbahn: Selbst ein Mensch kann mitunter nicht schnell genug erkennen, ob dies ein gefährlicher Gegenstand oder...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Die Erde und ihre Bestandteile im Fokus

21.09.2017 | Veranstaltungen

23. Baltic Sea Forum am 11. und 12. Oktober nimmt Wirtschaftspartner Finnland in den Fokus

21.09.2017 | Veranstaltungen

6. Stralsunder IT-Sicherheitskonferenz im Zeichen von Smart Home

21.09.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

OLED auf hauchdünnem Edelstahl

21.09.2017 | Messenachrichten

Weniger (Flug-)Lärm dank Mathematik

21.09.2017 | Physik Astronomie

In Zeiten des Klimawandels: Was die Farbe eines Sees über seinen Zustand verrät

21.09.2017 | Geowissenschaften