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Mit weniger Stahl zu höherer Festigkeit und Crashsicherheit

10.10.2008
Menschen, Material und Maschinen lauten die Antworten der Westfalia Presstechnik GmbH & Co. KG auf den Innovations- und Preisdruck der Branche. Auf dem ersten Westfalia Innoday Anfang September gab der Automobilzulieferer an seinem Standort im sächsischen Crimmitschau Einblicke in eigene Entwicklungen und diskutierte mit Kunden, Lieferanten sowie weiteren Partnern generelle Trends in der Umformtechnik.

Die Menschen waren ein wesentliches Kriterium für die Ansiedlung des Tochterunternehmens der Heitkamp & Thumann Gruppe vor zehn Jahren in Sachsen. „Die Region ist von jeher Autogegend mit guten Fachkräften und einer kompetenten Hochschullandschaft“, sagt Mathias Schwarzendahl, Vorsitzender der Geschäftsführung des 160 Mitarbeiter zählenden Unternehmens, und verweist auf eine Vision zur Gründung: „Wir haben damals mit der Produktion von Sitzschienen begonnen und hatten von Anfang an das Ziel, die Kompetenz für alle Metallstrukturen am Autositz aufzubauen.“

Genaudiese Vision und noch etwas mehr ist Realität. Heute werden Sitzschalen, Lehnen und Seitenelemente auf sieben Hochleistungs-Transferpressen mit Presskräften zwischen 630 und 1600 t hergestellt und in einem modernen Roboterpark zu Baugruppen verschweißt. Hinzu kommen Karosseriestruk-turteile und Fahrwerkskomponenten, die mittlerweile rund ein Viertel des Umsatzes ausmachen, der 2007 etwa 64 Mio. Euro betrug. Die Produkte aus Crimmitschau sind in allen Automarken der Welt zu finden.

Westfalia Presstechnik spezialisiert auf die Umformung hoch- und höchstfester Stähle

Das konsequente Erschließen von Innovationspotenzialen und der Aufbau von Kernkompetenzen sind wesentlich für den Unternehmenserfolg. „Das Material ist für uns eine solche Kompetenz“, erklärt Jens Mogdans, Geschäftsführer Vertrieb und Marketing. Die Westfalia Presstechnik hat sich auf die Umformung von hoch- und höchstfesten Stählen mit einer maximalen Blechstärke von 3 mm spezialisiert. Mindestens 80% aller Produkte weisen diese hohen Festigkeiten auf. „Nach vorn bringt uns hier die gute Zusammenarbeit mit Lieferanten wie Thyssen-Krupp Steel oder Bilstein“, betont Jens Mogdans.

Mit Bilstein ist es der Westfalia Presstechnik beispielsweise gelungen, die Belastung für eine Sitzschiene zu verdoppeln und gleichzeitig die Materialdicke von 2 mm auf 1,5 mm zu reduzieren. An solchen Innovationen, die gleichermaßen zur Gewichtseinsparung und Crashsicherheit im Auto beitragen, wird konsequent gearbeitet. Großes Potenzial sieht das Crimmitschauer Unternehmen in der Entwicklung der sogenannten X-IP-Stähle, die bei hoher Festigkeit gute Umformeigenschaften besitzen und sich durch eine beträchtliche Energieaufnahme auszeichnen. Auch wenn diese Werkstoffentwicklung noch im Forschungsstadium steckt und Probleme wie eine Wasserstoffversprödung am Endprodukt zu lösen sind, arbeitet der Crimmitschauer Umformspezialist gezielt auf den Einsatz dieses Materials hin.

Dietmar Kuhn | MM MaschinenMarkt
Weitere Informationen:
http://www.maschinenmarkt.vogel.de/themenkanaele/produktion/umformtechnik/articles/148627/

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