Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Schneller gravieren dank neuer Steuerung

10.06.2009
Für Graveure spielen neben der Markierungsqualität die Geschwindigkeit der Maschine und die Gesamtbearbeitungszeit eines Gravierauftrags eine Rolle. Mit der Steuerung IQ+ wird nun schnelleres Gravieren möglich.

Während sich in der Graviermaschinenbranche die Bemühungen in Forschung und Entwicklung in den letzten Jahren auf die Gravierqualität konzentriert haben, hat sich das Unternehmen Gravotech eine höhere Graviergeschwindigkeit als Ziel gesetzt. Obwohl die Qualität beibehalten wurde, konnte mit dem elektronischen Überwachungs- und Steuerungssystem IQ+ die Geschwindigkeit von Gravierprozessen um maximal 50% gesteigert werden. Neue Funktionen sollen zudem die Handhabung vereinfachen.

Verbesserte Bewegungen für schnelleres Gravieren

Mit der neuen Steuerung wurden drei Bewegungen verbessert: die Vertikalgeschwindigkeit des Gravierstiftes, die Bewegungsgeschwindigkeit zwischen zwei Gravierprozessen und die Schreibgeschwindigkeit.

Ein wesentlicher Teil der Zykluszeit eines Graviervorgangs besteht aus den vertikalen Bewegungen des Stiftes. So wurde die Steuerung darauf optimiert, die Geschwindigkeit der Spindel auf der Z-Achse zu steigern. Bei dem Komplettsystem M20, das sich besonders für Typenschilder sowie die industrielle Kleinbeschilderung im Gravierbereich von 100 mm × 100 mm eignet, konnte die Geschwindigkeit von 25 auf 40 mm/s erhöht werden, erläutert der Hersteller.

Für die Graviermaschine M40, die besonders für technische Schilder bis zu einer Größe von 305 mm × 210 mm eingesetzt wird, konnte die Geschwindigkeit von 25 auf 40mm/s gesteigert werden. Die Graviergeschwindigkeit des Modells IS400 wurde von 35 auf 120 mm/s erhöht. Diese Maschine eignet sich damit auch für leichte Fräsarbeiten.

Die Zeitspanne zwischen zwei Gravierprozessen mit der Spindel in angehobener Position wirkt sich auf die allgemeine Auftragsbearbeitungszeit aus. So wurde im nächsten Schritt das Augenmerk der Entwicklung auf die Bewegung ohne Belastung gelegt. Für das Modell M20 konnte laut Gravotech die Geschwindigkeit auf 50 mm/s verdoppelt und für die Graviermaschine IS400 von 60 auf 150 mm/s gesteigert werden.

Feststehender Diamant verdrängt das Material

Darüber hinaus wurde die Schreibgeschwindigkeit mit einem nicht-rotierenden Diamanten auf einer anodisierten Aluminiumplatte erhöht. In diesem Bearbeitungsprozess wird das Material durch den kontinuierlichen Druck des Diamanten nicht abgetragen, sondern verdrängt. Somit unterliegt diese Markierung nicht den Einschränkungen der spanabhebenden Bearbeitung und der Markierauftrag kann schneller beendet werden.

Zu den neuen Funktionen der Steuerung zählt der automatische Offset im Braillesystem, der Blindenschrift. Die relative Position zwischen der Bohrspindel und dem Einführungssystem für die Kügelchen zur Erzeugung des Braille-Textes wird automatisch berücksichtigt.

Positionierhilfe erleichtert visuelles Anordnen der Gravur auf dem Objekt

Mit dem Laserpointer der Positionierhilfe „Point n‘ Shoot“ kann der Anwender die Gravur visuell auf dem Objekt anordnen und den Auftrag vor der Durchführung simulieren. Die Fernbedienungsfunktion verwaltet die Parameter, sobald der Auftrag an die Maschine übergeben wird.

Die Arbeitsspeicherkapazität der Maschinenelektronik wurde mit neuen CPU-Boards um den Faktor 4 gesteigert. So sollen nun auch große Aufträge wie Data-Matrix-Markierungen in einem einzigen Auftrag ohne Informationsverlust übertragen werden können.

Die Steuerung erweitert auch das Leistungsspektrum der Maschinen. Große Elemente können in mehreren Arbeitsschritten markiert werden. Der Bediener wird informiert, wenn die Werkstückaufnahme versetzt werden muss.

Seit März 2009 werden die M- und IS-Serien mit der verbesserten Steuerung geliefert. Vorgängermodelle können laut Herstellerangaben nachgerüstet werden.

Monika Zwettler | MM MaschinenMarkt
Weitere Informationen:
http://www.maschinenmarkt.vogel.de/themenkanaele/produktion/spanende_fertigung/articles/191098/

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Maschinenbau:

nachricht Untersuchung klimatischer Einflüsse in der Klimazelle - Werkzeugmaschinen im Check-Up
01.02.2018 | Fraunhofer-Institut für Werkzeugmaschinen und Umformtechnik

nachricht 3D-Druck von Metallen: Neue Legierung ermöglicht Druck von sicheren Stahl-Produkten
23.01.2018 | Universität Kassel

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Maschinenbau >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Vorstoß ins Innere der Atome

Mit Hilfe einer neuen Lasertechnologie haben es Physiker vom Labor für Attosekundenphysik der LMU und des MPQ geschafft, Attosekunden-Lichtblitze mit hoher Intensität und Photonenenergie zu produzieren. Damit konnten sie erstmals die Interaktion mehrere Photonen in einem Attosekundenpuls mit Elektronen aus einer inneren atomaren Schale beobachten konnten.

Wer die ultraschnelle Bewegung von Elektronen in inneren atomaren Schalen beobachten möchte, der benötigt ultrakurze und intensive Lichtblitze bei genügend...

Im Focus: Attoseconds break into atomic interior

A newly developed laser technology has enabled physicists in the Laboratory for Attosecond Physics (jointly run by LMU Munich and the Max Planck Institute of Quantum Optics) to generate attosecond bursts of high-energy photons of unprecedented intensity. This has made it possible to observe the interaction of multiple photons in a single such pulse with electrons in the inner orbital shell of an atom.

In order to observe the ultrafast electron motion in the inner shells of atoms with short light pulses, the pulses must not only be ultrashort, but very...

Im Focus: Good vibrations feel the force

Eine Gruppe von Forschern um Andrea Cavalleri am Max-Planck-Institut für Struktur und Dynamik der Materie (MPSD) in Hamburg hat eine Methode demonstriert, die es erlaubt die interatomaren Kräfte eines Festkörpers detailliert auszumessen. Ihr Artikel Probing the Interatomic Potential of Solids by Strong-Field Nonlinear Phononics, nun online in Nature veröffentlich, erläutert, wie Terahertz-Laserpulse die Atome eines Festkörpers zu extrem hohen Auslenkungen treiben können.

Die zeitaufgelöste Messung der sehr unkonventionellen atomaren Bewegungen, die einer Anregung mit extrem starken Lichtpulsen folgen, ermöglichte es der...

Im Focus: Good vibrations feel the force

A group of researchers led by Andrea Cavalleri at the Max Planck Institute for Structure and Dynamics of Matter (MPSD) in Hamburg has demonstrated a new method enabling precise measurements of the interatomic forces that hold crystalline solids together. The paper Probing the Interatomic Potential of Solids by Strong-Field Nonlinear Phononics, published online in Nature, explains how a terahertz-frequency laser pulse can drive very large deformations of the crystal.

By measuring the highly unusual atomic trajectories under extreme electromagnetic transients, the MPSD group could reconstruct how rigid the atomic bonds are...

Im Focus: Verlässliche Quantencomputer entwickeln

Internationalem Forschungsteam gelingt wichtiger Schritt auf dem Weg zur Lösung von Zertifizierungsproblemen

Quantencomputer sollen künftig algorithmische Probleme lösen, die selbst die größten klassischen Superrechner überfordern. Doch wie lässt sich prüfen, dass der...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Von festen Körpern und Philosophen

23.02.2018 | Veranstaltungen

Spannungsfeld Elektromobilität

23.02.2018 | Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - April 2018

21.02.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Vorstoß ins Innere der Atome

23.02.2018 | Physik Astronomie

Wirt oder Gast? Proteomik gibt neue Aufschlüsse über Reaktion von Rifforganismen auf Umweltstress

23.02.2018 | Biowissenschaften Chemie

Wie Zellen unterschiedlich auf Stress reagieren

23.02.2018 | Biowissenschaften Chemie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics