Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Schmiedepresse für Flugzeug-Komponenten in Auftrag genommen

28.01.2009
Siempelkamp, Krefeld, hat den Auftrag für Bau und Lieferung einer 25/30-MN-Schmiedepresse für das Freiformschmieden und Biegeumformen von Aluminium-Sonderlegierungen für die Luftfahrtindustrie erhalten.

Die neue 2-Säulen-Freiformschmiedepresse wird Schmiedeteile als Fertigprodukt oder als Vorprodukt für die nachfolgenden Gesenkschmiedeprozesse herstellen. Sie bringt eine Kraft von 25 MN beim Schmieden und von 30 MN beim Stauchen auf. Der Pressenhub beträgt 2400 mm. Der 6 m lange Pressentisch kann um insgesamt 6,5 m verfahren werden. Dieser Hub wird für das Umformen große Strukturteile benötigt. Die neue Presse ersetzt eine alte, die ursprünglich renoviert werden sollte. Interne Untersuchungen des Kunden ergaben jedoch Kostenvorteile für die Neuinvestition.

Eine technische Besonderheit ist, dass der mittlere Presszylinder in den Oberholm integriert und der Kolben in den Laufholm eingezapft ist. Dieses Design in Verbindung mit einem X-Führungssystem gewährleistet eine exakte Führung des Laufholms über den gesamten Pressenhub auch bei hohen exzentrischen Lasten. Das Gewicht des Laufholmes ist gegenüber einem umlaufend geführten Laufholm geringer, was der geforderten hohen Schmiedefrequenz zugute kommt. Darüber hinaus ist dieses Design kostengünstiger in der Herstellung.

Pressendesign gewährleistet kurze Lieferzeit

Für den Kunden bedeutet das Pressendesign eine kurze Lieferzeit, denn Siempelkamp stellt Teile dieser Größenordnung in der eigenen Gießerei her und bietet mit seinem Fertigungsbetrieb Lösungen aus „einer Hand“. Zwischen Auftragseingang und Lieferung der Pressenmechanik vergehen lediglich 14 Monate. Dieser Punkt war bei der Auftragsvergabe besonders wichtig.

Dementsprechend ist der Terminplan bis zum Produktionsbeginn der Anlage eng: Die Lieferung der Presse ist für Ende 2009 geplant, sie wird Anfang 2010 in Betrieb gehen.

Siempelkamp, Oilgear Towler und Glama arbeiten zusammen

Im Projekt arbeiten Siempelkamp, Oilgear Towler und Glama in einen Konsortium zusammen. Siempelkamp konstruiert und fertigt die gesamte Pressenmechanik und die Werkzeugwechseleinrichtungen. Besondere Herausforderung bei der Konstruktion der Presse war, dass ihre Gesamthöhe wegen einer Kranbahn 10 m nicht überschreiten darf. In dem Laufholm ist eine automatische Werkzeugdreh- und Klemmungvorrichtung integriert. Der Werkzeugwechsel erfolgt über eine Sattelquerverschiebung mit drei Positionen und einem Sattelmagazin mit vier Positionen.

Oilgear Towler France liefert den ölhydraulischen Direktantrieb, der für einen maximalen Betriebsdruck von 420 bar ausgelegt ist, sowie die elektrische Steuerung. Glama liefert für das Materialhandling einen schienengebundenen Manipulator und einen stationären Hub-Drehtisch.

Die gesamte Schmiedeanlage wird dem Standard für CE Pressensicherheit gemäß der neuen Richtlinie DIN EN 14673 2007-04 entsprechen.

Jürgen Schreier | MM MaschinenMarkt
Weitere Informationen:
http://www.maschinenmarkt.vogel.de/themenkanaele/produktion/giessenundschmieden/articles/168598/

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Maschinenbau:

nachricht Aufwind für die Luftfahrt: University of Twente entwickelt leistungsstarke Verbindungsmethode
23.01.2017 | University of Twente

nachricht Satellitengestützte Lasermesstechnik gegen den Klimawandel
17.01.2017 | Fraunhofer-Institut für Lasertechnik ILT

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Maschinenbau >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Scientists spin artificial silk from whey protein

X-ray study throws light on key process for production

A Swedish-German team of researchers has cleared up a key process for the artificial production of silk. With the help of the intense X-rays from DESY's...

Im Focus: Forscher spinnen künstliche Seide aus Kuhmolke

Ein schwedisch-deutsches Forscherteam hat bei DESY einen zentralen Prozess für die künstliche Produktion von Seide entschlüsselt. Mit Hilfe von intensivem Röntgenlicht konnten die Wissenschaftler beobachten, wie sich kleine Proteinstückchen – sogenannte Fibrillen – zu einem Faden verhaken. Dabei zeigte sich, dass die längsten Proteinfibrillen überraschenderweise als Ausgangsmaterial schlechter geeignet sind als Proteinfibrillen minderer Qualität. Das Team um Dr. Christofer Lendel und Dr. Fredrik Lundell von der Königlich-Technischen Hochschule (KTH) Stockholm stellt seine Ergebnisse in den „Proceedings“ der US-Akademie der Wissenschaften vor.

Seide ist ein begehrtes Material mit vielen erstaunlichen Eigenschaften: Sie ist ultraleicht, belastbarer als manches Metall und kann extrem elastisch sein....

Im Focus: Erstmalig quantenoptischer Sensor im Weltraum getestet – mit einem Lasersystem aus Berlin

An Bord einer Höhenforschungsrakete wurde erstmals im Weltraum eine Wolke ultrakalter Atome erzeugt. Damit gelang der MAIUS-Mission der Nachweis, dass quantenoptische Sensoren auch in rauen Umgebungen wie dem Weltraum eingesetzt werden können – eine Voraussetzung, um fundamentale Fragen der Wissenschaft beantworten zu können und ein Innovationstreiber für alltägliche Anwendungen.

Gemäß dem Einstein’schen Äquivalenzprinzip werden alle Körper, unabhängig von ihren sonstigen Eigenschaften, gleich stark durch die Gravitationskraft...

Im Focus: Quantum optical sensor for the first time tested in space – with a laser system from Berlin

For the first time ever, a cloud of ultra-cold atoms has been successfully created in space on board of a sounding rocket. The MAIUS mission demonstrates that quantum optical sensors can be operated even in harsh environments like space – a prerequi-site for finding answers to the most challenging questions of fundamental physics and an important innovation driver for everyday applications.

According to Albert Einstein's Equivalence Principle, all bodies are accelerated at the same rate by the Earth's gravity, regardless of their properties. This...

Im Focus: Mikrobe des Jahres 2017: Halobacterium salinarum - einzellige Urform des Sehens

Am 24. Januar 1917 stach Heinrich Klebahn mit einer Nadel in den verfärbten Belag eines gesalzenen Seefischs, übertrug ihn auf festen Nährboden – und entdeckte einige Wochen später rote Kolonien eines "Salzbakteriums". Heute heißt es Halobacterium salinarum und ist genau 100 Jahre später Mikrobe des Jahres 2017, gekürt von der Vereinigung für Allgemeine und Angewandte Mikrobiologie (VAAM). Halobacterium salinarum zählt zu den Archaeen, dem Reich von Mikroben, die zwar Bakterien ähneln, aber tatsächlich enger verwandt mit Pflanzen und Tieren sind.

Rot und salzig
Archaeen sind häufig an außergewöhnliche Lebensräume angepasst, beispielsweise heiße Quellen, extrem saure Gewässer oder – wie H. salinarum – an...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Neuer Algorithmus in der Künstlichen Intelligenz

24.01.2017 | Veranstaltungen

Gehirn und Immunsystem beim Schlaganfall – Neueste Erkenntnisse zur Interaktion zweier Supersysteme

24.01.2017 | Veranstaltungen

Hybride Eisschutzsysteme – Lösungen für eine sichere und nachhaltige Luftfahrt

23.01.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Im Interview mit Harald Holzer, Geschäftsführer der vitaliberty GmbH

24.01.2017 | Unternehmensmeldung

MAIUS-1 – erste Experimente mit ultrakalten Atomen im All

24.01.2017 | Physik Astronomie

European XFEL: Forscher können erste Vorschläge für Experimente einreichen

24.01.2017 | Physik Astronomie