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Eine Schleifmaschine für alle Medizintechnik-Prozesse

17.02.2010
Auf der Sonderschau „Metal meets Medical“ bei der Metav 2010 demonstriert der Schütte die Komplettfertigung eines Kniegelenks auf der Präzisionsschleifmaschine der Baureihe 305. Der Gussrohling wird eingespannt, das montagefertige Gelenkteil am Ende entnommen. Dazwischen finden das Vor- und Fertigschleifen, das Fräsen mit Schaft- und Kugelfräsern, das mehrstufige Bandschleifen und Polieren statt.

Kennzeichnend für diese Fünf-Achs-CNC-Schleifmaschine ist die flexible Anwendung hinsichtlich der Werkstückgeometrie. Die unter 30° geneigte Schleifspindel sorgt für einen steifen Achsaufbau und ermöglicht weitere Vorteile: einen großen Arbeitsraum bei kleiner Aufstellfläche, gute Zugänglichkeit beim Rüsten und freie Sicht auf die Schleifstelle. Diese Produktivitätsmerkmale stellt der Aussteller auf der Sonderschau „Metal meets Medical“ heraus.

Schleifmaschine beherrscht komplexe Achsbewegungen

Eine wesentliche Voraussetzung für die komplexen Achsbewegungen ist die digitale Steuerung. In Verbindung mit der Software SIGS seien dennoch einfaches Programmieren und Bedienen der Schleifmaschine sichergestellt.

Mehr Produktivität verspricht zudem die Automatisierung. So ermöglicht ein automatischer Schleifscheibenwechsler mit vier, fünf, zwölf oder 24 Magazinplätzen entweder die Abdeckung eines breiten Bearbeitungsspektrums oder die Bevorratung von Schleifprozessen zur Bearbeitung unterschiedlicher Werkstoffe direkt in der Maschine.

Schleifmaschine zeigt sich beim Werkstückhandling flexibel

Auch beim Werkstückhandling ist man variabel: Entweder wird mit Hilfe eines Pick-up-Laders aus Paletten und Kettenmagazinen heraus gearbeitet oder ein Roboter übernimmt die Werkstückzuführung und -entnahme.

Auf der Sonderschau ist die Schleifmaschine als automatisches Schleifzentrum konzipiert: mit einem Wechsler für die Schleifscheiben und einem 50-fach-Kettenlader für die zu schleifenden Kniegelenke. Mit diesen Automatisierungskomponenten ist eine mannlose Kniegelenkfertigung möglich.

Schleifmaschinen-Spannzangenmagazin beim Durchmesser flexibel

Als einen großen Fortschritt hebt Schütte dabei die Durchmesserflexibilität des Spannzangenmagazins hervor. Sie ermöglicht, unterschiedliche Werkstücke komplett automatisiert zu bearbeiten – ohne Einschränkung bei der Fertigungspräzision.

Dazu verfügt die Maschine über ein hochgenau laufendes Hydrodehnspannfutter. Die Spannzangen unterschiedlicher Durchmesser werden automatisch aus dem Magazin genommen und im Spannfutter arretiert.

Die Software SIGS kann dabei sowohl eine vom Durchmesser abhängige Bündelung des Werkzeugvorrats unterstützen als auch die rein auftragsbezogene Abarbeitung der Prozessschritte – und das auch im Mischbetrieb.

Spielfreie, temperierte Direktantriebe in allen Achsen der Schleifmaschine

Für die Bewegung aller Achsen sind spielfreie, temperierte Direktantriebe verantwortlich. Im Vergleich zu Schleifmaschinen mit Kugelgewindetrieben ermöglicht das laut Schütte eine deutlich höhere Verfahrdynamik und -präzision. Der Anwender profitiere dabei von einer höheren Produktivität, Maßgenauigkeit und Oberflächengüte. Das zahle sich besonders bei der Herstellung anspruchsvoller Profilformen aus, wie man sie nicht nur in der Medizintechnik finde, sondern auch beim Werkzeugschleifen.

Schütte Schleiftechnik GmbH auf der Metav 2010: Halle 9, Stand D09

Josef-Martin Kraus | MM MaschinenMarkt
Weitere Informationen:
http://www.maschinenmarkt.vogel.de/themenkanaele/produktion/zerspanungstechnik/articles/250748/

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