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Unter die Lupe

11.08.2010
...geraten normalerweise Partikelverunreinigungen. Doch die Clean Controlling GmbH legt sie unter den Stempel. Sauberkeitskontrollen spielen nach der Bauteilreinigung eine wichtige Rolle. Und nicht nur da, denn auch durch Montageprozesse sowie beim Transport und der Lagerung können die "kleinen Störteilchen" auf Bauteile gelangen und später Schäden anrichten. Mit dem Partikelstempel bietet das Unternehmen ein einfach zu handhabendes Werkzeug für das zuverlässige und schnelle Partikelmonitoring von Bauteilen, Montageumgebungen und Verpackungen.

Wie sauber soll es sein?

Ging es bei der "technischen Sauberkeit" vor kurzem nur um Partikelverunreinigungen auf Bauteilen, betrifft dieses Thema inzwischen auch Montage, Lagerung und Transport von Werkstücken. Denn insbesondere in Fügeprozessen wie Schrauben, Sicken, Einpressen oder Nieten entstehen Partikel, die sich auf funktionsrelevanten Bauteiloberflächen ablagern und später Schäden verursachen können. Auch Schmutz, der von Fahrwegen aufgewirbelt wird, sich auf Lagerflächen sowie in Behältern und Verpackungen befindet, stellt eine Gefahrenquelle dar. Die Anforderungen an eine sauberkeitsgerechte Produktion untersuchte der Industrieverband "MontSa" (Montagesauberkeit), die Ergebnisse sind im Gelbdruck des Leitfadens VDA Band 19, Teil 2 veröffentlicht worden. Dieser Leitfaden stellt unter anderem Methoden für Partikel-Ist-Analysen von Oberflächen in der Montage vor. Dazu zählt auch der Partikelstempel.

Und wie geht´s?

Mit diesem patentierten Stempeltest lassen sich Untersuchungen einfach und schnell sowie ohne aufwendige und zeitintensive Nassextraktion durchführen. Dafür wird der Partikelstempel aus seiner Halterung entnommen, die Schutzfolie vom 40 mm messenden Klebepad abgezogen und diese auf die Extraktionsstelle gedrückt. Durch die Ausstattung mit einem Federelement sowie einem gehäuseintegrierten Anschlag erfolgt jede Probenahme mit identischem, definiertem Anpressdruck über die gesamte Prüffläche, was die Vergleichbarkeit der Proben gewährleistet. Im Gegensatz dazu hängt bei herkömmlichen Stempeltests ohne Federelement der Anpressdruck von der Probe nehmenden Person ab. Während des Transports zur Analyse verhindert ein integrierter Deckel, dass sich Partikel aus der Umgebung auf dem Stempel festsetzen. Die auf dem Klebepad fixierten Partikel können nach der Probenahme sofort mikroskopisch sowie rasterelektronisch ausgewertet werden. Dabei lassen sich zuverlässige Informationen zur Partikelanzahl, Partikelgröße und Partikelzusammensetzung ermitteln, die innerhalb kürzester Zeit zur Verfügung stehen.

Hier wird "gestempelt"

Durch die einfache und sichere Handhabung kann der Partikelstempel beispielsweise zur Kontrolle der technischen Sauberkeit auf der Oberfläche von geraden bis leicht gekrümmten Bauteilen; Profilen und Rohren eingesetzt werden. Ein weiterer Anwendungsbereich ist die Bestimmung von Anzahl und Größe der Partikel, die in Montageprozessen entstehen. Ebenso lässt sich nach einer eventuell erfolgten Prozessoptimierung, beispielsweise der Integration einer Absaugung, deren Erfolg kontrollieren. Die Festlegung beziehungsweise Überprüfung der Reinigungszyklen an Montagearbeitsplätzen oder Fahrwegen sind weitere Anwendungen, die sich mit dem Partikelstempel schnell und sicher realisieren lassen.

Darüber hinaus ermöglicht er die einfache Sauberkeitskontrolle von Lagerplätzen und Verpackungen wie beispielsweise Behältern und KLTs. Geht es darum, eine sauberkeitssensible Fertigung engmaschig zu überwachen, bietet der Partikelstempel durch die unkomplizierte und leichte Durchführung der Partikelextraktion sowie den geringe Analyseaufwand Vorteile. Angeboten wird der Partikelstempel in Verpackungseinheiten zu fünf Stück mit Archivierungslabel und speziellem Stift zur Beschriftung.

| SCOPE
Weitere Informationen:
http://www.scope-online.de/Produktionstechnik--Werkzeugmaschinen/Unter-die-Lupe_id_2786__dId_534610__app_510-30205_.htm

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