Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

EXIST-Forschungstransferantrag „eosMetrology“ erfolgreich - Optimale Qualitätsprüfung von Werkteilen

20.04.2011
Der EXIST-Forschungstransferantrag „eosMetrology“ der Universität Stuttgart wurde am 5. April 2011 positiv begutachtet.

Für 18 Monate fördert das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie das Gründungsvorhaben von Dr. Christian Kohler vom Institut für Technische Optik (ITO), David Fleischle und David Baureis von der Graduate School of Excellence advanced Manufacturing Engineering.


3D Messung von Mikrolinsen mit einem konfokalen Mikroskop. Quelle: Institut für Technische Optik

Wolfram Lyda vom ITO wird dem interdisziplinären Team beratend zur Seite stehen. Die Forscher wollen ein konfokales Mikroskop, das mit dem Auge unsichtbare Abweichungen in mikroskopisch kleinen Oberflächenstrukturen von Werkteilen aufdecken kann, in ein robustes und zuverlässiges Serienprodukt überführen. Das konfokale Messsystem war zuvor am ITO entwickelt worden.

In der Fertigung ist es wichtig, die Qualität der hergestellten Produkte schnell und zuverlässig zu überprüfen, damit das produzierende Unternehmen erfolgreich bleibt. Die weit verbreiteten taktilen Messgeräte, die mit berührenden Sensoren Oberflächen Stück für Stück abtasten, haben den Nachteil, dass sie lange für eine Messung brauchen und keine flächigen Messwerte liefern. Mit dem konfokalen Mikroskop können relativ schnell virtuelle optische Schnitte von einem Objekt gemacht werden, die ein Computer zu räumlichen Darstellungen zusammensetzt. Das neue konfokale Mikroskop ist klein und leicht, wodurch es für die Fertigungskontrolle direkt in Koordinatenmessmaschinen und Fertigungsmaschinen integriert werden kann.

Durch seine spezielle Konstruktion ist es gegenüber Umwelteinflüssen wie Schwingungen oder Temperaturänderungen sehr robust. Mit der konfokalen Messtechnik können erheblich steilere Gradienten des Messobjekts erfasst werden als mit einer anderen optischen Messtechnik, der Weisslichtinterferometrie. Auch schwache und unstrukturierte, ebene Flächen können mit dem Konfokalmikroskop problemlos gemessen werden. Im Vergleich zu anderen optischen Messgeräten wollen die Stuttgarter Unternehmensgründer ihr konfokales Mikroskop deutlich günstiger herstellen.

Die mikroskopischen optischen Messtechniken und speziell die konfokale Mikroskopie können beispielsweise eingesetzt werden, um Mikrooptiken zu kontrollieren oder die Qualität von Wafern zu überprüfen, den Grundplatten für elektronische Bauelemente. Auch die Oberflächen von Schneidkanten oder Druckwalzen können mit dem konfokalen Mikroskop „beäugt“ werden, im Prinzip jede Mikrostruktur von Oberflächen.

Neben dem Vertrieb von optischen Messsystemen werden die Jungunternehmer ihre Kunden auch rund um die optische Messtechnik beraten. Dr. Christian Kohler, Leiter des Teams, sieht für das Projekt sehr gute Erfolgschancen: „Durch die langjährige Erfahrung im Bereich der 3D-Oberflächenmesstechnik am Institut für Technische Optik ist es uns möglich, direkt auf die Anforderungen einzelner Industriekunden einzugehen und so kundenspezifische Lösungen anzubieten.“ Das Interesse der Industrie an dem Produkt sei jedenfalls groß, so Kohler. Die Projektbearbeitung und die Vorbereitung der Unternehmensgründung erfolgt in enger Zusammenarbeit mit dem ITO sowie dem Gründungsbüro der Universität Stuttgart.

Weitere Informationen bei Dr. Christian Kohler, Universität Stuttgart, Institut für Technische Optik, Tel. 0711/685-66569, e-Mail: kohler@ito.uni-stuttgart.de

Andrea Mayer-Grenu | idw
Weitere Informationen:
http://www.uni-stuttgart.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Maschinenbau:

nachricht Elektrische Spannung: Kaiserslauterer Ingenieure erforschen Versagen bei Kugellagern
28.03.2017 | Technische Universität Kaiserslautern

nachricht Modulares Fertigungssystem für Kettenräder
15.03.2017 | EMAG GmbH & Co. KG

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Maschinenbau >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Quantenkommunikation: Wie man das Rauschen überlistet

Wie kann man Quanteninformation zuverlässig übertragen, wenn man in der Verbindungsleitung mit störendem Rauschen zu kämpfen hat? Uni Innsbruck und TU Wien präsentieren neue Lösungen.

Wir kommunizieren heute mit Hilfe von Funksignalen, wir schicken elektrische Impulse durch lange Leitungen – doch das könnte sich bald ändern. Derzeit wird...

Im Focus: Entwicklung miniaturisierter Lichtmikroskope - „ChipScope“ will ins Innere lebender Zellen blicken

Das Institut für Halbleitertechnik und das Institut für Physikalische und Theoretische Chemie, beide Mitglieder des Laboratory for Emerging Nanometrology (LENA), der Technischen Universität Braunschweig, sind Partner des kürzlich gestarteten EU-Forschungsprojektes ChipScope. Ziel ist es, ein neues, extrem kleines Lichtmikroskop zu entwickeln. Damit soll das Innere lebender Zellen in Echtzeit beobachtet werden können. Sieben Institute in fünf europäischen Ländern beteiligen sich über die nächsten vier Jahre an diesem technologisch anspruchsvollen Projekt.

Die zukünftigen Einsatzmöglichkeiten des neu zu entwickelnden und nur wenige Millimeter großen Mikroskops sind äußerst vielfältig. Die Projektpartner haben...

Im Focus: A Challenging European Research Project to Develop New Tiny Microscopes

The Institute of Semiconductor Technology and the Institute of Physical and Theoretical Chemistry, both members of the Laboratory for Emerging Nanometrology (LENA), at Technische Universität Braunschweig are partners in a new European research project entitled ChipScope, which aims to develop a completely new and extremely small optical microscope capable of observing the interior of living cells in real time. A consortium of 7 partners from 5 countries will tackle this issue with very ambitious objectives during a four-year research program.

To demonstrate the usefulness of this new scientific tool, at the end of the project the developed chip-sized microscope will be used to observe in real-time...

Im Focus: Das anwachsende Ende der Ordnung

Physiker aus Konstanz weisen sogenannte Mermin-Wagner-Fluktuationen experimentell nach

Ein Kristall besteht aus perfekt angeordneten Teilchen, aus einer lückenlos symmetrischen Atomstruktur – dies besagt die klassische Definition aus der Physik....

Im Focus: Wegweisende Erkenntnisse für die Biomedizin: NAD⁺ hilft bei Reparatur geschädigter Erbinformationen

Eine internationale Forschergruppe mit dem Bayreuther Biochemiker Prof. Dr. Clemens Steegborn präsentiert in 'Science' neue, für die Biomedizin wegweisende Forschungsergebnisse zur Rolle des Moleküls NAD⁺ bei der Korrektur von Schäden am Erbgut.

Die Zellen von Menschen und Tieren können Schäden an der DNA, dem Träger der Erbinformation, bis zu einem gewissen Umfang selbst reparieren. Diese Fähigkeit...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Industriearbeitskreis »Prozesskontrolle in der Lasermaterialbearbeitung ICPC« lädt nach Aachen ein

28.03.2017 | Veranstaltungen

Neue Methoden für zuverlässige Mikroelektronik: Internationale Experten treffen sich in Halle

28.03.2017 | Veranstaltungen

Wie Menschen wachsen

27.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Organisch-anorganische Heterostrukturen mit programmierbaren elektronischen Eigenschaften

29.03.2017 | Energie und Elektrotechnik

Klein bestimmt über groß?

29.03.2017 | Physik Astronomie

OLED-Produktionsanlage aus einer Hand

29.03.2017 | Messenachrichten