Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Engrat- und Schleifmaschinen mit Planetenkopftechnik

10.10.2008
Bei der Maschinenfabrik Hans Weber steht die Planetenkopftechnik im Mittelpunkt der Euroblech-Präsentation. Sie wird zum definierten, reproduzierbaren Verrunden scharfer Schnittkanten von flächigen Metallteilen eingesetzt.

Diese Bearbeitungstechnik lässt sich in den Maschinen von Weber mit konventionellen Schleifverfahren kombinieren. Die Planetenkopftechnik wird in zwei Varianten angeboten: Eine Ausführung arbeitet mit sechs Werkzeugen pro Kopf, die in zwei Reihen angeordnet sind. Die andere, kompakte Ausführung mit zwei Werkzeugen pro Kopf hat eine einreihige Anordnung. Sie kommt inzwischen auch für die beidseitige Bearbeitung – oben und unten – zur Anwendung.

Die verschiedenen Schleiftechniken präsentiert Weber auf der Messe anhand zweier Maschinenreihen. Von denen wurde die Baureihe Weber TT S um Breitbandschleifmaschinen erweitert, die für gängige Anforderungen hinsichtlich der Laufzeit ausgelegt sind. Bisher bestand diese Baureihe nur aus Maschinen, die eine oder zwei Stationen mit Planetenköpfen umfasste. Die Erweiterungen werden bei der Dünnblechbearbeitung je nach Anforderung mit einer Schleifwalze mit Endlosschleifband dem einem kompakten Planetenkopf P2 bestückt.

Für die Bearbeitung von Blechdicken ab 4 mm hat sich die Maschine Weber STC mit Bolzenschleifbalken und Endlosschleifband am Markt etabliert. Mit Hilfe dieser Technik lassen sich Dickenunterschiede, die laut Weber bei diesen Blechdicken häufig vorkommen, verarbeiten. Auch dem Verzug kann damit begegnet werden. Günstige Anschaffungskosten und lange Bandstandzeiten ermöglichten, die Schleifmittelkosten niedrig zu halten. Ein weiterer wirtschaftlicher Vorteil wird in der Vielfachbeschickung gesehen. Qualitativ komme die hohe Reproduzierbarkeit der Schleifergebnisse zum Tragen. Werden Laser- oder Plasmaschnitte bearbeitet, ist zusätzlich der kompakte Planetenkopf P2 installierbar, um die Schnittkanten zu verrunden.

Alle Maschinen von Weber für den Trocken- und Nassschliff sind mit einem Touchscreen-Steuerung ausgestattet. Die Ausführung und Anordnung der Schleifstationen seien „frei wählbar“. Einfache und klar gegliederte Bildschirmmasken machten die Bedienung „spielend einfach“. Bei den Nassschleifmaschinen befindet sich ein Großteil der Technik – darunter die Verstellantriebe, die Oszillationssteuerung und Lagerstellen – im Trockenbereich.

So wird laut Weber in der Praxis eine große Verfügbarkeit der Entgratmaschinen sichergestellt. Der Transporttisch ist mit einer Vakuumsauganlage ausgestattet, was den Transport kleinerer Teile erleichtert und das wässrige Kühlschmiermittel zum Großteil bereits im Maschineninnenraum in den Filterkreislauf zurückführt. Das vereinfacht das anschließende Trocknen der Teile.

Über den Wasserkreislauf wird der Materialabtrag aus dem Maschineninnenraum ausgespült. Ein von Weber entwickelter Separator, der in den Maschinenständer integriert ist, trennt zuverlässig Wasser und Luft und schützt so die Vakuumpumpe. Diese Technik arbeitet verschleißfrei und wird seit Jahren in den Nassschleifmaschinen von Weber eingesetzt.

Hans Weber Maschinenfabrik GmbH auf der Euroblech 2008: Halle 12 Stand H66

Josef-Martin Kraus | MM MaschinenMarkt
Weitere Informationen:
http://www.maschinenmarkt.vogel.de/themenkanaele/produktion/oberflaechentechnik/articles/148621/

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Maschinenbau:

nachricht Baukasten-System für die Linienfertigung: Die VL-Baureihe von EMAG
21.02.2017 | EMAG GmbH & Co. KG

nachricht Fraunhofer IWS Dresden kooperiert mit starkem Forschungspartner in Singapur
14.02.2017 | Fraunhofer-Institut für Werkstoff- und Strahltechnik IWS

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Maschinenbau >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Mehr Sicherheit für Flugzeuge

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem totalen Triebwerksausfall zum Einsatz kommt, um den Piloten ein sicheres Gleiten zu einem Notlandeplatz zu ermöglichen, und ein Assistenzsystem für Segelflieger, das ihnen das Erreichen größerer Höhen erleichtert. Präsentiert werden sie von Prof. Dr.-Ing. Wolfram Schiffmann auf der Internationalen Fachmesse für Allgemeine Luftfahrt AERO vom 5. bis 8. April in Friedrichshafen.

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem...

Im Focus: HIGH-TOOL unterstützt Verkehrsplanung in Europa

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt sich bewerten, wie verkehrspolitische Maßnahmen langfristig auf Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt wirken. HIGH-TOOL ist ein frei zugängliches Modell mit Modulen für Demografie, Wirtschaft und Ressourcen, Fahrzeugbestand, Nachfrage im Personen- und Güterverkehr sowie Umwelt und Sicherheit. An dem nun erfolgreich abgeschlossenen EU-Projekt unter der Koordination des KIT waren acht Partner aus fünf Ländern beteiligt.

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt...

Im Focus: Zinn in der Photodiode: nächster Schritt zur optischen On-Chip-Datenübertragung

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium allein – die stoffliche Basis der Chip-Produktion – sind als Lichtquelle kaum geeignet. Jülicher Physiker haben nun gemeinsam mit internationalen Partnern eine Diode vorgestellt, die neben Silizium und Germanium zusätzlich Zinn enthält, um die optischen Eigenschaften zu verbessern. Das Besondere daran: Da alle Elemente der vierten Hauptgruppe angehören, sind sie mit der bestehenden Silizium-Technologie voll kompatibel.

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium...

Im Focus: Innovative Antikörper für die Tumortherapie

Immuntherapie mit Antikörpern stellt heute für viele Krebspatienten einen Erfolg versprechenden Ansatz dar. Weil aber längst nicht alle Patienten nachhaltig von diesen teuren Medikamenten profitieren, wird intensiv an deren Verbesserung gearbeitet. Forschern um Prof. Thomas Valerius an der Christian Albrechts Universität Kiel gelang es nun, innovative Antikörper mit verbesserter Wirkung zu entwickeln.

Immuntherapie mit Antikörpern stellt heute für viele Krebspatienten einen Erfolg versprechenden Ansatz dar. Weil aber längst nicht alle Patienten nachhaltig...

Im Focus: Durchbruch mit einer Kette aus Goldatomen

Einem internationalen Physikerteam mit Konstanzer Beteiligung gelang im Bereich der Nanophysik ein entscheidender Durchbruch zum besseren Verständnis des Wärmetransportes

Einem internationalen Physikerteam mit Konstanzer Beteiligung gelang im Bereich der Nanophysik ein entscheidender Durchbruch zum besseren Verständnis des...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

6. Internationale Fachkonferenz „InnoTesting“ am 23. und 24. Februar 2017 in Wildau

22.02.2017 | Veranstaltungen

Wunderwelt der Mikroben

22.02.2017 | Veranstaltungen

Der Lkw der Zukunft kommt ohne Fahrer aus

21.02.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Ursache für eine erbliche Muskelerkrankung entdeckt

22.02.2017 | Medizin Gesundheit

Möglicher Zell-Therapieansatz gegen Zytomegalie

22.02.2017 | Biowissenschaften Chemie

Meeresforschung in Echtzeit verfolgen

22.02.2017 | Geowissenschaften