Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

CNC-Maschine bedient und reinigt sich selbst

13.08.2009
CNC-Maschinen verfügen bereits heute über 95% der Fähigkeiten, die ein Roboter benötigt. Für eine beispiellos wirtschaftliche Automation werden lediglich geeignete Werkzeuge zum Handhaben, Reinigen und Kennzeichnen sowie ein einfacher Werkstückspeicher benötigt. Ein neues Automatisierungs-System erfüllt diese Forderungen.

Die aktuellen Entwicklungen und Trends im Bereich der Werkzeugmaschinen hin zu schnellem Werkzeugwechsel, zu einfacher Programmierung und zur Vier- oder Fünf-Achs-Bearbeitung fordern von der Maschine geradezu, Bauteile zu handhaben, zu wenden und diese somit komplett und selbstständig zu bearbeiten. Und genau diese Arbeiten lassen sich mit der nun vorgestellten Automatisierungslösung durchführen.

Im Vergleich zu Robotern hat das vorgestellte System erhebliche Vorteile, was Raumbedarf, Investitionskosten und Zugänglichkeit der Maschine betrifft. Mit einem Greifbereich von 0,5 bis 500 mm und einem zulässigen Werkstückgewicht von 1 g bis 60 kg wird mit den Handhabungswerkzeugen der NC-Automation ein Einsatzbereich abgedeckt, der größer ist als bei den meisten Robotern. Von Vorteil ist auch, dass keine Verquickung zweier unterschiedlicher Maschinensteuerungen notwendig ist und der Bediener lediglich für eine Steuerung ausgebildet und trainiert werden muss.

Flexible Lösungen zur Automation sind möglich

Flexible Lösungen zur Automation einzelner aber auch zur Verkettung mehrerer Werkzeugmaschinen sind durch die modular aufgebauten und patentierten Komponenten gut möglich. Die Werkstückspeicher werden lediglich über Maschinen(M)-Befehle mit der Werkzeugmaschine verknüpft. Sie bringen die Bauteile in den Greifbereich der Maschinenspindel.

Die adäquat zu Zerspanungswerkzeugen eingesetzten Handhabungswerkzeuge sind modular aufgebaut und für unterschiedlichste Maschinenanschlüsse geeignet. Sie verfügen über eine Ausgleichsfunktion in bis zu vier Achsen, so dass selbst Rohteile exakt gegen Anschläge positioniert werden können. Und sie haben einen Überlastschutz, der schwerwiegende Beschädigungen der Spindel und des Werkzeuges auch im Crashfall verhindert.

Handhabungswerkzeuge sind im Magazin untergebracht

Für Werkstücke über 120 mm Greif-abstand stehen Klappgreiferaufsätze zur Verfügung, die sich zusammenfalten, um in den Magazinen der Werkzeugmaschinen Platz zu finden. Nach der Entnahme aus dem Magazin klappen die Greifer aus, weswegen Bauteile bis zu einer Greifbreite von 500 mm gehandhabt werden können.

Die automatischen Kennzeichnungswerkzeuge eignen sich zur dauerhaften Kennzeichnung von Bauteilen aus den unterschiedlichsten Werkstoffen mit einer Härte bis zu 60 HRC. Sie können – ohne sich selbst zu drehen und ohne Kühlschmiermittel oder Druckluft – so schnell kennzeichnen, wie die Maschine dies zulässt. Unebenheiten bis 5 mm haben dabei auf die Kennzeichnungstiefe keinen Einfluss. Die Kennzeichnungstiefe lässt sich durch einen Stellring stufenlos vorwählen. Die Kennzeichnungswerkzeuge lassen sich in gleicher Weise in Robotern, Bearbeitungszentren und Drehmaschinen einsetzen.

Etwas Besonderes sind auch die Reinigungswerkzeuge. Sie übernehmen nicht nur das automatische Reinigen der Spannvorrichtung, des Werkstückes und des Maschinentisches, sondern auch die Eigenreinigung des Maschineninnenraumes.

Karl Bauch ist Geschäftsführer der NC-Automation GmbH in 87437 Kempten.

Karl Bauch | MM MaschinenMarkt
Weitere Informationen:
http://www.maschinenmarkt.vogel.de/themenkanaele/automatisierung/montageundhandhabungstechnik/articles/225196/

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Maschinenbau:

nachricht IPH entwickelt Prüfstand für angetriebene Tragrollen
29.11.2016 | IPH - Institut für Integrierte Produktion Hannover gGmbH

nachricht LZH optimiert laserbasierte CFK-Nachbearbeitung für die Luftfahrtindustrie
24.11.2016 | Laser Zentrum Hannover e.V.

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Maschinenbau >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Greifswalder Forscher dringen mit superauflösendem Mikroskop in zellulären Mikrokosmos ein

Das Institut für Anatomie und Zellbiologie weiht am Montag, 05.12.2016, mit einem wissenschaftlichen Symposium das erste Superresolution-Mikroskop in Greifswald ein. Das Forschungsmikroskop wurde von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und dem Land Mecklenburg-Vorpommern finanziert. Nun können die Greifswalder Wissenschaftler Strukturen bis zu einer Größe von einigen Millionstel Millimetern mittels Laserlicht sichtbar machen.

Weit über hundert Jahre lang galt die von Ernst Abbe 1873 publizierte Theorie zur Auflösungsgrenze von Lichtmikroskopen als ein in Stein gemeißeltes Gesetz....

Im Focus: Durchbruch in der Diabetesforschung: Pankreaszellen produzieren Insulin durch Malariamedikament

Artemisinine, eine zugelassene Wirkstoffgruppe gegen Malaria, wandelt Glukagon-produzierende Alpha-Zellen der Bauchspeicheldrüse (Pankreas) in insulinproduzierende Zellen um – genau die Zellen, die bei Typ-1-Diabetes geschädigt sind. Das haben Forscher des CeMM Forschungszentrum für Molekulare Medizin der Österreichischen Akademie der Wissenschaften im Rahmen einer internationalen Zusammenarbeit mit modernsten Einzelzell-Analysen herausgefunden. Ihre bahnbrechenden Ergebnisse werden in Cell publiziert und liefern eine vielversprechende Grundlage für neue Therapien gegen Typ-1 Diabetes.

Seit einigen Jahren hatten sich Forscher an diesem Kunstgriff versucht, der eine simple und elegante Heilung des Typ-1 Diabetes versprach: Die vom eigenen...

Im Focus: Makromoleküle: Mit Licht zu Präzisionspolymeren

Chemikern am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) ist es gelungen, den Aufbau von Präzisionspolymeren durch lichtgetriebene chemische Reaktionen gezielt zu steuern. Das Verfahren ermöglicht die genaue, geplante Platzierung der Kettengliedern, den Monomeren, entlang von Polymerketten einheitlicher Länge. Die präzise aufgebauten Makromoleküle bilden festgelegte Eigenschaften aus und eignen sich möglicherweise als Informationsspeicher oder synthetische Biomoleküle. Über die neuartige Synthesereaktion berichten die Wissenschaftler nun in der Open Access Publikation Nature Communications. (DOI: 10.1038/NCOMMS13672)

Chemische Reaktionen lassen sich durch Einwirken von Licht bei Zimmertemperatur auslösen. Die Forscher am KIT nutzen diesen Effekt, um unter Licht die...

Im Focus: Neuer Sensor: Was im Inneren von Schneelawinen vor sich geht

Ein neuer Radarsensor erlaubt Einblicke in die inneren Vorgänge von Schneelawinen. Entwickelt haben ihn Ingenieure der Ruhr-Universität Bochum (RUB) um Dr. Christoph Baer und Timo Jaeschke gemeinsam mit Kollegen aus Innsbruck und Davos. Das Messsystem ist bereits an einem Testhang im Wallis installiert, wo das Schweizer Institut für Schnee- und Lawinenforschung im Winter 2016/17 Messungen damit durchführen möchte.

Die erhobenen Daten sollen in Simulationen einfließen, die das komplexe Geschehen im Inneren von Lawinen detailliert nachbilden. „Was genau passiert, wenn sich...

Im Focus: Neuer Rekord an BESSY II: 10 Millionen Ionen erstmals bis auf 7,4 Kelvin gekühlt

Magnetische Grundzustände von Nickel2-Ionen spektroskopisch ermittelt

Ein internationales Team aus Deutschland, Schweden und Japan hat einen neuen Temperaturrekord für sogenannte Quadrupol-Ionenfallen erreicht, in denen...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Von „Coopetition“ bis „Digitale Union“ – Die Fertigungsindustrien im digitalen Wandel

02.12.2016 | Veranstaltungen

Experten diskutieren Perspektiven schrumpfender Regionen

01.12.2016 | Veranstaltungen

Die Perspektiven der Genom-Editierung in der Landwirtschaft

01.12.2016 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Parkinson-Krankheit und Dystonien: DFG-Forschergruppe eingerichtet

02.12.2016 | Förderungen Preise

Smart Data Transformation – Surfing the Big Wave

02.12.2016 | Studien Analysen

Nach der Befruchtung übernimmt die Eizelle die Führungsrolle

02.12.2016 | Biowissenschaften Chemie