Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

µm-genaues Fräsen filigraner Konturen

08.11.2007
Im Werkzeug- und Formenbau werden immer filigranere Strukturen und höhere Präzision verlangt. Viele Unternehmen setzen dabei auf Graphitelektroden. Weil Graphit äußerst wärmestabil und nahezu verzugsfrei ist erst bei zirka 3825° C setzt die Sublimation, also der Übergang vom festen in den gasförmigen Zustand ein , eignen sich die Elektroden besonders gut für die Herstellung von Formen.

Um nun solche Elektroden prozesssicher zu produzieren kommen moderne CNC-Maschinen zum Einsatz. Denn sie können extrem maßhaltige 3D-Konturen im µm-Bereich exakt herstellen Voraussetzung sind jedoch hochwertige Werkzeuge.

Um die engen Toleranzen bei der Elektrodenfertigung einzuhalten, sind extrem genaue und standfeste Fräswerkzeuge nötig. Das gilt vor allem bei der Bearbeitung von hochabrasivem Graphit.

Rundlaufgenauigkeit von 3 µm

Spezialität der Hartmetall-Werkzeugfabrik Zecha GmbH in Königsbach-Stein sind diamantbeschichtete Hartmetall-Fräser für die Graphitbearbeitung. Bernd Kirchner vom technischen Vertrieb ist maßgeblich an der Entwicklung dieser Werkzeuge beteiligt: „Kleinste Toleranzen von maximal 10 µm in Durchmesser und Form sowie eine Rundlaufgenauigkeit von nur 3 µm das ist unsere Welt.

Bei der Herstellung kleinster Fräser, unbeschichtet ab 0,05 mm Durchmesser, fühlen wir uns erst richtig wohl. Glatte Oberflächen und höchste Präzision am Werkstück sind dabei stets unser Ziel.“ Nur so sind hohe Vorschübe, hohes Zerspanvolumen und kurze Bearbeitungszeiten im Produktionsprozess zu realisieren.

Beschichtung beeinflusst Fertigungsqualität beim Fräsen

Bei den geforderten Toleranzen im µm-Bereich wirken sich allerdings schon dünnste Verschleißschutzbeschichtungen negativ auf Formhaltigkeit, Durchmesser und Rundlaufgenauigkeit aus und beeinflussen die Qualität des Werkzeugs entscheidend.

Mit diesem Wissen wandte sich Zecha an die Cemecon AG, einen der führenden Hersteller von Hartstoff- und Superhartstoffbeschichtungen, der sich auf Diamantschichten spezialisiert hat.

Bei dem Beschichtungsexperten fand Zecha genau die Voraussetzungen, um eine Schicht zu konstruieren, die perfekt sowohl auf die Geometrie und Materialeigenschaften der Präzisionswerkzeuge als auch auf die Bearbeitung des spröden und abrasiven Graphits zugeschnitten ist.

Diamantbeschichtung des Fräsers verlängert Standzeiten

Aufgrund des Know-hows von Zecha und der eingesetzten Technologie von Cemecon arbeiten die diamantbeschichteten Vollhartmetall-Mikrofräser mit der gleichen Rundlaufgenauigkeit wie unbeschichtete.

Zudem sind die Bearbeitungsergebnisse auf der Maschine für den Anwender nun viel besser zu reproduzieren. Ein weiterer Vorteil: Die relativ dicke und sehr glatte Diamantbeschichtung verlängert die Standzeiten erheblich.

Neue Fräser für die Graphitbearbeitung

Das Fräserprogramm von Zecha für die Graphitbearbeitung umfasst außer diamantbeschichteten Vollhartmetall-Radiusfräser und Vollhartmetall-Schaftfräser mit Eckenradius auch PKD-bestückte Schaft- und Radiusfräser.

Diese sind ab einem Durchmesser von 2 mm erhältlich und spielen laut Hersteller ihre Vorteile besonders bei großen Durchmessern ab 8 mm aus. Die diamantbeschichteten Graphit-Fräser sind in zwei Produktlinien unterteilt: Qualitäts-Linie und High-End-Linie.

Fräser mit Durchmessern von 0,2 bis 6,0 mm

Wer ein Qualitätsprodukt mit optimalem Preis-Leistungs-Verhältnis für Standardanwendungen sucht, ist mit der Qualitäts-Linie bestens beraten, so der Hersteller.

Die hochwertigen Fräser aus diesem Programm sind durch die Großserienfertigung kostenoptimiert und setzen auf bewährte Diamantschichten sowie innovative Geometrien bei Durchmessern von 0,2 bis 6,0 mm, heißt es weiter.

Fräser für extrem enge Toleranzen

Noch einen Schritt weiter geht Zecha mit der High-End-Linie, dem Fräserprogramm für extrem enge Toleranzen und maximale Standzeiten.

Die Produktlinie bietet laut Hersteller garantierte, mit Messprotokoll belegte Präzision: Durchmessertoleranzen von 10 µm, Formgenauigkeit von ebenfalls 10 µm und Rundlaufgenauigkeit von 3 µm (alle Toleranzen während der Rotation gemessen), machen nach Auffassung des Herstellers die mit einer Hochleistungs-Diamantschicht versehenen Fräser zum perfekten Werkzeug für prozesssicheres Fräsen innerhalb Toleranzen von 10 µm.

Qualität der Fräser geprüft und gesichert

Moderne Messgräte sichern die Qualität der hergestellten Werkzeuge. Bei der High-End-Linie werden 100% der Werkzeuge geprüft. Eine hochgenaue 3-D-Messmaschine misst automatisch, berührungslos und µm-genau die Mikrofräser und dokumentiert alle relevanten Daten.

Zudem wird bei allen Fräsern eine Maßkontrolle im µm-Bereich der Wirkdurchmesser ermittelt. Die Identifikationsnummer wird zusammen mit der Produktionscharge per Laser auf dem Boden des Schafts aufgebracht. So kann jedes Werkzeug klar identifiziert und auch noch Jahre später präzise reproduziert werden.

Bernhard Kuttkat | MM MaschinenMarkt
Weitere Informationen:
http://www.maschinenmarkt.vogel.de/themenkanaele/produktion/spanendefertigung/werkzeuge/articles/97810/

Weitere Berichte zu: Durchmesser Rundlaufgenauigkeit Toleranz Werkzeug

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Maschinenbau:

nachricht Ifremer entwickelt autonomes Unterwasserfahrzeug zur Untersuchung der Tiefsee
24.02.2017 | Wissenschaftliche Abteilung, Französische Botschaft in der Bundesrepublik Deutschland

nachricht Baukasten-System für die Linienfertigung: Die VL-Baureihe von EMAG
21.02.2017 | EMAG GmbH & Co. KG

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Maschinenbau >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Mit Künstlicher Intelligenz das Gehirn verstehen

Wie entsteht Bewusstsein? Die Antwort auf diese Frage, so vermuten Forscher, steckt in den Verbindungen zwischen den Nervenzellen. Leider ist jedoch kaum etwas über den Schaltplan des Gehirns bekannt.

Wie entsteht Bewusstsein? Die Antwort auf diese Frage, so vermuten Forscher, steckt in den Verbindungen zwischen den Nervenzellen. Leider ist jedoch kaum etwas...

Im Focus: Wie Proteine Zellmembranen verformen

Zellen schnüren regelmäßig kleine Bläschen von ihrer Außenhaut ab und nehmen sie in ihr Inneres auf. Daran sind die EHD-Proteine beteiligt, die Professor Oliver Daumke vom MDC erforscht. Er und sein Team haben nun aufgeklärt, wie sich diese Proteine auf der Oberfläche von Zellen zusammenlagern und dadurch deren Außenhaut verformen.

Zellen schnüren regelmäßig kleine Bläschen von ihrer Außenhaut ab und nehmen sie in ihr Inneres auf. Daran sind die EHD-Proteine beteiligt, die Professor...

Im Focus: Safe glide at total engine failure with ELA-inside

On January 15, 2009, Chesley B. Sullenberger was celebrated world-wide: after the two engines had failed due to bird strike, he and his flight crew succeeded after a glide flight with an Airbus A320 in ditching on the Hudson River. All 155 people on board were saved.

On January 15, 2009, Chesley B. Sullenberger was celebrated world-wide: after the two engines had failed due to bird strike, he and his flight crew succeeded...

Im Focus: „Vernetzte Autonome Systeme“ von acatech und DFKI auf der CeBIT

Auf der IT-Messe CeBIT vom 20. bis 24. März präsentieren acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften und das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) in Kooperation mit der Deutschen Messe AG vernetzte Autonome Systeme. In Halle 12 am Stand B 63 erwarten die Besucherinnen und Besucher unter anderem Roboter, die Hand in Hand mit Menschen zusammenarbeiten oder die selbstständig gefährliche Umgebungen erkunden.

Auf der IT-Messe CeBIT vom 20. bis 24. März präsentieren acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften und das Deutsche Forschungszentrum für...

Im Focus: Kühler Zwerg und die sieben Planeten

Erdgroße Planeten mit gemäßigtem Klima in System mit ungewöhnlich vielen Planeten entdeckt

In einer Entfernung von nur 40 Lichtjahren haben Astronomen ein System aus sieben erdgroßen Planeten entdeckt. Alle Planeten wurden unter Verwendung von boden-...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Nebennierentumoren: Radioaktiv markierte Substanzen vermeiden unnötige Operationen

28.02.2017 | Veranstaltungen

350 Onlineforscher_innen treffen sich zur Fachkonferenz General Online Research an der HTW Berlin

28.02.2017 | Veranstaltungen

23. VDMA-Arbeitsberatung „Engineering und Konstruktion“ am 2. März 2017 an der TH Wildau

28.02.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Automatisierungstreff 2017: Experten-Tipps zu EMV und Industrie 4.0-Engineering

28.02.2017 | Seminare Workshops

Das Partnerprogramm von Stellar Datenrettung

28.02.2017 | Unternehmensmeldung

Ein Filter für schweren Wasserstoff

28.02.2017 | Biowissenschaften Chemie