Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     Siemens     3M    n-tv
Datenbankrecherche:

Fachgebiet (optional):

 

Fügen keramischer Bauteile wird als Schlüsseldisziplin verfolgt

18.04.2008
Das Fügen keramischer Bauteile wird in der Industrie als eine Schlüsseldisziplin für die zuverlässige Anwendung von Hochleistungskeramik angesehen. Deshalb wird dessen Weiterentwicklung am Institut für Werkstoffanwendungen im Maschinenbau (IWM) der RWTH Aachen „mit hoher Priorität verfolgt“. Ergebnisse sind auf der Hannover-Messe 2008 zu sehen.

Anzeige

Dabei widmet man sich der Zuverlässigkeitsanalyse von Bauteilverbunden. Dazu kommen Finite-Elemente-Methoden und Postprozessoren für bruchmechanische Berechnungen zur Anwendung.


...mehr zu:
Fügen Fügestelle Keramik

Damit wird die Überlagerung von mechanischen Eigen-, Verbund- und Lastspannungen analysiert. Die Ergebnisse, so die IWM-Wissenschaftler am Treffpunkt Keramik, zeigten die Notwendigkeit eines optimierten Bauteildesigns.

Eine wesentliche Voraussetzung dafür liegt in kraftschlüssigen Verbindungen. Das lässt sich am Beispiel einer Abgasklappe mit eingeschrumpftem keramischem Lager zeigen.


Kraftschlüssige Verbindungen und Löten im Metall-Keramik-Verbund möglich

Aber auch durch Löten ist ein Metall-Keramik-Verbund möglich. Dabei stellen sogenannte Aktivkomponenten in modernen Loten die Benetzbarkeit keramischer Verbindungsflächen sicher, eine vorhergehende Metallisierung entfällt.

Einen weiteren Ansatz bietet das sogenannte Reactive Air Braizing. Es ermöglicht auch ein Fügen an Luft, so dass eine aufwändige Vakuum-Prozesstechnik entfällt.

Jedoch gibt es auch Anwendungen, die nicht für metallische Lote geeignet sind, zum Beispiel bei extrem hoher Temperaturbelastung. In Hochtemperatur-Brennstoffzellen und Abgassystemen ist das der Fall. Dort herrschen stark korrosive Bedingungen. Für diese Anwendungen sind nichtmetallische Glaslote geeignet.


Laser optimieren den Lötprozess

Die Optimierung des Lötprozesses durch Einsatz von Lasern ist daher das Ziel eines BMBF-Verbundprojektes, in dem die computergestützten Simulationssysteme des Instituts für die Werkstoffcharakterisierung Auslegung der Fügestelle eingesetzt werden.

Das Fügen zweier keramischer Bauteile auf SiSiC-Basis für Lüfterräder durch Laserbehandlung ist Gegenstand eines weiteren laufenden BMBF-Projekts. Es ermöglicht die Reparatur großer komplexer Komponenten. Die für die Simulationen benötigten Werkstoffeigenschaften der keramischen und metallischen Fügepartner – zum Beispiel Wärmeleitfähigkeit, Wärmedehnung und E-Modul – werden am Institut temperaturabhängig ermittelt. Außerdem testet man die Fügestellen hinsichtlich Eigenspannungen (XRD) und Gefüge (REM) unter Echtzeitbedingungen.

Treffpunkt Keramik, Halle 5, Stand E40

Josef-Martin Kraus | Quelle: MM MaschinenMarkt
Weitere Informationen: www.maschinenmarkt.vogel.de/themenkanaele/produktion/verbindungstechnik/articles/118574/

Weitere Berichte zu: Fügen Fügestelle Keramik

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Maschinenbau:

nachricht Schutz vor Markenpiraterie entwickelt
14.05.2013 | Fachhochschule Südwestfalen

nachricht Wägetechnik - Siemens-Wägetechnik mit neuen Produktvarianten
08.05.2013 | Siemens AG

Alle Nachrichten aus der Kategorie Maschinenbau >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>


Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Gießtechnisch verbunden: Hybride CFK-Aluminium-Fügeverbindung für den Leichtbau


Leichtbau gilt als Schlüsseltechnologie. Wo immer es um geringes Gewicht geht und Massen bewegt werden müssen, sind sie gefragt: Faserverbundwerkstoffe. Doch nicht immer geht es ohne Metall.

Eine Methode, die besten Eigenschaften verschiedener Werkstoffe miteinander zu verbinden, ist die Hybrid-Bauweise. Sinnvolle Kombinationen unterschiedlicher Materialien sind zum Beispiel CFK und Aluminium.

Derzeit erfolgt das Verbinden dieser Komponenten über ein adhäsives oder mechanisches Fügen. Insbesondere im Hinblick auf gewichtsoptimierte, integrale Strukturen mit verbesserten mechanischen Eigenschaften sind jedoch neue Konstruktions- ...

Im Focus: Zweikampf in der Quantenwelt


Einen tiefen Einblick in das Wesen quantenmechanischer Phasenübergänge gewannen Innsbrucker Quantenphysiker um Rainer Blatt und Peter Zoller im Labor.

Sie haben als erste Forscher den Kampf gegensätzlicher Dynamiken an einem neuartigen Übergang zweier quantenmechanischer Ordnungen simuliert und berichten darüber in der Fachzeitschrift Nature Physics.

„Bringen wir Wasser zum Kochen, steigen Wassermoleküle als Dampf auf. Eine solche Änderung der physikalischen Ordnung von Materie nennen wir Phasenübergang“, erklärt Sebastian Diehl vom ...

Im Focus: Magnetische Fingerabdrücke von supraflüssigem
Helium-3


Supraleitungssensoren der PTB ermöglichen hochempfindliche Messungen der magnetischen Kernresonanz dünner Helium-3-Schichten - aktuelle Veröffentlichung in Science

Tieftemperatur-Spezialisten der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt (PTB) haben mit ihren SQUIDs dazu beigetragen, dass die magnetischen Momente von Atomen des seltenen Isotopes 3He (Helium-3) extrem empfindlich gemessen werden konnten. Mithilfe dieser Sensoren wurden hochempfindliche Kernresonanzspektrometer entwickelt, die jetzt tiefe Einblicke in den Zustand der Materie bei extrem tiefen Temperaturen lieferten.

Konkret sperrte ...

Im Focus: Meeresspiegel: Ein Drittel seines Anstiegs kommt von schmelzenden Gebirgsgletschern


Gut 99 Prozent des gesamten Eises an Land ist in den riesigen Eisschilden der Antarktis und Grönlands gespeichert, nur knapp ein Prozent dagegen in Gletschern.

Die Schmelzwasser dieser Gletscher trugen im Zeitraum 2003 bis 2009 etwa genauso viel zum Anstieg des Meeresspiegels bei, wie die beiden Eisschilde: rund einen Drittel. Dies ist eines der Resultate einer internationalen Studie mit Beteiligung von UZH-Geographen.

Wieviel alle Gletscher zum Anstieg des Meeresspiegels beitragen, wurde noch nie so genau ...

Im Focus: Mehr Bewegungsfreiheit: Ultraschallkopf ohne Kabel


Siemens hat das weltweit erste kabellose Ultraschallgerät vorgestellt. Der Schallkopf ist mit einer Hand gut bedienbar und überträgt das Ultraschallbild per Radiofrequenz auf den Bildschirm.

Das Fehlen der Kabel ist vor allem bei Operationen oder interventionellen Eingriffen von Vorteil, wo beispielsweise Nadeln mit Hilfe von Ultraschall visualisiert werden. Die Kabel am Schallkopf behindern die Person, die das Gerät bedient, und sie können trotz steriler Schutzhüllen ein Infektionsrisiko darstellen.

Das kabellose Acuson Freestyle arbeitet bis zu ...

Alle Focus-News des innovations-reports >>>

Anzeige

B2B Suche
Produkt / Dienstleistung
Firma / Organisation

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Aktuell

Genetische Ursachen von Hodenkrebs entdeckt

21.05.2013 | Biowissenschaften Chemie

Graphene Study Confirms 40-Year-Old Physics Prediction

21.05.2013 | Studien Analysen

In Early Earth, Iron Helped RNA Catalyze Electron Transfer

21.05.2013 | Biowissenschaften Chemie

VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - Juli 2013

21.05.2013 | Veranstaltungsnachrichten

TU9 auf der 65. NAFSA Konferenz in St. Louis (USA)

21.05.2013 | Veranstaltungsnachrichten

Censorship & Exile

21.05.2013 | Veranstaltungsnachrichten

FindAndHelp