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Lichtleiter erweitern das Einsatzspektrum von Sensoren für die Industrie

17.12.2007
Wenn es sehr eng, heiß oder schmutzig ist, können Sensoren nicht immer am Messort angebracht werden. Mit Lichtleitersystemen kann dieser Abstand überwunden werden. Sensopart Industriesensorik hat jetzt mit einer Reihe von Lichtleitern die Einsatzmöglichkeiten der Sensorbaureihe FL70 erweitert.

Mit einer neuen Reihe von Lichtleitern ergänzt die Sensopart Industriesensorik ihre Sensorbaureihe FL70 zu einer kompletten Familie mit vielfältigen Einsatzmöglichkeiten. Über 40 Lichtleiter mit verbesserten Leistungsdaten stehen dem Anwender jetzt zur Verfügung, teilt das Unternehmen mit.

Überall dort, wo es besonders eng, heiß oder schmutzig zugehe, sei der Einsatz von Lichtleitersystemen eine Überlegung wert.

Weil der Lichtaustritt beziehungsweise -eintritt vom eigentlichen Sensor räumlich getrennt ist, lässt sich der Sensor vor rauen Umgebungsbedingungen geschützt in einem Schaltschrank unterbringen, gleichzeitig kann der Lichtleiter laut Sensopart aufgrund der geringen Baugröße der Lichtaustrittshülsen sehr nah an das zu detektierende Objekt herangeführt werden.

Auch bei hohen Temperaturen seien Lichtleitersysteme verglichen mit herkömmlichen Sensoren im Vorteil: Kunststofflichtleiter sind bis 85 °C, Glasfasern bei geeigneter Ummantelung sogar bis 160 °C einsetzbar.

Lichtleitersysteme in Schranken- und Tasterausführung erhältlich

Lichtleitersysteme decken den Angaben zufolge im Prinzip die gleichen Anwendungen wie konventionelle optische Sensoren ab. So gibt es sie in Schranken- und Tasterausführung, wobei die Funktion des Sensors durch die Wahl des entsprechenden Lichtleiters festgelegt wird.

Bei Lichtleitern in Schrankenausführung verlaufen Sendelichtleiter und Empfangslichtleiter in getrennten Umhüllungen und münden in zwei Lichtaustrittshülsen. Dabei kann der Lichtaustritt in zwei Arten ausgeführt sein:

-axial, also in Lichtleiter-Richtung oder

-radial, also um 90° zur Lichtleiter-Richtung gedreht.

Bei der Tasterausführung verlaufen Sende- und Empfangslichtwellenleiter in einem Kabel und münden in einer Lichtaustrittshülse mit axialem oder radialem Lichtaustritt.

Kleinteile im Fokus der Lichtleiter

Bei herkömmlichen Lichtleitern verlaufen Sendelichtleiter und Empfangslichtleiter parallel, bei koaxialen Lichtleitern sind die Empfangsfasern konzentrisch um die Sendefaser angeordnet.

Wird eine zusätzliche Optik zur Fokussierung verwendet, ergeben sich bei der Koaxialausführung Anwendungsvorteile, führt das Unternehmen aus.

Dies sind im Besondern ein kleinerer Lichtfleck und damit eine verbesserte Kleinteileerkennung. Mit fokussierbaren Koaxial-Lichtleitern sind Lichtflecke von 1,3 bis 0,65 mm Durchmesser realisierbar, heißt es weiter.

Spezielle Lichtleiter-Bauformen für besondere Zwecke

Für besondere Einsatzzwecke bietet Sensopart spezielle Bauformen an, zum Beispiel einen Lichtleiter mit flexiblem Tastkopf (Durchmesser 1,5 mm), der auch durch kleinste Öffnungen geführt werden könne, einen Prismataster zur Füllstandserkennung von Flüssigkeiten und einen Querschnittswandler zur Detektion und Größenbestimmung linear ausgedehnter Objekte, beispielsweise unterschiedlich dicker Schrauben.

Bei Lichtleitersystemen kommt es auf den Sensor an

Leistungsfähige Lichtleiter können immer nur so gut sein wie der angeschlossene Sensor, betont das Unternehmen. Nicht zuletzt definiert der Sensor wichtige Eigenschaften des Gesamtsystems, zum Beispiel die Schaltfrequenz und die optische Leistung. Mit den neuen Sensoren der Baureihe FL70 zur Montage auf DIN-Schienen können durchweg hohe Abstände erreicht werden.

Darüber hinaus biete die Reihe FL70 neben dem Standardmodus drei weitere Betriebsarten:

-Fine-Modus mit höherer Präzision: Erfassungsbereich und maximale Arbeitsgeschwindigkeit des Sensors sind zu Gunsten einer besonders präzisen Erkennung reduziert;

-High-Distance-Modus für große Messabstände: Durch Reduktion der Schaltfrequenz werden im Vergleich zum Standard-Modus deutlich größere Abstände ermöglicht;

-Fast-Modus für besonders schnelle Detektionsvorgänge: Mit Schaltfrequenzen von maximal 8000 Hz können auch schnellste Prozesse kontrolliert werden.

Gegen eine gegenseitige Beeinflussung wurden umfangreiche Maßnahmen ergriffen, die durch Kommunikation der Sensoren untereinander Fehlschaltungen vermeiden.

Vielseitige Einstellmöglichkeiten der Sensoren

Die Konfiguration erfolgt den Angaben zufolge durchweg mit Teach-in, entweder per Tastendruck oder extern über eine Steuerleitung. Außer dem statischen Teach-in könne auch dynamisch im laufenden Prozess eingelernt werden.

Die Sensoren der Reihe FL70 verfügen über zahlreiche Funktionen, zum Beispiel Feinjustage, Invertierung des Schaltausgangs, Genauigkeits- und Geschwindigkeitsanpassung sowie Zeitfunktionen.

Um all diese Funktionen einfach auswählen und konfigurieren zu können, besitzt jeder Sensor ein Display. Dieses kann auch um 180° gedreht werden, wodurch es stets gut ablesbar bleibt. Eine einfachere Variante ohne Display sei als Alternative für Standardanwendungen ebenfalls verfügbar.

Udo Schnell | MM MaschinenMarkt
Weitere Informationen:
http://www.maschinenmarkt.vogel.de/themenkanaele/produktion/messundprueftechnik/sensortechnik/articles/100777/

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