Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Automatisierte Fertigungslinie verarbeitet flüssiges Silikon für die Medizintechnik

18.03.2010
Auch die Medizinindustrie hat das flüssige Silikon – auch LSR (liquid silicone rubber) genannt – für sich entdeckt. Herzkatheter, Becher, Babyschnuller, Masken oder Kontaktlinsen sind nur einige der nennenswerten Anwendungen. Die Scheugenpflug AG hat dazu im Verlauf des Jahres 2009 zwei vollautomatisierte Fertigungslinien für LSR-Applikationen im Medizinbereich gebaut.

Flüssiges Silikon war bisher vielen nur als Dichtwerkstoff für die Sanitärtechnik bekannt. Doch es eignet sich auch für Schutzmäntel und zum Abdichten in der Elektronik und auch für die Medizintechnik ist es geeignet.

Komplexe Verarbeitung von flüssigem Silikon

Ein führender Herstellers medizinischer Produkte war auf der Suche nach einer hoch präzisen und voll automatisierten Fertigungsstraße für die komplexe Verarbeitung von flüssigem Silikon für die Medizintechnik. Die Herausforderung bestand darin, eine geometrisch anspruchsvolle Gießform mit unterschiedlichen Schichten nahtlos auszufüllen und aushärten zu lassen.

Höchste Priorität hatte auch die Einhaltung strenger medizinischer Vorschriften und Standards. Gefordert war die hundertprozentige Zuverlässigkeit der Produkteigenschaften. Die Anlage musste also zu 100% Prozesssicherheit, Wiederholgenauigkeit und Qualität bieten.

Fertigungsstraße ist voll automatisiert

Das Konstruktionsteam der Scheugenpflug AG entwickelte dazu eine voll automatisierte Fertigungsstraße, angepasst auf die Anforderungen des Kunden. Ein sensibles Bandsystem bewegt die Gießformen zwischen den einzelnen Produktionsstationen. Die anspruchsvolle Bauteilgeometrie sowie die maßgeschneiderte Ausführung erforderten einen komplexen Positionierungsablauf bei den Verguss- und Aushärteprozeduren.

Um den strengen Vorschriften der Medizintechnik gerecht zu werden, wurden laut Hersteller genau arbeitende Kontrollmechanismen implementiert. Diese überprüfen laut Aussage des Herstellers ohne menschliches Einwirken die Vergussmengen, die Richtigkeit der Füllformen sowie die Funktionsfähigkeit der Vergusswerkzeuge.

Die komplette Fertigungsstraße besitzt einen hohen Automatisierungsgrad, der sicherstellen soll, dass keine externen Einflüsse, wie Anwenderfehler oder Verschmutzungen, die Prozesssicherheit gefährden. Realisiert wurde dies mit einem Scheugenpflug-Industrie-PC, der die kompletten Abläufe der Fertigungsstraße steuert und eine nahtlose Rückverfolgbarkeit sicherstellen soll.

Reinhold Schäfer | MM MaschinenMarkt
Weitere Informationen:
http://www.maschinenmarkt.vogel.de/themenkanaele/produktion/kunststoffverarbeitung_gummiverarbeitung/articles/255574/

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Maschinenbau:

nachricht Das Auto lernt vorauszudenken
28.06.2017 | Technische Universität Wien

nachricht Stresstest über den Wolken
21.06.2017 | Hochschule Osnabrück

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Maschinenbau >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Schnelles und umweltschonendes Laserstrukturieren von Werkzeugen zur Folienherstellung

Kosteneffizienz und hohe Produktivität ohne dabei die Umwelt zu belasten: Im EU-Projekt »PoLaRoll« entwickelt das Fraunhofer-Institut für Produktionstechnologie IPT aus Aachen gemeinsam mit dem Oberhausener Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheit- und Energietechnik UMSICHT und sechs Industriepartnern ein Modul zur direkten Laser-Mikrostrukturierung in einem Rolle-zu-Rolle-Verfahren. Ziel ist es, mit Hilfe dieses Systems eine siebartige Metallfolie als Demonstrator zu fertigen, die zum Sonnenschutz von Glasfassaden verwendet wird: Durch ihre besondere Geometrie wird die Sonneneinstrahlung reduziert, woraus sich ein verminderter Energieaufwand für Kühlung und Belüftung ergibt.

Das Fraunhofer IPT ist im Projekt »PoLaRoll« für die Prozessentwicklung der Laserstrukturierung sowie für die Mess- und Systemtechnik zuständig. Von den...

Im Focus: Das Auto lernt vorauszudenken

Ein neues Christian Doppler Labor an der TU Wien beschäftigt sich mit der Regelung und Überwachung von Antriebssystemen – mit Unterstützung des Wissenschaftsministeriums und von AVL List.

Wer ein Auto fährt, trifft ständig Entscheidungen: Man gibt Gas, bremst und dreht am Lenkrad. Doch zusätzlich muss auch das Fahrzeug selbst ununterbrochen...

Im Focus: Vorbild Delfinhaut: Elastisches Material vermindert Reibungswiderstand bei Schiffen

Für eine elegante und ökonomische Fortbewegung im Wasser geben Delfine den Wissenschaftlern ein exzellentes Vorbild. Die flinken Säuger erzielen erstaunliche Schwimmleistungen, deren Ursachen einerseits in der Körperform und andererseits in den elastischen Eigenschaften ihrer Haut zu finden sind. Letzteres Phänomen ist bereits seit Mitte des vorigen Jahrhunderts bekannt, konnte aber bislang nicht erfolgreich auf technische Anwendungen übertragen werden. Experten des Fraunhofer IFAM und der HSVA GmbH haben nun gemeinsam mit zwei weiteren Forschungspartnern eine Oberflächenbeschichtung entwickelt, die ähnlich wie die Delfinhaut den Strömungswiderstand im Wasser messbar verringert.

Delfine haben eine glatte Haut mit einer darunter liegenden dicken, nachgiebigen Speckschicht. Diese speziellen Hauteigenschaften führen zu einer signifikanten...

Im Focus: Kaltes Wasser: Und es bewegt sich doch!

Bei minus 150 Grad Celsius flüssiges Wasser beobachten, das beherrschen Chemiker der Universität Innsbruck. Nun haben sie gemeinsam mit Forschern in Schweden und Deutschland experimentell nachgewiesen, dass zwei unterschiedliche Formen von Wasser existieren, die sich in Struktur und Dichte stark unterscheiden.

Die Wissenschaft sucht seit langem nach dem Grund, warum ausgerechnet Wasser das Molekül des Lebens ist. Mit ausgefeilten Techniken gelingt es Forschern am...

Im Focus: Hyperspektrale Bildgebung zur 100%-Inspektion von Oberflächen und Schichten

„Mehr sehen, als das Auge erlaubt“, das ist ein Anspruch, dem die Hyperspektrale Bildgebung (HSI) gerecht wird. Die neue Kameratechnologie ermöglicht, Licht nicht nur ortsaufgelöst, sondern simultan auch spektral aufgelöst aufzuzeichnen. Das bedeutet, dass zur Informationsgewinnung nicht nur herkömmlich drei spektrale Bänder (RGB), sondern bis zu eintausend genutzt werden.

Das Fraunhofer IWS Dresden entwickelt eine integrierte HSI-Lösung, die das Potenzial der HSI-Technologie in zuverlässige Hard- und Software überführt und für...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Marine Pilze – hervorragende Quellen für neue marine Wirkstoffe?

28.06.2017 | Veranstaltungen

Willkommen an Bord!

28.06.2017 | Veranstaltungen

Internationale Fachkonferenz IEEE ICDCM - Lokale Gleichstromnetze bereichern die Energieversorgung

27.06.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

EUROSTARS-Projekt gestartet - mHealth-Lösung: time4you Forschungs- und Entwicklungspartner bei IMPACHS

28.06.2017 | Unternehmensmeldung

Proteine entdecken, zählen, katalogisieren

28.06.2017 | Biowissenschaften Chemie

Neue Scheinwerfer-Dimension: Volladaptive Lichtverteilung in Echtzeit

28.06.2017 | Automotive