Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Automatisierte Feinbearbeitung im Werkzeugbau - Roboter entfernen Fräsrillen auf Umformwerkzeugen

08.11.2011
Zur Herstellung von Umformwerkzeugen für die Automobilindustrie entwickelt das Fraunhofer-Institut für Produktionstechnologie IPT ein automatisiertes Fertigungssystem, mit dem sich die Werkzeuge kostengünstiger und in reproduzierbarer Qualität abziehen und strichpolieren lassen. Während der Werkzeugbau-Fachmesse EuroMold 2011 stellt das Fraunhofer IPT dazu auf dem Gemeinschaftsstand der Fraunhofer-Gesellschaft in Halle 11, Stand C66 eine roboterbasierte Bearbeitungsanlage vor.

Handwerkliche Erfahrung auf den Roboter übertragen


Geradlinige Schleifbearbeitung eines gefrästen Werkstücks durch einen Roboter
Foto: Fraunhofer IPT

Die automatisierte Anlage des Fraunhofer IPT beseitigt durch eine geradlinige Schleifbewegung Fräsrillen, die bei der Herstellung von Umformwerkzeugen entstehen. Die ausgestellte Fertigungseinheit besteht aus einem handelsüblichen Industrieroboter und einem pneumatisch betriebenen Abziehwerkzeug, bei dem die Bearbeitungsbewegung und die auf das Werkstück einwirkenden Kräfte durch Luftdruck aufgebracht und kontrolliert werden. Die Programmierung der Bearbeitungsbahn übernimmt eine eigens entwickelte Software des Fraunhofer IPT, das so genannte »CAx-Framework«.

Bisher ließen sich das Abziehen und Strichpolieren frei geformter Werkzeugoberflächen kaum automatisieren, weil nicht nur die Werkzeugaufnehmer, sondern auch die Prozessparameter fehlten, um die handwerkliche Tätigkeit und das Erfahrungswissen des Arbeiters auf den Roboter abzubilden. Innerhalb der »Innovationsallianz Green Carbody Technologies« (InnoCaT) ermittelten die Aachener Ingenieure deshalb in wissenschaftlichen Untersuchungen je nach Material und Geometrie passende Bearbeitungsmethoden und -werkzeuge. Der Vergleich der Ergebnisse einer optischen Bauteilvermessung mit den ursprünglichen Konstruktionsdaten liefert dann die Grundlage, um die optimale Bearbeitungsstrategie für die automatisierte Feinbearbeitung zu erstellen.

Für die Zukunft ist geplant, das System weiterzuentwickeln, um frei geformte Werkzeuge vollautomatisiert sowohl mit Robotern als auch in Fräsmaschinen zu bearbeiten.

Die »Innovationsallianz Green Carbody Technologies« ist ein Zusammenschluss von mehr als 60 Unternehmen und wissenschaftlichen Einrichtungen. Sie hat sich das Ziel gesetzt, die Automobilfertigung energie- und ressourcenschonender zu gestalten. Das Fraunhofer IPT entwickelt hier gemeinsam mit Partnern aus der Industrie neue Fertigungssysteme für den Werkzeug- und Formenbau, um den Ressourcenverbrauch bei der Bauteilfertigung zu verringern und Fertigungskosten zu reduzieren.

Kontakt
Dipl.-Ing. Dennis Andrecht
Fraunhofer-Institut für
Produktionstechnologie IPT
Steinbachstr. 17
52074 Aachen
Telefon +49 241 8904-718
Fax +49 241 8904-6718
dennis.andrecht@ipt.fraunhofer.de

Susanne Krause | Fraunhofer-Institut
Weitere Informationen:
http://www.ipt.fraunhofer.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Maschinenbau:

nachricht Flexiblere Turbomaschinen entwickeln
23.05.2017 | FIZ Karlsruhe – Leibniz-Institut für Informationsinfrastruktur GmbH

nachricht WHZ erhält hochmodernen Prüfkomplex für Schraubenverbindungen
23.05.2017 | Westsächsische Hochschule Zwickau

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Maschinenbau >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Orientierungslauf im Mikrokosmos

Physiker der Universität Würzburg können auf Knopfdruck einzelne Lichtteilchen erzeugen, die einander ähneln wie ein Ei dem anderen. Zwei neue Studien zeigen nun, welches Potenzial diese Methode hat.

Der Quantencomputer beflügelt seit Jahrzehnten die Phantasie der Wissenschaftler: Er beruht auf grundlegend anderen Phänomenen als ein herkömmlicher Rechner....

Im Focus: A quantum walk of photons

Physicists from the University of Würzburg are capable of generating identical looking single light particles at the push of a button. Two new studies now demonstrate the potential this method holds.

The quantum computer has fuelled the imagination of scientists for decades: It is based on fundamentally different phenomena than a conventional computer....

Im Focus: Tumult im trägen Elektronen-Dasein

Ein internationales Team von Physikern hat erstmals das Streuverhalten von Elektronen in einem nichtleitenden Material direkt beobachtet. Ihre Erkenntnisse könnten der Strahlungsmedizin zu Gute kommen.

Elektronen in nichtleitenden Materialien könnte man Trägheit nachsagen. In der Regel bleiben sie an ihren Plätzen, tief im Inneren eines solchen Atomverbunds....

Im Focus: Turmoil in sluggish electrons’ existence

An international team of physicists has monitored the scattering behaviour of electrons in a non-conducting material in real-time. Their insights could be beneficial for radiotherapy.

We can refer to electrons in non-conducting materials as ‘sluggish’. Typically, they remain fixed in a location, deep inside an atomic composite. It is hence...

Im Focus: Hauchdünne magnetische Materialien für zukünftige Quantentechnologien entwickelt

Zweidimensionale magnetische Strukturen gelten als vielversprechendes Material für neuartige Datenspeicher, da sich die magnetischen Eigenschaften einzelner Molekülen untersuchen und verändern lassen. Forscher haben nun erstmals einen hauchdünnen Ferrimagneten hergestellt, bei dem sich Moleküle mit verschiedenen magnetischen Zentren auf einer Goldfläche selbst zu einem Schachbrettmuster anordnen. Dies berichten Wissenschaftler des Swiss Nanoscience Institutes der Universität Basel und des Paul Scherrer Institutes in der Wissenschaftszeitschrift «Nature Communications».

Ferrimagneten besitzen zwei magnetische Zentren, deren Magnetismus verschieden stark ist und in entgegengesetzte Richtungen zeigt. Zweidimensionale, quasi...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Meeresschutz im Fokus: Das IASS auf der UN-Ozean-Konferenz in New York vom 5.-9. Juni

24.05.2017 | Veranstaltungen

Diabetes Kongress in Hamburg beginnt heute: Rund 6000 Teilnehmer werden erwartet

24.05.2017 | Veranstaltungen

Wissensbuffet: „All you can eat – and learn”

24.05.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Hochspannung für den Teilchenbeschleuniger der Zukunft

24.05.2017 | Physik Astronomie

3D-Graphen: Experiment an BESSY II zeigt, dass optische Eigenschaften einstellbar sind

24.05.2017 | Physik Astronomie

Optisches Messverfahren für Zellanalysen in Echtzeit - Ulmer Physiker auf der Messe "Sensor+Test"

24.05.2017 | Messenachrichten