Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Webnutzer der ersten Stunde prägen Internet-Entwicklung

20.11.2008
25- bis 34-Jährige bis zu 16 Stunden pro Woche online

Die erste Generation der europäischen Internetnutzer gibt den Ton bei den aktuellen Online-Gepflogenheiten an. Wie die European Interactive Advertising Association (EIAA) in ihrer aktuellen Mediascope-Studie zeigt, beeinflussen die 25- bis 34-Jährigen, die meist erstmals in ihrer Schulzeit mit dem Web konfrontiert wurden, den Gebrauch des Internets am stärksten.

Vertreter dieser Generation sind beispielsweise als erste in Scharen zur Google-Suche übergelaufen, nachdem sie zuvor ihre Online-Recherchen bei Angeboten wie Lycos und AltaVista gemacht hatten. Dieselbe Altersgruppe war es auch, die soziale Netzwerke wie MySpace entdeckte und sich mit nutzergenerierten Inhalten beschäftigte.

Immer mehr 25- bis 34-Jährige, meist anspruchsvoll und mit wenig Zeit, wenden sich dem Internet zu und bestimmen damit auch Trends für Marken und Werbetreibende. Wie die Studie zeigt, verbringen Vertreter dieser Generation im Schnitt 13,9 Stunden pro Woche im Netz. Damit liegen sie deutlich über dem Gesamtdurchschnitt. Ein Drittel dieser Gruppe kommt sogar auf 16 Stunden Internetnutzung wöchentlich.

Rund 50 Prozent nutzen regelmäßig soziale Netzwerke. Jüngere Nutzer im Alter von 16- bis 24 Jahren sind in Deutschland zum Beispiel vor allem am Wochenende aktiv. "91 Prozent aus dieser Altersgruppen gehen am Wochenende online. Bei den 24- bis 35-Jährigen sind es in Deutschland am Samstag und Sonntag 76 Prozent", so ein EIAA-Sprecher auf Nachfrage von pressetext. In beiden Altersgruppen habe es deutliche Steigerungen im Vergleich zum Vorjahr gegeben.

Laut dem EIAA-Bericht boomt die Internetnutzung derzeit in ganz Europa. Mehr als die Hälfte der User geht regelmäßig mindestens einmal pro Tag online. Die 25- bis 34-Jährigen hinterlassen mit ihren Nutzungsgewohnheiten in allen Bereichen deutliche Spuren. So hat die Vorliebe dieser Generation für E-Mails, Instant Messaging und später Musikdownloads und Online-Videos großen Einfluss auf die Entwicklung des Internets genommen. Nun ist die erste Nutzergeneration auch in ein Alter gekommen, in dem die meisten über mehr Geld verfügen, manchmal Familien gegründet und generell Verantwortung übernommen haben. Auch dadurch bestimmen viele die Art und Weise, wie sich das Netz wandelt, mit. "Was sich dieses Jahr besonders stark gezeigt hat: Die Leute nutzen das Netz stärker, um ihr Leben zu organisieren", sagt Alison Fennah, EIAA Executive Director. Anders als noch vor fünf Jahren sei das Web heute mehr als ein Medium.

Die sogenannte "Golden Youth"-Gruppe ist zudem für viele Entwicklungen in den Bereichen von Online-Finanzmanagement sowie Gesundheits- und E-Govermentangeboten verantwortlich. Insgesamt sagen 73 Prozent der europäischen User, dass sie mithilfe des Internets Kontakt zu Familie und Freunden halten. Auch für Kaufentscheidungen ist das Web sehr wichtig geworden. Während 2004 erst 50 Prozent der Konsumenten auf Grundlage von Online-Recherchen etwas gekauft haben, sind es nun bereits 87 Prozent.

Claudia Zettel | pressetext.deutschland
Weitere Informationen:
http://eiaa.net

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Kommunikation Medien:

nachricht Wenn die Bilder lügen - KI-System entlarvt Fake News im Internet
20.04.2017 | Deutsches Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz GmbH, DFKI

nachricht Warum wechseln Menschen ihre Sprache?
14.03.2017 | Universität Wien

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Kommunikation Medien >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: TU Chemnitz präsentiert weltweit einzigartige Pilotanlage für nachhaltigen Leichtbau

Wickelprinzip umgekehrt: Orbitalwickeltechnologie soll neue Maßstäbe in der großserientauglichen Fertigung komplexer Strukturbauteile setzen

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Bundesexzellenzclusters „Technologiefusion für multifunktionale Leichtbaustrukturen" (MERGE) und des Instituts für...

Im Focus: Smart Wireless Solutions: EU-Großprojekt „DEWI“ liefert Innovationen für eine drahtlose Zukunft

58 europäische Industrie- und Forschungspartner aus 11 Ländern forschten unter der Leitung des VIRTUAL VEHICLE drei Jahre lang, um Europas führende Position im Bereich Embedded Systems und dem Internet of Things zu stärken. Die Ergebnisse von DEWI (Dependable Embedded Wireless Infrastructure) wurden heute in Graz präsentiert. Zu sehen war eine Fülle verschiedenster Anwendungen drahtloser Sensornetzwerke und drahtloser Kommunikation – von einer Forschungsrakete über Demonstratoren zur Gebäude-, Fahrzeug- oder Eisenbahntechnik bis hin zu einem voll vernetzten LKW.

Was vor wenigen Jahren noch nach Science-Fiction geklungen hätte, ist in seinem Ansatz bereits Wirklichkeit und wird in Zukunft selbstverständlicher Teil...

Im Focus: Weltweit einzigartiger Windkanal im Leipziger Wolkenlabor hat Betrieb aufgenommen

Am Leibniz-Institut für Troposphärenforschung (TROPOS) ist am Dienstag eine weltweit einzigartige Anlage in Betrieb genommen worden, mit der die Einflüsse von Turbulenzen auf Wolkenprozesse unter präzise einstellbaren Versuchsbedingungen untersucht werden können. Der neue Windkanal ist Teil des Leipziger Wolkenlabors, in dem seit 2006 verschiedenste Wolkenprozesse simuliert werden. Unter Laborbedingungen wurden z.B. das Entstehen und Gefrieren von Wolken nachgestellt. Wie stark Luftverwirbelungen diese Prozesse beeinflussen, konnte bisher noch nicht untersucht werden. Deshalb entstand in den letzten Jahren eine ergänzende Anlage für rund eine Million Euro.

Die von dieser Anlage zu erwarteten neuen Erkenntnisse sind wichtig für das Verständnis von Wetter und Klima, wie etwa die Bildung von Niederschlag und die...

Im Focus: Nanoskopie auf dem Chip: Mikroskopie in HD-Qualität

Neue Erfindung der Universitäten Bielefeld und Tromsø (Norwegen)

Physiker der Universität Bielefeld und der norwegischen Universität Tromsø haben einen Chip entwickelt, der super-auflösende Lichtmikroskopie, auch...

Im Focus: Löschbare Tinte für den 3-D-Druck

Im 3-D-Druckverfahren durch Direktes Laserschreiben können Mikrometer-große Strukturen mit genau definierten Eigenschaften geschrieben werden. Forscher des Karlsruher Institus für Technologie (KIT) haben ein Verfahren entwickelt, durch das sich die 3-D-Tinte für die Drucker wieder ‚wegwischen‘ lässt. Die bis zu hundert Nanometer kleinen Strukturen lassen sich dadurch wiederholt auflösen und neu schreiben - ein Nanometer entspricht einem millionstel Millimeter. Die Entwicklung eröffnet der 3-D-Fertigungstechnik vielfältige neue Anwendungen, zum Beispiel in der Biologie oder Materialentwicklung.

Beim Direkten Laserschreiben erzeugt ein computergesteuerter, fokussierter Laserstrahl in einem Fotolack wie ein Stift die Struktur. „Eine Tinte zu entwickeln,...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Internationaler Tag der Immunologie - 29. April 2017

28.04.2017 | Veranstaltungen

Kampf gegen multiresistente Tuberkulose – InfectoGnostics trifft MYCO-NET²-Partner in Peru

28.04.2017 | Veranstaltungen

123. Internistenkongress: Traumata, Sprachbarrieren, Infektionen und Bürokratie – Herausforderungen

27.04.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Über zwei Millionen für bessere Bordnetze

28.04.2017 | Förderungen Preise

Symbiose-Bakterien: Vom blinden Passagier zum Leibwächter des Wollkäfers

28.04.2017 | Biowissenschaften Chemie

Wie Pflanzen ihre Zucker leitenden Gewebe bilden

28.04.2017 | Biowissenschaften Chemie