Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Öffentlichkeit interessiert sich immer stärker für Personalthemen

08.03.2010
Die Zusammenarbeit von Personal- und Kommunikationsabteilung wird für Unternehmen künftig noch wichtiger - auch durch Web 2.0

In den Unternehmen wird sich die Kommunikation von Personalthemen zunehmend zu einer eigenen Kommunikationssparte entwickeln. Deren Verantwortliche werden dann direkt an den Personalvorstand berichten.

Eine Entwicklung, die bei der Hälfte der Kommunikations-Chefs großer Unternehmen auf grundsätzliche Akzeptanz stößt, weil über Personalthemen wie Entlassungen, Wechsel von Führungskräften oder Folgen von Fusionen immer häufiger in der Medienöffentlichkeit diskutiert wird. Das ist das Ergebnis einer Exklusivbefragung von Prof. Dr. Lothar Rolke (FH Mainz - University of Applied Sciences) und der Schuhmann Personalberatung in Köln bei über 100 Kommunikations-Chefs in Deutschland. Neben dem verstärkten Interesse an Personalthemen werden auch die Social Media wie Blogs und Twitter Personal- und Kommunikationsabteilungen zwingen, enger zusammen zu arbeiten. Davon ist über die Hälfte der befragten Kommunikations-Chefs überzeugt.

Die derzeitige Zusammenarbeit mit den Personalabteilungen wird von den Unternehmenssprechern als gut bezeichnet. Allerdings zeigen sich im Einzelfall erhebliche Unterschiede: Während sich etwa beim Thema "Entlassungen/ Freisetzungen" knapp 60 Prozent der Befragten zufrieden äußern, sind über 40 Prozent mit der Leistung der Personaler nur halb zufrieden oder sogar unzufrieden. Dabei gilt: Je größer das Unternehmen, desto zufriedenstellender ist meist die Zusammenarbeit von Kommunikations- und Personal-Chefs, wobei in Ausnahmefällen auch eine sehr starke Unzufriedenheit geäußert wurde.

Nach Einschätzung von Rolke und Schuhmann kann der Austausch zwischen beiden Abteilungen insgesamt als sehr solide und tragfähig bezeichnet werden: Immerhin treffen sich 80 Prozent der Kommunikations-Chefs mindestens einmal die Woche mit ihren Kollegen aus der Personalabteilung. Allerdings konzentriert sich die Zusammenarbeit sehr häufig auf rein operative Themen wie die Planung der Inhalte bei der Mitarbeiter-Zeitung, die Führungskräfte-Information oder die Nutzung des Intranets. Nur in der Hälfte der Fälle beraten die Kommunikations-Abteilungen ihr Kollegen regelmäßig in Fragen der Veröffentlichungspolitik und der Planung von Kommunikationskampagnen. "Da Unternehmen als Arbeitgeber immer stärker in den Fokus der Öffentlichkeit geraten, sind sie heute viel stärker gefordert, personalpolitische Neuigkeiten professionell zu kommunizieren", erklärt der Mainzer Professor. Denn die Öffentlichkeit wolle gerade in turbulenten Zeiten wissen, wie die Unternehmen mit ihren Mitarbeitern umgingen.

Nahezu zwei Drittel der Kommunikations-Chefs sehen bei entscheidenden Themen wie beispielsweise Führungskräftekommunikation oder dem Arbeitgeber-Image ihre Kollegen von der Personalabteilung als Thementreiber. Doch gerade hier sei die Unternehmenskommunikation gefordert, weil es um den Auftritt und die Marke des Unternehmens gehe, so Ulrich Schuhmann, der auf PR und HR spezialisierte Personalberater, der aus vielen Gesprächen um den Wettbewerb beider Abteilungen in der Praxis weiß. Dabei legt er den Personalern nahe, ihren medialen Auftritt zu verbessern. Denn sie müssten ihre Themen immer häufiger auch öffentlich vertreten können.

Kontakt:
Prof. Dr. Lothar Rolke
FH Mainz - University of Applied Sciences
FB Wirtschaft
Lucy-Hillebrand-Str. 2
55128 Mainz
Tel.: 06131/628-3250
Tel.: 069/52 60 66
Mail: lothar.rolke@wiwi.fh-mainz.de
Mail: info@rolke.biz
Ulrich Schuhmann
Schuhmann Personalberatung GmbH
Industriestr. 131c
50996 Köln
Telefon +49 (0) 221 - 169 0109
Fax +49 (0) 221 - 169 0108
Mobil +49 (0) 173 - 960 5204
Mail us@schuhmann-pb.de

Therese Bartusch-Ruhl | idw
Weitere Informationen:
http://www.fh-mainz.de/

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Kommunikation Medien:

nachricht Wenn die Bilder lügen - KI-System entlarvt Fake News im Internet
20.04.2017 | Deutsches Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz GmbH, DFKI

nachricht Warum wechseln Menschen ihre Sprache?
14.03.2017 | Universität Wien

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Kommunikation Medien >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Can we see monkeys from space? Emerging technologies to map biodiversity

An international team of scientists has proposed a new multi-disciplinary approach in which an array of new technologies will allow us to map biodiversity and the risks that wildlife is facing at the scale of whole landscapes. The findings are published in Nature Ecology and Evolution. This international research is led by the Kunming Institute of Zoology from China, University of East Anglia, University of Leicester and the Leibniz Institute for Zoo and Wildlife Research.

Using a combination of satellite and ground data, the team proposes that it is now possible to map biodiversity with an accuracy that has not been previously...

Im Focus: Klima-Satellit: Mit robuster Lasertechnik Methan auf der Spur

Hitzewellen in der Arktis, längere Vegetationsperioden in Europa, schwere Überschwemmungen in Westafrika – mit Hilfe des deutsch-französischen Satelliten MERLIN wollen Wissenschaftler ab 2021 die Emissionen des Treibhausgases Methan auf der Erde erforschen. Möglich macht das ein neues robustes Lasersystem des Fraunhofer-Instituts für Lasertechnologie ILT in Aachen, das eine bisher unerreichte Messgenauigkeit erzielt.

Methan entsteht unter anderem bei Fäulnisprozessen. Es ist 25-mal wirksamer als das klimaschädliche Kohlendioxid, kommt in der Erdatmosphäre aber lange nicht...

Im Focus: Climate satellite: Tracking methane with robust laser technology

Heatwaves in the Arctic, longer periods of vegetation in Europe, severe floods in West Africa – starting in 2021, scientists want to explore the emissions of the greenhouse gas methane with the German-French satellite MERLIN. This is made possible by a new robust laser system of the Fraunhofer Institute for Laser Technology ILT in Aachen, which achieves unprecedented measurement accuracy.

Methane is primarily the result of the decomposition of organic matter. The gas has a 25 times greater warming potential than carbon dioxide, but is not as...

Im Focus: How protons move through a fuel cell

Hydrogen is regarded as the energy source of the future: It is produced with solar power and can be used to generate heat and electricity in fuel cells. Empa researchers have now succeeded in decoding the movement of hydrogen ions in crystals – a key step towards more efficient energy conversion in the hydrogen industry of tomorrow.

As charge carriers, electrons and ions play the leading role in electrochemical energy storage devices and converters such as batteries and fuel cells. Proton...

Im Focus: Die Schweiz in Pole-Position in der neuen ESA-Mission

Die Europäische Weltraumagentur ESA gab heute grünes Licht für die industrielle Produktion von PLATO, der grössten europäischen wissenschaftlichen Mission zu Exoplaneten. Partner dieser Mission sind die Universitäten Bern und Genf.

Die Europäische Weltraumagentur ESA lanciert heute PLATO (PLAnetary Transits and Oscillation of stars), die grösste europäische wissenschaftliche Mission zur...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Von Batterieforschung bis Optoelektronik

23.06.2017 | Veranstaltungen

10. HDT-Tagung: Elektrische Antriebstechnologie für Hybrid- und Elektrofahrzeuge

22.06.2017 | Veranstaltungen

„Fit für die Industrie 4.0“ – Tagung von Hochschule Darmstadt und Schader-Stiftung am 27. Juni

22.06.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Radioaktive Elemente in Cassiopeia A liefern Hinweise auf Neutrinos als Ursache der Supernova-Explosion

23.06.2017 | Physik Astronomie

Dünenökosysteme modellieren

23.06.2017 | Ökologie Umwelt- Naturschutz

Makro-Mikrowelle macht Leichtbau für Luft- und Raumfahrt effizienter

23.06.2017 | Materialwissenschaften