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Neues Projekt verknüpft Mobiltelefon & Co. – smarte Spielewelt

13.08.2013
Die alte Flimmerkiste hat sich zur zentralen Medienplattform gemausert: Fernseher verbinden sich heute mit Diensten wie Twitter, Facebook oder Internet-Videotheken und bringen eine bunte Unterhaltungswelt ins Wohnzimmer. Wie sich alle Komponenten noch besser verknüpfen lassen, erforscht das neue Projekt „Smart Gaming“ an der Universität Duisburg-Essen (UDE).

In der Werbepause mal eben mit den „Angry Birds“ spielen oder E-Mails abrufen. Das alles geht schon jetzt, denn die Serviceseiten der TV-Hersteller bieten die populärsten Spiele und immer neue Funktionen. Genutzt werden sie jedoch kaum, denn die Handhabung ist oftmals umständlich. Viele greifen lieber zum Smartphone oder Tablet.

„In unserem Projekt entwickeln wir nun eine familientaugliche Umgebung für das Smart TV“, sagt Katharina Emmerich vom Lehrstuhl für Medieninformatik und Entertainment Computing. „Die Bedienung muss so einfach sein wie beim Fernsehen, der Spaß so groß wie beim Mensch-Ärgere-Dich-Nicht.“

Wichtige Fragen: Welche Geräte sind vorhanden, wie kommunizieren sie miteinander, welche Darstellungsformen gibt es und wie können sie von den Nutzern gesteuert werden? Wenn diese Informationen bekannt sind, kann das Spiel beginnen. Gemeinsam in einem Raum oder auch zwischen zwei Unbekannten, die in München und Berlin auf ihrer Couch sitzen.

Den Wissenschaftlern geht es um eine vielfältige Nutzung und komfortable Bedienung. „Das dynamische Zusammenspiel von unterhaltungswilligen Usern und moderner Multimediatechnik ermöglicht die Interaktion mit völlig neuen Entertainment-Produkten, die wir Smart Gaming nennen“, so die Wissenschaftliche Mitarbeiterin.

Solche Smart Games können sich von üblichen mobilen Angeboten deutlich abheben. „Sie sollen das entspannende Spielen zwischendurch zurück ins Freundes- und Familienleben bringen – das könnte der noch jungen, aber aktiven Mobile Games Industrie in NRW einen wichtigen Schub geben“, betont Projektleiter Prof. Dr. Maic Masuch.

Entwickelt wird eine Plattform, die die Umgebung nach Endgeräten wie Smartphones scannt, bevor sie diese selbstständig und benutzerfreundlich verknüpft. Zusätzlich erklärt ein Leitfaden grundlegende Game Design-Prinzipien und bewährte Beispiele, wie man Spieler und deren Aktionen verwaltet sowie unmittelbar auf Änderungen reagiert. Dafür wird auch ein Spiel-Prototyp entwickelt, der in einer Studie zeigen muss, ob das Ganze in der Praxis wirklich funktioniert.

Der Lehrstuhl arbeitet mit dem unabhängigen Spieleentwickler Nurogames aus Köln zusammen. Das einjährige Projekt wird in der Initiative Digitales Medienland NRW gefördert.

Weitere Informationen: http://medieninformatik.uni-due.de/smart-gaming/
Prof. Dr. Maic Masuch, Tel. 0203/379-1341, maic.masuch@uni-due.de

Katrin Koster | idw
Weitere Informationen:
http://www.uni-due.de
http://medieninformatik.uni-due.de/smart-gaming/

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