Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

HfWU erforscht Werbeformen

20.01.2011
Product Placement Monitor 2010 vorgelegt

Klassische Werbung reicht vielen Unternehmen nicht mehr aus, um Ihre Produkte an die Frau und den Mann zu bringen. Neue Medien und ein anderes Verhalten der Mediennutzer verlangen auch neue Formen der Werbung.

Strategisch platzierte Botschaften, im Fachjargon „Product Placement“, ist eine dieser neuen Kommunikationsformen. Alle zwei Jahre legt die Hochschule für Wirtschaft und Umwelt Nürtingen-Geislingen (HfWU) dazu den „Product Placement Monitor“ vor.

Seit 1998 beobachtet das Team um Professor Dr. Iris Ramme wie sich die Szenerie entwickelt, welchen Stellenwert das Product Placement in der Werbung einnimmt. Alle zwei Jahre werden dazu werbetreibende Unternehmen befragt. Das Ergebnis für 2010 zeigt einen gleichbleibenden Trend: Noch immer führt das Product Placement ein Schattendasein. Allerdings erwarten zwei Drittel der befragten Unternehmen eine steigende Tendenz für diese Werbeform. Einige Unternehmen erhöhen ihre Budgets für das Product Placement deutlich, allerdings war es den Forschern der HfWU kaum möglich dazu handfeste Zahlen zu ermitteln: Kaum ein Unternehmen lässt sich hier in die Karten schauen, kämpft man doch von Beginn an gegen den Vorwurf der Schleichwerbung.

Andreas Waldner, Mitautor der Studie, betont dagegen, dass um das Product Placement herum längst eine kreative Branche aus Medien, Vermarktern, Agenturen und Filmproduzenten entstanden ist. Stephan Mareien, Gastprofessor an der HfWU klärt auf: „In der heutigen Unterhaltungsindustrie funktioniert Schleichwerbung gar nicht mehr. Es geht nicht um das plumpe Einblenden von Joghurtbechern. Bestimmte Produkte und Marken sind dagegen Teil der Show geworden. Ohne diese Unterstützung sind viele Formate gar nicht mehr finanzierbar“.

Unternehmen, die diese Form der Kommunikation nutzen, tun dies strategisch. Der Product Placement Monitor zeigt, dass über die Hälfte der befragten Unternehmen ein schriftliches Konzept zum Product Placement nutzen. Klassische Werbung hat in der Studie eine abnehmende Bedeutung für die Firmen, das Product Placement bleibt dagegen konstant, wenn auch auf einem niedrigen Niveau. Hauptsächlich genutzt wird diese Werbeform von der Automobilindustrie und Unternehmen aus den Bereichen Freizeit und Tourismus. Vor allem TV Serien werden für das Product Placement genutzt, gefolgt von Kinofilmen, TV-Shows und Fernsehfilmen. Die meisten Unternehmen setzen bei der Verkaufsförderung nach wie vor auf Werbung und Öffentlichkeitsarbeit. Aber alle Befragten sehen das Product Placement im Aufwind, auch wegen der neuen sozialen Medien im Internet.

Der Product Placement Monitor ist in der Schriftenreihe der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt Nürtingen-Geislingen erschienen und kann unter www.productplacementmonitor.de bezogen werden.

Gerhard Schmücker | idw
Weitere Informationen:
http://www.productplacementmonitor.de

Weitere Berichte zu: Monitor Placement Product Placement Schleichwerbung Werbeform

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Kommunikation Medien:

nachricht Moderne Medientechnik im Atlasgebirge
17.08.2017 | Universität Siegen

nachricht Wissenschaftler entschlüsseln das „perfekte Selfie“
26.06.2017 | Otto-Friedrich-Universität Bamberg

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Kommunikation Medien >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: The pyrenoid is a carbon-fixing liquid droplet

Plants and algae use the enzyme Rubisco to fix carbon dioxide, removing it from the atmosphere and converting it into biomass. Algae have figured out a way to increase the efficiency of carbon fixation. They gather most of their Rubisco into a ball-shaped microcompartment called the pyrenoid, which they flood with a high local concentration of carbon dioxide. A team of scientists at Princeton University, the Carnegie Institution for Science, Stanford University and the Max Plank Institute of Biochemistry have unravelled the mysteries of how the pyrenoid is assembled. These insights can help to engineer crops that remove more carbon dioxide from the atmosphere while producing more food.

A warming planet

Im Focus: Hochpräzise Verschaltung in der Hirnrinde

Es ist noch immer weitgehend unbekannt, wie die komplexen neuronalen Netzwerke im Gehirn aufgebaut sind. Insbesondere in der Hirnrinde der Säugetiere, wo Sehen, Denken und Orientierung berechnet werden, sind die Regeln, nach denen die Nervenzellen miteinander verschaltet sind, nur unzureichend erforscht. Wissenschaftler um Moritz Helmstaedter vom Max-Planck-Institut für Hirnforschung in Frankfurt am Main und Helene Schmidt vom Bernstein-Zentrum der Humboldt-Universität in Berlin haben nun in dem Teil der Großhirnrinde, der für die räumliche Orientierung zuständig ist, ein überraschend präzises Verschaltungsmuster der Nervenzellen entdeckt.

Wie die Forscher in Nature berichten (Schmidt et al., 2017. Axonal synapse sorting in medial entorhinal cortex, DOI: 10.1038/nature24005), haben die...

Im Focus: Highly precise wiring in the Cerebral Cortex

Our brains house extremely complex neuronal circuits, whose detailed structures are still largely unknown. This is especially true for the so-called cerebral cortex of mammals, where among other things vision, thoughts or spatial orientation are being computed. Here the rules by which nerve cells are connected to each other are only partly understood. A team of scientists around Moritz Helmstaedter at the Frankfiurt Max Planck Institute for Brain Research and Helene Schmidt (Humboldt University in Berlin) have now discovered a surprisingly precise nerve cell connectivity pattern in the part of the cerebral cortex that is responsible for orienting the individual animal or human in space.

The researchers report online in Nature (Schmidt et al., 2017. Axonal synapse sorting in medial entorhinal cortex, DOI: 10.1038/nature24005) that synapses in...

Im Focus: Tiny lasers from a gallery of whispers

New technique promises tunable laser devices

Whispering gallery mode (WGM) resonators are used to make tiny micro-lasers, sensors, switches, routers and other devices. These tiny structures rely on a...

Im Focus: Wundermaterial Graphen: Gewölbt wie das Polster eines Chesterfield-Sofas

Graphen besitzt extreme Eigenschaften und ist vielseitig verwendbar. Mit einem Trick lassen sich sogar die Spins im Graphen kontrollieren. Dies gelang einem HZB-Team schon vor einiger Zeit: Die Physiker haben dafür eine Lage Graphen auf einem Nickelsubstrat aufgebracht und Goldatome dazwischen eingeschleust. Im Fachblatt 2D Materials zeigen sie nun, warum dies sich derartig stark auf die Spins auswirkt. Graphen kommt so auch als Material für künftige Informationstechnologien infrage, die auf der Verarbeitung von Spins als Informationseinheiten basieren.

Graphen ist wohl die exotischste Form von Kohlenstoff: Alle Atome sind untereinander nur in der Ebene verbunden und bilden ein Netz mit sechseckigen Maschen,...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

11. BusinessForum21-Kongress „Aktives Schadenmanagement"

22.09.2017 | Veranstaltungen

Internationale Konferenz zum Biomining ab Sonntag in Freiberg

22.09.2017 | Veranstaltungen

Die Erde und ihre Bestandteile im Fokus

21.09.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

11. BusinessForum21-Kongress „Aktives Schadenmanagement"

22.09.2017 | Veranstaltungsnachrichten

DFG bewilligt drei neue Forschergruppen und eine neue Klinische Forschergruppe

22.09.2017 | Förderungen Preise

Lebendiges Gewebe aus dem Drucker

22.09.2017 | Biowissenschaften Chemie