Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Google-Suche erkennt verwandte Themen

25.03.2009
Australische Technologie für relevantere Suchvorschläge

Die Google-Suche verspricht seit gestern, Dienstagabend, zusätzlich zu den Ergebnissen vermehrt und auch passendere Vorschläge für verwandte Suchvorgänge.

Denn mit einer neuen Technologie kann die Suchmaschine besser Assoziationen mit der ursprünglichen Anfrage herstellen und verwandte Konzepte verstehen, heißt es im offiziellen Google Blog. Das soll helfen, Nutzer effizienter zu jenen Informationen im Web zu lenken, die für sie wirklich relevant sind.

Damit wagt sich Google in den Bereich semantischer Suche vor, der zunehmend an Bedeutung gewinnt. Den Grundstein für Googles Technologie hat Ori Allon, Technical Lead, Google Search Quality Team, schon 2005 als Student der University of New South Wales gelegt.

In insgesamt 37 Sprachen soll der neu implementierte Algorithmus durch sein Sprachverständnis bessere Vorschläge für verwandte Anfragen liefern. Wer auf Russisch nach "Wahrsagen mit Karten" sucht, werde unter anderem auf "Tarot" aufmerksam gemacht und wer sich in italienischer Sprache für "Surfen auf den Kanaren" interessiert unter anderem auf die bekannten Inseln Lanzarote und Fuerteventura verwiesen. Im pressetext-Versuch liefert die Suche nach "Semantik in der Websuche" unterhalb der Suchergebnisse auch den Vorschlag, nach dem aus dem Englischen kommenden Fachbegriff "semantic web" zu suchen. Dabei geht es darum, die Bedeutung von Begriffen für Computer verwertbar zu machen - unter anderem, um die Suche im Web zu verbessern.

Allon hat den Grundstein für die jetzt von Google genutzten Algorithmen 2005 unter dem Namen "Orion" gelegt. Seit 2006 ist er in Mountain View tätig und hat auf Basis von Orion die Arbeit an der Technologie für Google vorangetrieben, berichtet der Sydney Morning Herald. "Wir sind wirklich begeistert. Wir sehen noch viele Möglichkeiten für diese Technologie, jetzt, wo sie ins System integriert ist", betont der Google-Suchtechniker. Wie wichtig die aktuelle Neuerung vom einzelnen User empfunden wird, sei aber sicher von Person zu Person unterschiedlich und sehr subjektiv, so Allon.

Jedenfalls ist der Schritt in Richtung semantischer Suche für Google wichtig, da die Such-Konkurrenz nicht schläft. So hat etwa Microsoft im Herbst semantische Technologie in Live Search integriert (pressetext berichtete: http://pressetext.com/news/080918024/). Allerdings hat Microsoft konzeptuell verwandte Suchvorschläge zunächst nur in einer Sprache - auf Englisch - umgesetzt. Für Mai wiederum ist der Start von Wolfram Alpha http://www.wolframalpha.com geplant. Diese Suchmaschine des Physikers Stephen Wolfram, der Ende der 1980er durch die mathematisch-naturwissenschaftliche Software "Mathematica" bekannt wurde, soll ganz konkrete Antworten auf Fragen bieten.

Thomas Pichler | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://www.google.com

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Kommunikation Medien:

nachricht Wenn die Bilder lügen - KI-System entlarvt Fake News im Internet
20.04.2017 | Deutsches Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz GmbH, DFKI

nachricht Warum wechseln Menschen ihre Sprache?
14.03.2017 | Universität Wien

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Kommunikation Medien >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Neue Methode zur Charakterisierung von Graphen

Wissenschaftler haben eine neue Methode entwickelt, um die Eigenschaften von Graphen ohne das Anlegen störender elektrischer Kontakte zu charakterisieren. Damit lassen sich gleichzeitig der Widerstand und die Quantenkapazität von Graphen sowie von anderen zweidimensionalen Materialien untersuchen. Dies berichten Forscher vom Swiss Nanoscience Institute und Departement Physik der Universität Basel im Wissenschaftsjournal «Physical Review Applied».

Graphen besteht aus einer einzigen Lage von Kohlenstoffatomen. Es ist transparent, härter als Diamant, stärker als Stahl, dabei aber flexibel und ein deutlich...

Im Focus: New Method of Characterizing Graphene

Scientists have developed a new method of characterizing graphene’s properties without applying disruptive electrical contacts, allowing them to investigate both the resistance and quantum capacitance of graphene and other two-dimensional materials. Researchers from the Swiss Nanoscience Institute and the University of Basel’s Department of Physics reported their findings in the journal Physical Review Applied.

Graphene consists of a single layer of carbon atoms. It is transparent, harder than diamond and stronger than steel, yet flexible, and a significantly better...

Im Focus: Detaillierter Blick auf molekularen Gifttransporter

Transportproteine in unseren Körperzellen schützen uns vor gewissen Vergiftungen. Forschende der ETH Zürich und der Universität Basel haben nun die hochaufgelöste dreidimensionale Struktur eines bedeutenden menschlichen Transportproteins aufgeklärt. Langfristig könnte dies helfen, neue Medikamente zu entwickeln.

Fast alle Lebewesen haben im Lauf der Evolution Mechanismen entwickelt, um Giftstoffe, die ins Innere ihrer Zellen gelangt sind, wieder loszuwerden: In der...

Im Focus: Neue Methode für die Datenübertragung mit Licht

Der steigende Bedarf an schneller, leistungsfähiger Datenübertragung erfordert die Entwicklung neuer Verfahren zur verlustarmen und störungsfreien Übermittlung von optischen Informationssignalen. Wissenschaftler der Universität Johannesburg, des Instituts für Angewandte Optik der Friedrich-Schiller-Universität Jena und des Leibniz-Instituts für Photonische Technologien Jena (Leibniz-IPHT) präsentieren im Fachblatt „Journal of Optics“ eine neue Möglichkeit, glasfaserbasierte und kabellose optische Datenübertragung effizient miteinander zu verbinden.

Dank des Internets können wir in Sekundenbruchteilen mit Menschen rund um den Globus in Kontakt treten. Damit die Kommunikation reibungslos funktioniert,...

Im Focus: Strathclyde-led research develops world's highest gain high-power laser amplifier

The world's highest gain high power laser amplifier - by many orders of magnitude - has been developed in research led at the University of Strathclyde.

The researchers demonstrated the feasibility of using plasma to amplify short laser pulses of picojoule-level energy up to 100 millijoules, which is a 'gain'...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Wissenschaftsforum Chemie 2017

30.05.2017 | Veranstaltungen

Erfolgsfaktor Digitalisierung

30.05.2017 | Veranstaltungen

Lebensdauer alternder Brücken - prüfen und vorausschauen

29.05.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Neue Methode zur Charakterisierung von Graphen

30.05.2017 | Physik Astronomie

Riesenfresszellen steuern die Entwicklung von Nerven und Blutgefäßen im Gehirn

30.05.2017 | Biowissenschaften Chemie

Nano-U-Boot mit Selbstzerstörungs-Mechanismus

30.05.2017 | Biowissenschaften Chemie