Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Fraunhofer Audioexperten sorgen für entspanntes Telefonerlebnis

02.09.2011
Störende Umgebungsgeräusche können die Kommunikation am Telefon erheblich erschweren, noch dazu, wenn das Gehör beeinträchtigt ist.

Wissenschaftler des Fraunhofer-Instituts für Digitale Medientechnologie IDMT schaffen hier nun Abhilfe: Mit »HearingSupport4Telecommunication« wurde eine neue Technologie entwickelt, mit der nicht nur die Sprachqualität für Normalhörende und Personen mit geringem Hörverlust erheblich verbessert wird, sondern die auch schwerhörenden Menschen die uneingeschränkte Kommunikation ohne Hörgerät über Telefon oder Internet ermöglicht.

Die von der Projektgruppe Hör-, Sprach- und Audiotechnologie des Fraunhofer IDMT entwickelte Lösung regelt das Sprachsignal unabhängig von der tatsächlichen Verbindung auf einen angenehmen Wiedergabepegel. Zusätzlich kann eine Sprachunterstützung eingeschaltet werden, die den Hörkomfort für normalhörende Menschen oder Personen mit geringem Hörverlust erheblich verbessert. Nutzerstudien haben gezeigt, dass schwerhörende Menschen ganz auf den Einsatz ihres Hörgeräts beim Telefonieren verzichten können und so wieder ohne Einschränkungen an der Kommunikation teilnehmen können.

Die Technologie wird dabei direkt in die Kommunikationswege, wie
z. B. Telefonnetze, Konferenzsysteme oder Telefonanlagen, integriert. Bereits vorhandene Geräte können weiter genutzt werden, so dass keine Umgewöhnung in der Bedienung nötig ist und keine weiteren Kosten durch die Anschaffung eines neuen Geräts entstehen.

Verschiedene voreingestellte Hörprofile, die der Benutzer entsprechend seiner individuellen Hörpräferenz auswählen kann, sorgen für optimale Sprachverständlichkeit. So wird jeder Anruf auf das individuelle Gehör abgestimmt und die wahrgenommene Qualität durch ein gleichmäßiges und gut verständliches Klangbild deutlich erhöht.

»Wir können mit unseren Voreinstellungen bis zu 85 Prozent der typischen Hörverluste abdecken. Das System passt sich schnell und unkompliziert an den Nutzer an und verbessert die Hör- und Sprachqualität deutlich«, fasst der Projektverantwortliche Dr. Thomas Rohdenburg die Vorteile der neuen Technologie zusammen.

Für HearingSupport4Telecommunication haben sich die Oldenburger Forscher innovative Signalverarbeitungsstrategien zu Nutze gemacht, die sonst nur in Hörgeräten zum Einsatz kommen. So werden z. B. leise Frequenzen verstärkt, laute hingegen nicht – ganz so, wie bei einem handelsüblichen Hörgerät. Die Lautheitsanpassung und Sprachanhebung werden durch einen effizienten Multiband-Dynamikkompressor realisiert. Darüber hinaus kommen psychoakustische Modelle zum Einsatz, um die Stärke der Störgeräuschunterdrückung optimal auf das aktuelle Signal abzustimmen.

Das Fraunhofer IDMT präsentiert HearingSupport4Telecommunication auf der internationalen Messe für Film, Funk und Fernsehen IBC in Amsterdam vom 9. bis 13. September 2011. Besuchen Sie uns am Fraunhofer-Gemeinschaftsstand in Halle 8, Stand B 80.

Stefanie Theiss | Fraunhofer-Institut
Weitere Informationen:
http://www.idmt.fraunhofer.de/de/projekte_themen/hs4t.html

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Kommunikation Medien:

nachricht Virtuell und 360°: die Zukunft bewegter Bilder
04.10.2016 | Fachhochschule St. Pölten

nachricht Content-Marketing: In der Praxis angekommen - Studie zu Content-Marketing-Strategien
15.07.2016 | PFH Private Hochschule Göttingen

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Kommunikation Medien >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Gravitationswellen als Sensor für Dunkle Materie

Die mit der Entdeckung von Gravitationswellen entstandene neue Disziplin der Gravitationswellen-Astronomie bekommt eine weitere Aufgabe: die Suche nach Dunkler Materie. Diese könnte aus einem Bose-Einstein-Kondensat sehr leichter Teilchen bestehen. Wie Rechnungen zeigen, würden Gravitationswellen gebremst, wenn sie durch derartige Dunkle Materie laufen. Dies führt zu einer Verspätung von Gravitationswellen relativ zu Licht, die bereits mit den heutigen Detektoren messbar sein sollte.

Im Universum muss es gut fünfmal mehr unsichtbare als sichtbare Materie geben. Woraus diese Dunkle Materie besteht, ist immer noch unbekannt. Die...

Im Focus: Significantly more productivity in USP lasers

In recent years, lasers with ultrashort pulses (USP) down to the femtosecond range have become established on an industrial scale. They could advance some applications with the much-lauded “cold ablation” – if that meant they would then achieve more throughput. A new generation of process engineering that will address this issue in particular will be discussed at the “4th UKP Workshop – Ultrafast Laser Technology” in April 2017.

Even back in the 1990s, scientists were comparing materials processing with nanosecond, picosecond and femtosesecond pulses. The result was surprising:...

Im Focus: Wie sich Zellen gegen Salmonellen verteidigen

Bioinformatiker der Goethe-Universität haben das erste mathematische Modell für einen zentralen Verteidigungsmechanismus der Zelle gegen das Bakterium Salmonella entwickelt. Sie können ihren experimentell arbeitenden Kollegen damit wertvolle Anregungen zur Aufklärung der beteiligten Signalwege geben.

Jedes Jahr sind Salmonellen weltweit für Millionen von Infektionen und tausende Todesfälle verantwortlich. Die Körperzellen können sich aber gegen die...

Im Focus: Shape matters when light meets atom

Mapping the interaction of a single atom with a single photon may inform design of quantum devices

Have you ever wondered how you see the world? Vision is about photons of light, which are packets of energy, interacting with the atoms or molecules in what...

Im Focus: Greifswalder Forscher dringen mit superauflösendem Mikroskop in zellulären Mikrokosmos ein

Das Institut für Anatomie und Zellbiologie weiht am Montag, 05.12.2016, mit einem wissenschaftlichen Symposium das erste Superresolution-Mikroskop in Greifswald ein. Das Forschungsmikroskop wurde von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und dem Land Mecklenburg-Vorpommern finanziert. Nun können die Greifswalder Wissenschaftler Strukturen bis zu einer Größe von einigen Millionstel Millimetern mittels Laserlicht sichtbar machen.

Weit über hundert Jahre lang galt die von Ernst Abbe 1873 publizierte Theorie zur Auflösungsgrenze von Lichtmikroskopen als ein in Stein gemeißeltes Gesetz....

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Wie aus reinen Daten ein verständliches Bild entsteht

05.12.2016 | Veranstaltungen

Von „Coopetition“ bis „Digitale Union“ – Die Fertigungsindustrien im digitalen Wandel

02.12.2016 | Veranstaltungen

Experten diskutieren Perspektiven schrumpfender Regionen

01.12.2016 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Was nach der Befruchtung im Zellkern passiert

06.12.2016 | Biowissenschaften Chemie

Tempo-Daten für das „Navi“ im Kopf

06.12.2016 | Medizin Gesundheit

Patienten-Monitoring in der eigenen Wohnung − Sensorenanzug für Schlaganfallpatienten

06.12.2016 | Medizintechnik