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Neues DFG-Forschungsprojekt für Medienforscher an der Uni Lübeck

05.09.2007
Die Deutsche Forschungsgemeinschaft fördert ein innovatives Projekt für kinder- und jugendgerechte Medien

Das Institut für Multimediale und Interaktive Systeme (IMIS) der Universität zu Lübeck erforscht und entwickelt neue Medien für Kinder und Jugendliche. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung, das Land Schleswig-Holstein und die Possehl-Stiftung Lübeck haben diese Projekte seit 2001 umfangreich gefördert.

Jetzt findet das Projekt auch hohe Anerkennung und Fortsetzung durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) und wird in einer ersten Förderperiode über zwei Jahre mit ca. 220.000 Euro gefördert.

Die Initiative "Kids in Media and Motion" (KiMM) des IMIS unter der Leitung von Prof. Dr. Michael Herczeg und Dr. Thomas Winkler hat dazu geführt, dass an vielen Schulen in Schleswig-Holstein modernste Formen der Gestaltung und Nutzung digitaler Medien eingeführt worden sind. Der Schwerpunkt lag mit Hilfe einer großzügigen Spende der Possehl-Stiftung Lübeck an zwölf Lübecker Schulen.

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Jetzt unterstützt auch die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) die Forschungsarbeiten mit dem Projekt "Kinder- und jugendgerechte Vermittlungskonzepte von körper- und raumbezogenen interaktiven Computersystemen und Medien". Hierbei sollen in systematischer Weise der Umgang und das Verhalten von Kindern und Jugendlichen mit neuesten Medientechnologien untersucht und neue Konzepte für die Vermittlung dieser wichtigen Kompetenzen für die Zukunft entwickelt werden.

Die Besonderheit des Projekts liegt darin, dass nicht einfach die übliche Computerausbildung am PC erfolgt, sondern auch multimediale Computersysteme in den Focus gerückt werden. Dabei kann es sich um medizinische Computersysteme am Körper, intelligente Schmuck- und Kleidungsstücke, mobile Geräte, mit Computern angereicherte Alltagsobjekte wie auch um intelligente Räume handeln. Menschen werden in Zukunft nicht nur über Tastatur und Bildschirm, sondern mit ihrem gesamten Körper im räumlichen Umfeld mit Computern in Bezug stehen. Die Chancen und Gefahren dieser Entwicklung sollen im Projekt untersucht und zeitgemäße didaktische Methoden und informatische Technologien für Kinder und Jugendliche entwickelt werden.

Bereits in den bisherigen Lübecker Projekten haben Schülerinnen und Schüler von der 1. bis zur 13. Jahrgangsstufe computerbasierte Medien in einer kreativen und ganzheitlichen Form kennen und nutzen gelernt. Anstatt stundenlang in Computerräumen oder zuhause vor dem Bildschirm zu sitzen, haben sie Rauminstallationen gebaut, Theateraufführungen medial angereichert, mobile Medien für den Geschichtsunterricht in der Stadt genutzt oder auch künstlerische Arbeiten mit Mathematik, Natur- und Geisteswissenschaften verknüpft. Lehrer aller Schulfächer haben in über 50 Einzelprojekten mit über 50.000 Schülerkontaktstunden mehrere Monate und teils auch Jahre zusammengearbeitet. Die ersten Erfahrungen sind inzwischen bereits in Ausbildungsmodule der Lehreraus- und -fortbildung in Schleswig-Holstein eingeflossen.

Das Vorhaben hat auf internationalen Konferenzen und Publikationen großen Anklang gefunden. Ein enger Austausch mit amerikanischen Forschungseinrichtungen wie dem Massachusetts Institute of Technology (MIT) in Boston oder der University of Michigan findet seit Jahren statt.

Rüdiger Labahn | idw
Weitere Informationen:
http://www.kimm.uni-luebeck.de

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