Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

i-mode: mutiger Start in die UMTS-Welt

12.03.2002


Während die Mehrheit der Telekommunikationsanbieter noch über technische Probleme bei UMTS nachdenkt, startet E-Plus mit den ersten Handy-Anwendungen durch, die auch beim UMTS-Standard lauffähig sind. E-Plus versucht sich damit als erstes Unternehmen im Info- und Entertainment-Geschäft via Handy. Doch das japanische Erfolgsmodell i-mode lässt sich so einfach nicht auf Deutschland übertragen. Nicht nur, dass man ein neues Handy anschaffen muss: Im Land des Lächelns wurden die Rekordumsätze mit günstigen Unterhaltungsangeboten gemacht. In Deutschland kaum wiederholbar: E-Plus setzt die Kosten höher an, und das Nutzverhalten der Kunden ist anders. „Verfrühte Schadenfreude sollte sich die Branche bei i-mode verkneifen, auch wenn der Dienst womöglich nur schleppend anlaufen wird“, sagt Wilhelm Alms, Vorstandsvorsitzender der Mummert + Partner Unternehmensberatung. „Immerhin gehen wir jetzt einen gewaltigen Schritt auf der Lernkurve, für welche mobilen Inhalte die Deutschen bezahlen wollen.“

Der Dienst i-mode ist Umsatzbringer in Japan. Mehr als 30 Millionen Japaner haben i-mode zum Riesenerfolg des dortigen Mobilfunkanbieter NTT DoCoMo gemacht: Schon morgens in der U-Bahn nutzen sie Spiele-, E-Mail und Infotainment via Mobiltelefon. Der Dienst i-Mode macht‘s möglich – und weil i-mode eigentlich auf die in Europa üblichen GSM-Funknetze aufbaut, träumen findige Mobilfunker schon lange davon, die Erfolgsstory bei uns zu wiederholen. Nach einer Studie von Jupiter Research ist der M-Commerce-Umsatz in Japan mit mehr als 400 Millionen Dollar fast 30 Mal höher als in Europa.

1.800 offizielle i-Mode-Webseiten in Japan. i-mode startet am 16. März mit einem schmalen Angebot an Inhalten. Schneller Zuwachs ist entscheidend für die neue Technik: Die Vielzahl an Angeboten hat in Japan den Umsatz gebracht. Dort bieten NTT-DoCoMo-Partner 1.800 offizielle Webseiten an, weitere 40.000 Webseiten verfügen über eine i-Mode-Optionen. Außerdem stehen Serviceleistungen zur Verfügung wie mobile Bankgeschäfte, Restaurant- und Ticketreservierungen. Spiele und die Möglichkeit, bunte Bilder zu verschicken, machen i-Mode bei Teenagern beliebt. Zum Vergleich: In Deutschland gibt es zum Start etwa 60 Anbieter mit 500 Seiten.

i-mode in Deutschland teuerer als in Japan. Der Clou an i-mode sind in Japan die moderaten Kosten: monatliche Grundgebühr umgerechnet weniger als 3 Euro, eine E-Mail kostet nicht einmal 10 Cent. In Deutschland wird es mit 18 Cent für das Verschicken einer kurzen Mail (max. 1000 Zeichen) etwa doppelt so teuer. Auch die meisten Inhalte-Dienste, so genannte Content-Channels, sind kostenpflichtig: Wer auf einen Hotelführer zugreifen will, zahlt zwei Euro monatlich und einen Cent je übertragenem Kilobyte Daten.

Jörg Forthmann | Presse- und Öffentlichkeitsarbei

Weitere Berichte zu: E-Plus Handy UMTS-Welt Webseite

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Kommunikation Medien:

nachricht Wenn die Bilder lügen - KI-System entlarvt Fake News im Internet
20.04.2017 | Deutsches Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz GmbH, DFKI

nachricht Warum wechseln Menschen ihre Sprache?
14.03.2017 | Universität Wien

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Kommunikation Medien >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Löschbare Tinte für den 3-D-Druck

Im 3-D-Druckverfahren durch Direktes Laserschreiben können Mikrometer-große Strukturen mit genau definierten Eigenschaften geschrieben werden. Forscher des Karlsruher Institus für Technologie (KIT) haben ein Verfahren entwickelt, durch das sich die 3-D-Tinte für die Drucker wieder ‚wegwischen‘ lässt. Die bis zu hundert Nanometer kleinen Strukturen lassen sich dadurch wiederholt auflösen und neu schreiben - ein Nanometer entspricht einem millionstel Millimeter. Die Entwicklung eröffnet der 3-D-Fertigungstechnik vielfältige neue Anwendungen, zum Beispiel in der Biologie oder Materialentwicklung.

Beim Direkten Laserschreiben erzeugt ein computergesteuerter, fokussierter Laserstrahl in einem Fotolack wie ein Stift die Struktur. „Eine Tinte zu entwickeln,...

Im Focus: Leichtbau serientauglich machen

Immer mehr Autobauer setzen auf Karosserieteile aus kohlenstofffaserverstärktem Kunststoff (CFK). Dennoch müssen Fertigungs- und Reparaturkosten weiter gesenkt werden, um CFK kostengünstig nutzbar zu machen. Das Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH) hat daher zusammen mit der Volkswagen AG und fünf weiteren Partnern im Projekt HolQueSt 3D Laserprozesse zum automatisierten Besäumen, Bohren und Reparieren von dreidimensionalen Bauteilen entwickelt.

Automatisiert ablaufende Bearbeitungsprozesse sind die Grundlage, um CFK-Bauteile endgültig in die Serienproduktion zu bringen. Ausgerichtet an einem...

Im Focus: Making lightweight construction suitable for series production

More and more automobile companies are focusing on body parts made of carbon fiber reinforced plastics (CFRP). However, manufacturing and repair costs must be further reduced in order to make CFRP more economical in use. Together with the Volkswagen AG and five other partners in the project HolQueSt 3D, the Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH) has developed laser processes for the automatic trimming, drilling and repair of three-dimensional components.

Automated manufacturing processes are the basis for ultimately establishing the series production of CFRP components. In the project HolQueSt 3D, the LZH has...

Im Focus: Wonder material? Novel nanotube structure strengthens thin films for flexible electronics

Reflecting the structure of composites found in nature and the ancient world, researchers at the University of Illinois at Urbana-Champaign have synthesized thin carbon nanotube (CNT) textiles that exhibit both high electrical conductivity and a level of toughness that is about fifty times higher than copper films, currently used in electronics.

"The structural robustness of thin metal films has significant importance for the reliable operation of smart skin and flexible electronics including...

Im Focus: Immunzellen helfen bei elektrischer Reizleitung im Herzen

Erstmals elektrische Kopplung von Muskelzellen und Makrophagen im Herzen nachgewiesen / Erkenntnisse könnten neue Therapieansätze bei Herzinfarkt und Herzrhythmus-Störungen ermöglichen / Publikation am 20. April 2017 in Cell

Makrophagen, auch Fresszellen genannt, sind Teil des Immunsystems und spielen eine wesentliche Rolle in der Abwehr von Krankheitserregern und bei der...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Forschungsexpedition „Meere und Ozeane“ mit dem Ausstellungsschiff MS Wissenschaft

24.04.2017 | Veranstaltungen

3. Bionik-Kongress Baden-Württemberg

24.04.2017 | Veranstaltungen

Smart-Data-Forschung auf dem Weg in die wirtschaftliche Praxis

21.04.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Phoenix Contact übernimmt Spezialisten für Netzleittechnik

24.04.2017 | Unternehmensmeldung

Phoenix Contact beteiligt sich an Berliner Start-up Unternehmen für Energiemanagement

24.04.2017 | Unternehmensmeldung

Phoenix Contact übernimmt Spezialisten für industrielle Kommunikationstechnik

24.04.2017 | Unternehmensmeldung