Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Simulierte Klänge aus dem All

20.01.2005


In den Vereinigten Staaten kommt das Radioprogramm zunehmend via Satellit zu den Hörern – zuhause wie im Auto. Die Funksignale können Hersteller von Radios und Antennen sowie Fahrzeugproduzenten mit einem Gerät erzeugen und so aufwändige Tests in den USA umgehen.


US-amerikanische Radiosender bekommen zunehmend Konkurrenz aus dem Weltraum. Nur drei Jahre nach dem Sendestart hat XM Satellite Radio mehr als drei Millionen zahlende Kunden. Konkurrent Sirius hält derzeit mehr als eine Million Abonnenten – Tendenz bei beiden Anbietern steigend. Satellitenrundfunk allein birgt jedoch ein Problem: Stehen zwischen den Satelliten und der Antenne Hindernisse wie Bäume oder Hochhäuser, verschlechtert sich der Empfang. Beim Autofahren kann es so zu Sekunden langen Unterbrechungen kommen. Um diese Beeinträchtigung so gering wie möglich zu halten, haben beide Anbieter zusätzlich terrestrische Sender installiert.

Radio- und Antennenhersteller reagieren auf die wachsende Beliebtheit der Rundfunksysteme und bringen immer mehr Geräte auf den Markt. Sie – aber auch Fahrzeugproduzenten – benötigen für ihre verschiedenen Tests ein Signal, das identisch mit dem der Satelliten und der terrestrischen Sender in den USA sein muss. Geräte, die dies simulieren, baut das Innovationszentrum für Telekommunikationstechnik IZT GmbH, eine Ausgründung des Fraunhofer-Instituts für Integrierte Schaltungen IIS in Erlangen. Zu den gemeinsam entwickelten Produkten gehört ein Signalgenerator für XM Radio, den verschiedene Radiohersteller seit Jahren weltweit einsetzen. "Der DSG2000 hingegen ist eine komplette Neuentwicklung für beide Satellitenrundfunksysteme", betont Projektleiter Oliver Rommelfanger. "Damit gehen wir auf die Wünsche unserer Kunden ein, die sich ein kompaktes Gerät mit umfangreichen Testmöglichkeiten zu einem günstigem Preis-Leistungsverhältnis wünschten." Der zweite, neu hinzu gekommene Signalgenerator stellte für die Mitarbeiter des Unternehmens kein größeres technisches Problem dar – immerhin entwickeln und fertigen sie die terrestrischen Sender sowie Testequipment für Sirius Satellite Radio.


Der vielseitige DSG2000 wird in zwei Versionen geliefert. Mit der einfacheren Variante können Fahrzeughersteller in ihren Fertigungshallen testen, ob die eingebauten Radios und Antennen in den USA voll funktionstüchtig sein werden. Dabei geht es vor allem darum, ob die Radios das Signal richtig erkennen und die einzelnen Programme wiedergeben können. Die zweite Version wendet sich an Entwickler der Radiosysteme selbst, die umfangreichere Tests durchführen müssen. So lassen sich mit diesem Gerät die Satellitenbewegungen oder auch typische Autofahrten mit kurzzeitigen Signaleinbrüchen simulieren. Mehrwegeausbreitungen, die wie Echos wirken, können mithilfe eines Kanalsimulators nachgebildet werden.

Martina Spengler | Fraunhofer-Institut
Weitere Informationen:
http://www.fraunhofer.de

Weitere Berichte zu: Antenne DSG2000 Fahrzeugproduzent Satellit Signalgenerator

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Kommunikation Medien:

nachricht Auf Videokacheln basierendes DASH Streaming für Virtuelle Realität mit HEVC vom Fraunhofer HHI
03.01.2017 | Fraunhofer-Institut für Nachrichtentechnik Heinrich-Hertz-Institut

nachricht Virtuell und 360°: die Zukunft bewegter Bilder
04.10.2016 | Fachhochschule St. Pölten

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Kommunikation Medien >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Zinn in der Photodiode: nächster Schritt zur optischen On-Chip-Datenübertragung

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium allein – die stoffliche Basis der Chip-Produktion – sind als Lichtquelle kaum geeignet. Jülicher Physiker haben nun gemeinsam mit internationalen Partnern eine Diode vorgestellt, die neben Silizium und Germanium zusätzlich Zinn enthält, um die optischen Eigenschaften zu verbessern. Das Besondere daran: Da alle Elemente der vierten Hauptgruppe angehören, sind sie mit der bestehenden Silizium-Technologie voll kompatibel.

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium...

Im Focus: Innovative Antikörper für die Tumortherapie

Immuntherapie mit Antikörpern stellt heute für viele Krebspatienten einen Erfolg versprechenden Ansatz dar. Weil aber längst nicht alle Patienten nachhaltig von diesen teuren Medikamenten profitieren, wird intensiv an deren Verbesserung gearbeitet. Forschern um Prof. Thomas Valerius an der Christian Albrechts Universität Kiel gelang es nun, innovative Antikörper mit verbesserter Wirkung zu entwickeln.

Immuntherapie mit Antikörpern stellt heute für viele Krebspatienten einen Erfolg versprechenden Ansatz dar. Weil aber längst nicht alle Patienten nachhaltig...

Im Focus: Durchbruch mit einer Kette aus Goldatomen

Einem internationalen Physikerteam mit Konstanzer Beteiligung gelang im Bereich der Nanophysik ein entscheidender Durchbruch zum besseren Verständnis des Wärmetransportes

Einem internationalen Physikerteam mit Konstanzer Beteiligung gelang im Bereich der Nanophysik ein entscheidender Durchbruch zum besseren Verständnis des...

Im Focus: Breakthrough with a chain of gold atoms

In the field of nanoscience, an international team of physicists with participants from Konstanz has achieved a breakthrough in understanding heat transport

In the field of nanoscience, an international team of physicists with participants from Konstanz has achieved a breakthrough in understanding heat transport

Im Focus: Hoch wirksamer Malaria-Impfstoff erfolgreich getestet

Tübinger Wissenschaftler erreichen Impfschutz von bis zu 100 Prozent – Lebendimpfstoff unter kontrollierten Bedingungen eingesetzt

Tübinger Wissenschaftler erreichen Impfschutz von bis zu 100 Prozent – Lebendimpfstoff unter kontrollierten Bedingungen eingesetzt

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Der Lkw der Zukunft kommt ohne Fahrer aus

21.02.2017 | Veranstaltungen

Physikerinnen und Physiker diskutieren in Bremen über aktuelle Grenzen der Physik

21.02.2017 | Veranstaltungen

Kniffe mit Wirkung in der Biotechnik

21.02.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Rittal vereinbart mit den Betriebsräten Sozialpläne

21.02.2017 | Unternehmensmeldung

Der Lkw der Zukunft kommt ohne Fahrer aus

21.02.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Zur Sprache gebracht: Und das intelligente Haus „hört zu“

21.02.2017 | Messenachrichten