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Digitales Fernsehen auf dem Handy - Top oder Flop?

20.07.2004

Digital Video Broadcast auf mobilen Endgeräten (DVB2Mobile) wird sich durchsetzen - davon sind rund 70 Prozent der Medien-Experten überzeugt, die Detecon International im Rahmen einer Marktuntersuchung befragt hat. Allerdings sind die meisten Kunden nicht bereit, für das Handy-TV deutlich höhere Gebühren als bisher zu bezahlen. Die Gewinner beim Geschäft mit dem digitalen Taschenfernsehen werden nach Ansicht der Fachleute in erster Linie die TV-Sender sein.

"Der TV-Empfang auf dem Handy ist seit langem mal wieder ein Dienst, der niemandem erklärt werden muss - Fernsehen kennt jeder", erklärt Markus Buchwald, Senior Consultant bei Detecon International. Dies sei einer der Hauptgründe für das große Potenzial von DVB2Mobile.

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Unabhängig von seiner technischen Verfügbarkeit lebt das mobile Fernsehen vor allem von den Programminhalten. Content-Lieferanten werden auch in Zukunft weniger die Mobilfunkanbieter, sondern weiterhin die bestehenden TV-Sender sein. Nach Ansicht der Experten eignen sich klassische Vollprogramme wie Reportagen oder Spielfilme jedoch kaum für das Handy-TV. Spezielle Fernsehformate könnten daher zukünftig zu einem wichtigen Geschäftsfeld der bestehenden Sender werden. Großes Potenzial sehen die Fachleute vor allem bei Musik- und Sportinhalten, Nachrichtenformaten sowie bei Erotiksendungen und interaktiven Flirt- oder Gaming-Programmen.

Bei den Herstellern von Handys, PDAs (Personal Digital Assistants) oder Smartphones wird das mobile Fernsehen voraussichtlich nicht zu nennenswerten Umsatzsteigerungen führen: 62 Prozent der Befragten glauben nicht, dass die Nutzer ihre mobilen Endgeräte nur wegen DVB2Mobile früher durch neue, DVB-fähige Telefone austauschen.

Da die Kunden nicht bereit sind, für das mobile Fernsehen deutlich tiefer in der Tasche zu greifen, werden auch die Netzbetreiber - außer einer kleinen Grundgebühr - nicht viel mit DVB2Mobile verdienen. "Sie können allenfalls darauf hoffen, dass ihre Kunden bestehende Dienste auf DVB-Geräten mit größeren Displays intensiver nutzen", so Klaus Greiber, Consultant bei Detecon International.

Der komplette "Trendletter DVB2Mobile - Indiana Jones in der Westentasche" steht ab sofort unter www.detecon.com in der Rubrik Publikationen / Studien kostenlos zum Download bereit.

Ingrid Blessing | ots
Weitere Informationen:
http://www.detecon.com

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