Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

ZEIT: Formel 1 - Das Geschäft für die Fernsehsender geht zu Ende

10.04.2001


... mehr zu:
»Fernsehsender »Formel »Rennserie »ZEIT
In zwei Jahren "ist die Zeit vorbei, in der ein Sender mit der Formel 1 Geld verdienen kann," sagte Helmut Thoma, der ehemalige Chef des privaten Fernsehsenders RTL, in einem Interview in der jüngsten Ausgabe
der Wochenzeitung DIE ZEIT. Gewinn könne man mit Sportrechten als Sender nur machen, "wenn sich noch nicht so viele Zuschauer für eine Sportart interessieren, der Sender sie aber schnell zu einem Publikumsmagneten machen" könne. Denn die Rechte für eine beliebte Sportart zu erwerben sei "das Teuerste, was es im Fernsehen überhaupt gibt". Über die Summe, die ein Fernsehsender in Zukunft jährlich an die Vermarktungsgesellschaft der Rennserie wird zahlen müssen sagte er: "Uns werden die Augen tränen."

      Bis zum Jahr 2003 darf RTL die 17 Autorennen im frei empfangbaren Fernsehen übertragen. Sie sind eine Goldgrube geworden - für den Sender, die Sponsoren und die Werbeindustrie. Der rasende Zirkus ist eines der letzten großen Gemeinschaftserlebnisse am Bildschirm - neben Spitzenfußball und "Wetten, dass ...". "Sie sind die Leuchttürme", freut sich Jan Isenbart von IP Deutschland, die die Werbezeiten der RTL-Sender vermarktet. Normale Spielfilme erreichen nicht halb so viele Zuschauer wie eine Formel-1-Übertragung. Und aus Sicht der Unternehmen ist das Publikum vom Feinsten: männlich, jung, kaufkräftig. Unterhaltungselektronik, Finanzdienstleistungen, Biermarken und natürlich die Autoindustrie rangeln um die begehrten Werbeplätze. Dafür zahlen sie Höchstpreise. 302 000 Mark kostete beim jüngsten Rennen um den großen Preis von Brasilien der 30-Sekunden-Spot im Live-Geschehen.

      Bisher erzielt RTL damit einen Gewinn von schätzungsweise 100 Millionen Mark im Jahr, weil der Sender vor Jahren gut verhandelte. Branchenkreisen zufolge bezahlt er jedes Jahr nur 35 bis 40 Millionen Mark für die Übertragungsrechte. Allgemein wird erwartet, dass sich dieser Wert vervielfacht, wenn im Jahr 2003 ein neuer Vertrag ausgehandelt wird.

      Für Aufregung sorgt das Thema erst, seit der Münchner Medienunternehmer Leo Kirch sich einen maßgeblichen Einfluss auf die Vermarktungsgesellschaft der Formel 1 sicherte und danach einige Automobilhersteller ankündigten, dass sie eine eigene Rennserie gründen würden, wenn Kirch nicht ihren Interessen Rechnung trüge. Eine ihrer Sorgen: Kirch könnte die Formel 1 ab 2003 die Übertragungsrechte selbst erwerben und die Rennen im bisher defizitären Bezahlfernsehen Premiere zeigen, um mehr Abonnenten zu gewinnen.

      Helmut Thoma glaubt nicht, dass Leo Kirch die Formel-1-Rennen im Pay-TV übertragen will: "Das werden auch die Hersteller nicht mitmachen. Die bauen ja keine Rennwagen, damit Herr Kirch mehr Abonnenten hat. Sie wollen auf einer Leistungsschau zeigen, dass sie tolle Autos entwickeln - vor möglichst vielen Zuschauern.

Für Rückfragen steht Ihnen Elke Bunse, ZEIT-Presse- und
Öffentlichkeitsarbeit (Tel. 040/ 3280-217, Fax -558, E-Mail:
bunse@zeit.de) gern zur Verfügung

ots |

Weitere Berichte zu: Fernsehsender Formel Rennserie ZEIT

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Kommunikation Medien:

nachricht Wenn die Bilder lügen - KI-System entlarvt Fake News im Internet
20.04.2017 | Deutsches Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz GmbH, DFKI

nachricht Warum wechseln Menschen ihre Sprache?
14.03.2017 | Universität Wien

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Kommunikation Medien >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Lässt sich mit Boten-RNA das Immunsystem gegen Staphylococcus aureus scharf schalten?

Staphylococcus aureus ist aufgrund häufiger Resistenzen gegenüber vielen Antibiotika ein gefürchteter Erreger (MRSA) insbesondere bei Krankenhaus-Infektionen. Forscher des Paul-Ehrlich-Instituts haben immunologische Prozesse identifiziert, die eine erfolgreiche körpereigene, gegen den Erreger gerichtete Abwehr verhindern. Die Forscher konnten zeigen, dass sich durch Übertragung von Protein oder Boten-RNA (mRNA, messenger RNA) des Erregers auf Immunzellen die Immunantwort in Richtung einer aktiven Erregerabwehr verschieben lässt. Dies könnte für die Entwicklung eines wirksamen Impfstoffs bedeutsam sein. Darüber berichtet PLOS Pathogens in seiner Online-Ausgabe vom 25.05.2017.

Staphylococcus aureus (S. aureus) ist ein Bakterium, das bei weit über der Hälfte der Erwachsenen Haut und Schleimhäute besiedelt und dabei normalerweise keine...

Im Focus: Can the immune system be boosted against Staphylococcus aureus by delivery of messenger RNA?

Staphylococcus aureus is a feared pathogen (MRSA, multi-resistant S. aureus) due to frequent resistances against many antibiotics, especially in hospital infections. Researchers at the Paul-Ehrlich-Institut have identified immunological processes that prevent a successful immune response directed against the pathogenic agent. The delivery of bacterial proteins with RNA adjuvant or messenger RNA (mRNA) into immune cells allows the re-direction of the immune response towards an active defense against S. aureus. This could be of significant importance for the development of an effective vaccine. PLOS Pathogens has published these research results online on 25 May 2017.

Staphylococcus aureus (S. aureus) is a bacterium that colonizes by far more than half of the skin and the mucosa of adults, usually without causing infections....

Im Focus: Orientierungslauf im Mikrokosmos

Physiker der Universität Würzburg können auf Knopfdruck einzelne Lichtteilchen erzeugen, die einander ähneln wie ein Ei dem anderen. Zwei neue Studien zeigen nun, welches Potenzial diese Methode hat.

Der Quantencomputer beflügelt seit Jahrzehnten die Phantasie der Wissenschaftler: Er beruht auf grundlegend anderen Phänomenen als ein herkömmlicher Rechner....

Im Focus: A quantum walk of photons

Physicists from the University of Würzburg are capable of generating identical looking single light particles at the push of a button. Two new studies now demonstrate the potential this method holds.

The quantum computer has fuelled the imagination of scientists for decades: It is based on fundamentally different phenomena than a conventional computer....

Im Focus: Tumult im trägen Elektronen-Dasein

Ein internationales Team von Physikern hat erstmals das Streuverhalten von Elektronen in einem nichtleitenden Material direkt beobachtet. Ihre Erkenntnisse könnten der Strahlungsmedizin zu Gute kommen.

Elektronen in nichtleitenden Materialien könnte man Trägheit nachsagen. In der Regel bleiben sie an ihren Plätzen, tief im Inneren eines solchen Atomverbunds....

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Meeresschutz im Fokus: Das IASS auf der UN-Ozean-Konferenz in New York vom 5.-9. Juni

24.05.2017 | Veranstaltungen

Diabetes Kongress in Hamburg beginnt heute: Rund 6000 Teilnehmer werden erwartet

24.05.2017 | Veranstaltungen

Wissensbuffet: „All you can eat – and learn”

24.05.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

DFG fördert 15 neue Sonderforschungsbereiche (SFB)

26.05.2017 | Förderungen Preise

Lässt sich mit Boten-RNA das Immunsystem gegen Staphylococcus aureus scharf schalten?

26.05.2017 | Biowissenschaften Chemie

Unglaublich formbar: Lesen lernen krempelt Gehirn selbst bei Erwachsenen tiefgreifend um

26.05.2017 | Gesellschaftswissenschaften