Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

EU-Projekt fördert die Innovation in der Multimedia-Nachrichtenbranche

23.05.2003


Immer mehr Menschen nutzen Internet-Zeitungen und Nachrichtenportale. Daher wächst auch der Bedarf an immer schnelleren und innovativeren Lösungen für die Presse. Vor kurzem wurde ein EU-Projekt abgeschlossen, das der europäischen Medienbranche hilft, sich an die sich wandelnde Multimedia-Nachrichtenlandschaft anzupassen.



Das Projekt MUDIA (Multimedia Content in the Digital Age - Multimedia-Inhalte im digitalen Zeitalter) wurde im Rahmen des Programms "Technologien der Informationsgesellschaft" (IST) des Fünften Rahmenprogramms (RP5) gefördert. Bei den Teilnehmern handelt es sich um Fachleute von Forschungsinstituten und internationalen Medienverbänden aus vier Mitgliedstaaten, die das Ziel verfolgten, neue Trends in der digitalen Produktions- und Vertriebstechnik sowie die notwendigen Instrumente zur Beherrschung solcher innovativen Lösungen zu bestimmen.



Wie aus dem Abschlussbericht des Projektkonsortiums hervorgeht, war es an der Zeit, die Medienbranche mit den Instrumenten zur Anpassung an die digitale Gesellschaft auszustatten: "Die Medienunternehmen sind sich zum Großteil bewusst, dass sie sich in der Informationsverarbeitung diversifizieren und flexibler werden müssen. Wie sie dieses Ziel erreichen, ist jedoch keineswegs klar. Das MUDIA-Projekt stellte die "harten Informationen", auf die die europäische Multimediabranche angewiesen ist, um sich weiterzuentwickeln und an neue Entwicklungen in der Technik und auf dem Gebiet der Produktion von Inhalten und der Nutzung von Information anzupassen."

Um so genannte "harte Informationen" anbieten zu können, führte das MUDIA-Konsortium eine Reihe von Untersuchungen durch. Diese betrafen die zukünftigen Tendenzen beim mobilen Nachrichtenangebot, alternative Online-Nachrichtenangebote, die sich wandelnden Anforderungen der Nutzer und Anbieter sowie Multimedia-Newsrooms. Seit ihrer Veröffentlichung werden diese Berichte eingesetzt, um Vertreter der Medienbranche zu instruieren, um so zur Übernahme innovativer Medienpraktiken anzuregen. Darüber hinaus unterstützte das MUDIA-Konsortium die Politik in Fragen der Informationsgesellschaft.

Das Projekt kann außerdem darauf verweisen, dass es neue Erkenntnisse über das Verhältnis zwischen der Forschung und den Medien gewonnen hat. Bei der Untersuchung dieses Verhältnisses wurde festgestellt, dass es an Multimedia-Forschern mangelt, die den Anforderungen und Prioritäten der Medienbranche entsprechen. Als Reaktion darauf haben Hochschulpartner aus Irland und den Niederlanden zusammen mit drei weiteren Hochschulen aus Finnland, Deutschland und Spanien einen Plan für ein einjähriges Masters-Programm in Multimedia-Forschung ausgearbeitet.

Angesichts des Erfolgs des ersten Projekts und der Erkenntnis, dass die Forschung auf dem Gebiet der Medieninnovation fortgesetzt werden muss, hat das MUDIA-Team beschlossen, ein Integriertes Projekt (IP) unter dem Sechsten Rahmenprogramm vorzuschlagen. "Diese Initiative erntete massive positive Reaktionen. Es wurden bereits konkrete Schritte zur Gründung des Trägerkonsortiums eingeleitet", so das MUDIA-Team.

| cn
Weitere Informationen:
http://www.mudia.org/index.html
http://dbs.cordis.lu/cgi-bin/srchidadb?CALLER=NHP_DE_NEWS&ACTION=D&SESSION=&RCN=EN_RCN_ID:20279&TBL=DE_NEWS

Weitere Berichte zu: EU-Projekt Informationsgesellschaft MUDIA-Team Medienbranche

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Kommunikation Medien:

nachricht Virtuell und 360°: die Zukunft bewegter Bilder
04.10.2016 | Fachhochschule St. Pölten

nachricht Content-Marketing: In der Praxis angekommen - Studie zu Content-Marketing-Strategien
15.07.2016 | PFH Private Hochschule Göttingen

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Kommunikation Medien >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Elektronenautobahn im Kristall

Physiker der Universität Würzburg haben an einer bestimmten Form topologischer Isolatoren eine überraschende Entdeckung gemacht. Die Erklärung für den Effekt findet sich in der Struktur der verwendeten Materialien. Ihre Arbeit haben die Forscher jetzt in Science veröffentlicht.

Sie sind das derzeit „heißeste Eisen“ der Physik, wie die Neue Zürcher Zeitung schreibt: topologische Isolatoren. Ihre Bedeutung wurde erst vor wenigen Wochen...

Im Focus: Electron highway inside crystal

Physicists of the University of Würzburg have made an astonishing discovery in a specific type of topological insulators. The effect is due to the structure of the materials used. The researchers have now published their work in the journal Science.

Topological insulators are currently the hot topic in physics according to the newspaper Neue Zürcher Zeitung. Only a few weeks ago, their importance was...

Im Focus: Rätsel um Mott-Isolatoren gelöst

Universelles Verhalten am Mott-Metall-Isolator-Übergang aufgedeckt

Die Ursache für den 1937 von Sir Nevill Francis Mott vorhergesagten Metall-Isolator-Übergang basiert auf der gegenseitigen Abstoßung der gleichnamig geladenen...

Im Focus: Poröse kristalline Materialien: TU Graz-Forscher zeigt Methode zum gezielten Wachstum

Mikroporöse Kristalle (MOFs) bergen große Potentiale für die funktionalen Materialien der Zukunft. Paolo Falcaro von der TU Graz et al zeigen in Nature Materials, wie man MOFs gezielt im großen Maßstab wachsen lässt.

„Metal-organic frameworks“ (MOFs) genannte poröse Kristalle bestehen aus metallischen Knotenpunkten mit organischen Molekülen als Verbindungselemente. Dank...

Im Focus: Gravitationswellen als Sensor für Dunkle Materie

Die mit der Entdeckung von Gravitationswellen entstandene neue Disziplin der Gravitationswellen-Astronomie bekommt eine weitere Aufgabe: die Suche nach Dunkler Materie. Diese könnte aus einem Bose-Einstein-Kondensat sehr leichter Teilchen bestehen. Wie Rechnungen zeigen, würden Gravitationswellen gebremst, wenn sie durch derartige Dunkle Materie laufen. Dies führt zu einer Verspätung von Gravitationswellen relativ zu Licht, die bereits mit den heutigen Detektoren messbar sein sollte.

Im Universum muss es gut fünfmal mehr unsichtbare als sichtbare Materie geben. Woraus diese Dunkle Materie besteht, ist immer noch unbekannt. Die...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Firmen- und Forschungsnetzwerk Munitect tagt am IOW

08.12.2016 | Veranstaltungen

NRW Nano-Konferenz in Münster

07.12.2016 | Veranstaltungen

Wie aus reinen Daten ein verständliches Bild entsteht

05.12.2016 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Hochgenaue Versuchsstände für dynamisch belastete Komponenten – Workshop zeigt Potenzial auf

09.12.2016 | Seminare Workshops

Ein Nano-Kreisverkehr für Licht

09.12.2016 | Physik Astronomie

Pflanzlicher Wirkstoff lässt Wimpern wachsen

09.12.2016 | Biowissenschaften Chemie