Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Nahtlose Interaktion auf Europas größtem Touchscreen an der RUB

29.05.2008
Moderation - The next Generation
RUB-Arbeitswissenschaft nimmt Moderationslabor in Betrieb

Wie in einem Science Fiction-Film fühlen sich am Institut für Arbeitswissenschaft (IAW) der RUB die Teilnehmer von Schulungen, Weiterbildungen und Besprechungen: Das IAW hat nach vierjähriger Entwicklungs- und Aufbauzeit vor kurzem ein hochmodernes Moderationslabor (ModLab) mit einer knapp fünf mal anderthalb Meter großen Rückprojektionsfläche in Betrieb genommen. Das ist ein riesiger Touchscreen, der eine nahtlose Interaktion verschiedener Teilnehmer auf derselben Fläche ermöglicht, zum Beispiel um gemeinsam neue Ideen, Dienstleistungen oder Produkte zu entwickeln. Die interaktive Projektionswand des ModLabs ist die größte in Europa und die drittgrößte weltweit.

Arbeiten mit digitaler Tinte

Schiefer und Kreide sind vergessen, digitale Tinte ist im Kommen. An der Ruhr-Universität ist dieser Wechsel mit dem ModLab bereits vollzogen. Das neue Labor, das Prof. Thomas Herrmann (Lehrstuhl für Informations- und Technikmanagement) mit seinem Team aufgebaut hat, geht sogar über moderne interaktive Tafeln, so genannte Whiteboards, hinaus. Ein Whiteboard ist eine Kombination aus Tafel und Overheadprojektor. Per Front- oder Rückprojektion wird der Desktopbildschirm abgebildet. Die berührungssensitive Oberfläche erlaubt es, den Finger als Maus und Stift zu benutzen, die Kontakte werden in Maus-Klicks und digitale Tinte umgewandelt.

... mehr zu:
»RUB »Whiteboard

Verbindung von drei Whiteboards

Im Moderationslabor besteht die interaktive Wand aus drei solcher Whiteboards, die nahtlos miteinander verbunden sind. Damit ist das ModLab die drittgrößte Installation dieser Art auf der Welt, nur in Toronto und Vancouver gibt es noch größere. Die Vorteile zu Tafel und Overheadprojektor verdeutlichen sich zum Beispiel in einer Mathevorlesung: Hier kann der Dozent direkt in die Präsentation eingreifen und in der Rechnung Änderungen oder Erläuterungen vornehmen. Das ganze funktioniert dank digitaler Tinte in verschiedenen Farben. Die Erläuterungen können in der jeweiligen Folie gespeichert werden und sind so für spätere Nachfragen verfügbar. Per Scrollbewegung geht die Präsentation dann zur nächsten Folie über. Steuerbar ist das Ganze per Hand, Tastatur oder Maus.

Vielfältige Einsatzbereiche

Forschung und Lehre, Besprechungsunterstützung und Design: Für diese vielfältigen Einsatzbereiche will das Institut für Arbeitswissenschaft das ModLab nutzen. In Weiterbildungen und Schulungen, bei Besprechungen und Workshops kann die interaktive Riesenleinwand zum Beispiel helfen, Projekte oder Prozesse zu planen, und gemeinsam neue Produkte oder Dienstleistungen zu entwerfen. Es gibt etwa die Möglichkeit, einzelne Ideen und Darstellungen vielfältig zu kombinieren und im Überblick oder mit allen Details darzustellen. Damit soll die Kreativität von Workshopteilnehmern erhöht werden. Ob das wirklich klappt, wird die Forschung im Labor zeigen. Das Geschehen im Raum kann aufgezeichnet und Schritt für Schritt ausgewertet werden. Auch der Umgang mit der interaktiven Wand wird durch Forschung und Entwicklung immer weiter verbessert. Das Ergebnis fließt wiederum in die Lehre ein, z. B. bei Veranstaltungen zur Software-Ergonomie oder Groupware und Wissensmanagement. "Das Labor steht Wissenschaftlern der Ruhr-Universität zur Verfügung, aber zum Beispiel auch Partnern aus der Industrie", sagt Entwickler Prof. Herrmann.

Weitere Informationen

Prof. Dr. Thomas Herrmann, Institut für Arbeitswissenschaft der RUB, Lehrstuhl für Informations- und Technikmanagement, Tel. 0234/32-27721, E-Mail: thomas.herrmann@rub.de

Dr. Josef König | idw
Weitere Informationen:
http://www.ruhr-uni-bochum.de/

Weitere Berichte zu: RUB Whiteboard

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Kommunikation Medien:

nachricht Wenn die Bilder lügen - KI-System entlarvt Fake News im Internet
20.04.2017 | Deutsches Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz GmbH, DFKI

nachricht Warum wechseln Menschen ihre Sprache?
14.03.2017 | Universität Wien

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Kommunikation Medien >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Orientierungslauf im Mikrokosmos

Physiker der Universität Würzburg können auf Knopfdruck einzelne Lichtteilchen erzeugen, die einander ähneln wie ein Ei dem anderen. Zwei neue Studien zeigen nun, welches Potenzial diese Methode hat.

Der Quantencomputer beflügelt seit Jahrzehnten die Phantasie der Wissenschaftler: Er beruht auf grundlegend anderen Phänomenen als ein herkömmlicher Rechner....

Im Focus: A quantum walk of photons

Physicists from the University of Würzburg are capable of generating identical looking single light particles at the push of a button. Two new studies now demonstrate the potential this method holds.

The quantum computer has fuelled the imagination of scientists for decades: It is based on fundamentally different phenomena than a conventional computer....

Im Focus: Tumult im trägen Elektronen-Dasein

Ein internationales Team von Physikern hat erstmals das Streuverhalten von Elektronen in einem nichtleitenden Material direkt beobachtet. Ihre Erkenntnisse könnten der Strahlungsmedizin zu Gute kommen.

Elektronen in nichtleitenden Materialien könnte man Trägheit nachsagen. In der Regel bleiben sie an ihren Plätzen, tief im Inneren eines solchen Atomverbunds....

Im Focus: Turmoil in sluggish electrons’ existence

An international team of physicists has monitored the scattering behaviour of electrons in a non-conducting material in real-time. Their insights could be beneficial for radiotherapy.

We can refer to electrons in non-conducting materials as ‘sluggish’. Typically, they remain fixed in a location, deep inside an atomic composite. It is hence...

Im Focus: Hauchdünne magnetische Materialien für zukünftige Quantentechnologien entwickelt

Zweidimensionale magnetische Strukturen gelten als vielversprechendes Material für neuartige Datenspeicher, da sich die magnetischen Eigenschaften einzelner Molekülen untersuchen und verändern lassen. Forscher haben nun erstmals einen hauchdünnen Ferrimagneten hergestellt, bei dem sich Moleküle mit verschiedenen magnetischen Zentren auf einer Goldfläche selbst zu einem Schachbrettmuster anordnen. Dies berichten Wissenschaftler des Swiss Nanoscience Institutes der Universität Basel und des Paul Scherrer Institutes in der Wissenschaftszeitschrift «Nature Communications».

Ferrimagneten besitzen zwei magnetische Zentren, deren Magnetismus verschieden stark ist und in entgegengesetzte Richtungen zeigt. Zweidimensionale, quasi...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Wissensbuffet: „All you can eat – and learn”

24.05.2017 | Veranstaltungen

Diabetes Kongress 2017:„Closed Loop“-Systeme als künstliche Bauchspeicheldrüse ab 2018 Realität

23.05.2017 | Veranstaltungen

Aachener Werkzeugmaschinen-Kolloquium 2017: Internet of Production für agile Unternehmen

23.05.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Wissensbuffet: „All you can eat – and learn”

24.05.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Medikamente aus der CLOUD: Neuer Standard für die Suche nach Wirkstoffkombinationen

23.05.2017 | Biowissenschaften Chemie

Diabetes Kongress 2017:„Closed Loop“-Systeme als künstliche Bauchspeicheldrüse ab 2018 Realität

23.05.2017 | Veranstaltungsnachrichten