Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Neue Forschungsstruktur für Öko-Innovationen

30.08.2012
In dem neuen interdisziplinären Forschungsschwerpunkt »Nexus Wasser-, Energie- und Ernährungssicherheit« der Fachhochschule Köln sollen die Wechselwirkungen, die durch die zunehmend intensivere und effizientere Nutzung der Ressourcen Wasser, Energie und Nahrungsmittel entstehen, erforscht und ganzheitlich als ein zusammenhängendes Gefüge (Nexus) betrachtet werden. Auf dieser Basis sollen Öko-Innovationen entwickelt werden.

Das Land NRW fördert über sein Programm FH Struktur die Einrichtung des neu­en interdisziplinären Forschungsschwerpunktes »Nexus Wasser-, Energie- und Ernährungs­sicher­heit« an der Fachhochschule Köln.

Durch den globalen Wandel vor allem durch das Bevölkerungswachstum, den Klimawandel und ein verändertes Konsumverhalten wird es immer schwieriger, die Versorgung mit den begrenzten Ressourcen Wasser, Energie und Nahrungsmitteln sicherzustellen. Bereits jetzt sind eine Milliarde Menschen unterernährt, haben fast eine Milliarde Menschen keinen Zugang zu Trinkwasser und 1,5 Milliarden Menschen keinen Zugang zu Elektrizität.

Die zunehmend intensivere und effizientere Nutzung dieser Ressourcen führt häufig zu sowohl positiven als auch negativen Wechselwirkungen. Entscheidungen, die dem einen Sektor nutzen, können einen anderen nachhaltig schaden wie etwa der Anbau von Biomasse zur Energieerzeugung in Regionen mit Nahrungsmittelknappheit oder in wasserarmen Regionen.

Diese Wechselwirkungen will der neue Forschungsschwerpunkt der Fachhochschule Köln erforschen und ganzheitlich als ein zusammenhängendes Gefüge (Nexus) betrachten und auf dieser Basis Öko-Innovationen entwickeln. Durch geschickte Ressourcenplanung auf der Basis einer ganzheitlichen Betrachtung aller Sektoren und deren Wechselwirkungen sollen Synergien gefördert und der gesellschaftliche und wirtschaftliche Nutzen erhöht werden.

An dem neuen Forschungsschwerpunkt »Nexus Wasser-, Energie- und Ernährungssicherheit« sind vier der drittmittelstärksten Institute der Fachhochschule Köln beteiligt, die zudem sehr gut regional, überregional und international vernetzt sind: Institut für Technologie- und Ressourcenmanagement in den Tropen und Subtropen (ITT), Institut für Landmaschinentechnik und Regenerative Energien (LTRE), Institut für Elektrische Energietechnik (IET) und Institute of Global Business and Society (GLOBUS). So ist die Fachhochschule Köln neben zahlreichen Hochschulpartnerschaften weltweit u. a. über das Exzellenzzentrum für Entwicklungszusammenarbeit »Center for Natural Resources and Development« (CNRD) mit elf Hochschulen aus Asien, Afrika, Lateinamerika im Bereich nachhaltiger Entwicklung eng vernetzt. Sprecher des neuen interdisziplinären Forschungsschwerpunkts »Nexus Wasser-, Energie- Ernährungssicherheit« ist Prof. Dr. Lars Ribbe, Geschäftsführender Direktor des Instituts für Technologie- und Ressourcenmanagement in den Tropen und Subtropen (ITT) der Fachhochschule Köln.
»Wir widmen uns einem Thema von hoher Relevanz aber auch enormer Komplexität, das nur durch eine konzertierte Aktion verschiedener Disziplinen und durch die Einbindung des privaten und öffentlichen Sektors sowie der Zivilgesellschaft angegangen werden kann«, erläutert Prof. Dr. Ribbe. »‘Nexus‘«, so Ribbe weiter, »bezieht sich somit auf Sektoren, Disziplinen und Akteure. Wir werden intensiv Master- und Promotionsstudierende einbinden, um im Sinne des Forschenden Lernens auch einen Beitrag zur Verknüpfung von Forschung und Lehre zu leisten.«

Das eigens für Forschung an Fachhochschulen aufgelegte Förderprogramm FH Struktur soll die Einrichtung von Disziplinen- und fachbereichsübergreifenden Forschungsschwerpunkten zu besonders zukunftsrelevanten Fragestellungen fördern, die einen Beitrag zur Lösung der großen gesellschaftlichen Herausforderungen liefern. Die nachhaltig und langfristig angelegten Forschungsstrukturen sollen zudem die Rolle der Projektpartner in Innovationsprozessen im nationalen wie auch internationalen Bereich nachhaltig stärken. Für das Förderprogramm FH Struktur bewarben sich die Hochschulen mit 34 Anträgen, 17 davon waren erfolgreich. Sie werden zwei Jahre lang mit insgesamt vier Millionen Euro über das Programm FH Struktur gefördert, die Hochschulen stellen eine Grundfinanzierung der Schwerpunkte für zumindest zwei weitere Jahre sicher.
Die Fachhochschule Köln ist die größte Hochschule für Angewandte Wissenschaften in Deutschland. 19700 Studierende werden von rund 430 Professorinnen und Professorinnen unterrichtet. Das Angebot der elf Fakultäten umfasst mehr als 75 Studiengänge aus den Ingenieur-, Geistes- und Gesellschaftswissenschaften und den Angewandten Naturwissenschaften. Die Fachhochschule Köln ist Vollmitglied in der Vereinigung Europäischer Universitäten (EUA), sie gehört dem Fachhochschulverband UAS 7 und der Innovationsallianz der nordrhein-westfälischen Hochschulen an. Die Hochschule ist zudem eine nach den europäischen Öko-Management-Richtlinien EMAS und ISO 14001 geprüfte umweltorientierte Einrichtung und als familiengerechte Hochschule zertifiziert.

Weitere Informationen
Fachhochschule Köln
Neuer Forschungsschwerpunkt »Nexus Wasser-, Energie- und Ernährungssicherheit«
Prof. Dr. Lars Ribbe (Geschäftsführender Direktor des ITT)
Tel.: 0221 /82 75 -2774
E-Mail: lars.ribbe@fh-koeln.de

Kontakt für die Medien
Fachhochschule Köln
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Petra Schmidt-Bentum
Tel.: 0221 / 82 75 - 31 19
E-Mail: petra.schmidt-bentum@fh-koeln.de
www.facebook.com/fhkoeln
www.twitter.com/fhkoeln

Petra Schmidt-Bentum | idw
Weitere Informationen:
http://www.fh-koeln.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Interdisziplinäre Forschung:

nachricht ROBOLAB generiert neue Forschungsansätze und Kooperationen
08.05.2017 | Hochschule Mainz

nachricht Wie Coronaviren Zellen umprogrammieren
28.04.2017 | Justus-Liebig-Universität Gießen

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Interdisziplinäre Forschung >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Orientierungslauf im Mikrokosmos

Physiker der Universität Würzburg können auf Knopfdruck einzelne Lichtteilchen erzeugen, die einander ähneln wie ein Ei dem anderen. Zwei neue Studien zeigen nun, welches Potenzial diese Methode hat.

Der Quantencomputer beflügelt seit Jahrzehnten die Phantasie der Wissenschaftler: Er beruht auf grundlegend anderen Phänomenen als ein herkömmlicher Rechner....

Im Focus: A quantum walk of photons

Physicists from the University of Würzburg are capable of generating identical looking single light particles at the push of a button. Two new studies now demonstrate the potential this method holds.

The quantum computer has fuelled the imagination of scientists for decades: It is based on fundamentally different phenomena than a conventional computer....

Im Focus: Tumult im trägen Elektronen-Dasein

Ein internationales Team von Physikern hat erstmals das Streuverhalten von Elektronen in einem nichtleitenden Material direkt beobachtet. Ihre Erkenntnisse könnten der Strahlungsmedizin zu Gute kommen.

Elektronen in nichtleitenden Materialien könnte man Trägheit nachsagen. In der Regel bleiben sie an ihren Plätzen, tief im Inneren eines solchen Atomverbunds....

Im Focus: Turmoil in sluggish electrons’ existence

An international team of physicists has monitored the scattering behaviour of electrons in a non-conducting material in real-time. Their insights could be beneficial for radiotherapy.

We can refer to electrons in non-conducting materials as ‘sluggish’. Typically, they remain fixed in a location, deep inside an atomic composite. It is hence...

Im Focus: Hauchdünne magnetische Materialien für zukünftige Quantentechnologien entwickelt

Zweidimensionale magnetische Strukturen gelten als vielversprechendes Material für neuartige Datenspeicher, da sich die magnetischen Eigenschaften einzelner Molekülen untersuchen und verändern lassen. Forscher haben nun erstmals einen hauchdünnen Ferrimagneten hergestellt, bei dem sich Moleküle mit verschiedenen magnetischen Zentren auf einer Goldfläche selbst zu einem Schachbrettmuster anordnen. Dies berichten Wissenschaftler des Swiss Nanoscience Institutes der Universität Basel und des Paul Scherrer Institutes in der Wissenschaftszeitschrift «Nature Communications».

Ferrimagneten besitzen zwei magnetische Zentren, deren Magnetismus verschieden stark ist und in entgegengesetzte Richtungen zeigt. Zweidimensionale, quasi...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Meeresschutz im Fokus: Das IASS auf der UN-Ozean-Konferenz in New York vom 5.-9. Juni

24.05.2017 | Veranstaltungen

Diabetes Kongress in Hamburg beginnt heute: Rund 6000 Teilnehmer werden erwartet

24.05.2017 | Veranstaltungen

Wissensbuffet: „All you can eat – and learn”

24.05.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Hochspannung für den Teilchenbeschleuniger der Zukunft

24.05.2017 | Physik Astronomie

3D-Graphen: Experiment an BESSY II zeigt, dass optische Eigenschaften einstellbar sind

24.05.2017 | Physik Astronomie

Optisches Messverfahren für Zellanalysen in Echtzeit - Ulmer Physiker auf der Messe "Sensor+Test"

24.05.2017 | Messenachrichten