Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Forscher wollen Großveranstaltungen sicherer machen

15.03.2012
Im Rahmen des Sicherheitsforschungsprogramms der Bundesregierung wird das Verbundprojekt „BaSiGo – Bausteine für die Sicherheit von Großveranstaltungen“ durch das Bundesforschungsministerium mit mehr als 5,5 Mio. Euro gefördert, wovon 1,7 Mio. Euro an die Bergische Universität Wuppertal fließen.

Beteiligt sind Einrichtungen aus Wissenschaft und Praxis, Verbundkoordinator ist Prof. Dr.-Ing. Frank Fiedrich, Fachgebiet Bevölkerungsschutz, Katastrophenhilfe und Objektsicherheit.

Der Parlamentarische Staatssekretär im BMBF, Thomas Rachel MdB, und Peter Hintze MdB, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Wirtschaft und Technologie, überreichten jetzt die Förderbescheide. Großveranstaltungen und insbesondere die Sicherheit bei Großveranstaltungen sind eine enorme Herausforderung für alle beteiligten Akteure. "Von der Planungs-, über die Genehmigungs- bis hin zur Realisierungsphase sind Großveranstaltungen ein hoch komplexes, ressourcenintensives Unterfangen", sagt Prof. Fiedrich.

BaSiGo hat zum Ziel, entscheidende Verbesserungen im Zusammenhang mit der Sicherheit von Großveranstaltungen aufzuzeigen und praktikable, zukunftsfähige Lösungen für die beteiligten Akteure zu schaffen. Das Forschungskonsortium wird im Verlauf des Projekts Sicherheitsbausteine erstellen, einen sogenannten "BaSiGo-Guide". Ferner werden Trainings- und Consultinglösungen, Simulationskomponenten und ein elektronisches Supportsystem zur Erstellung von Sicherheitskonzepten entwickelt. Die Bergische Universität wird neben der Verbundkoordination maßgeblich im Bereich der empirischen Grundlagen, der organisations- und entscheidungstheoretischen Analysen sowie bei den Betrachtungen von Verkehrsströmen ihren Beitrag zum Projekt leisten.

Prof. Fiedrich: „Nur durch engste Vernetzung der unterschiedlichen Expertisen aus Praxis, Wissenschaft und Industrie können diese Ziele realisiert werden.“ Die beteiligten Partner decken das gesamte Spektrum der für Großveranstaltungen relevanten Aspekte ab. Projektpartner sind: das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe mit seiner Akademie für Krisenmanagement, Notfallplanung und Zivilschutz, die Berufsfeuerwehr München, die Berliner Feuerwehr, die Deutsche Hochschule der Polizei, Münster, das Institut für Medienforschung der Universität Siegen, das Supercomputing Centre des Forschungszentrums Jülich, die Vereinigung zur Förderung des Deutschen Brandschutzes e.V., Unternehmen der Datenverarbeitung, Simulationstechnik und Softwareentwicklung (u.a. IST GmbH, Frankfurt/Main, ptv AG, Karlsruhe) sowie die Bergische Universität Wuppertal mit ihren Fachgebieten „Methoden der Sicherheitstechnik/Unfallforschung“ (Prof. Dr.-Ing. Uli Barth), „Straßenverkehrsplanung und Straßenverkehrstechnik“ (Prof. Dr.-Ing. Jürgen Gerlach) sowie „Bevölkerungsschutz, Katastrophenhilfe und Objektsicherheit“ mit Prof. Fiedrich als Verbundkoordinator.

Vor seinem Wechsel nach Wuppertal 2010 war Prof. Fiedrich am Institute for Crisis, Disaster and Risk Management der George Washington University in Washington, DC, tätig, wo er u.a. Forschungsprojekte für die amerikanische Katastrophenschutzbehörde zur Notversorgung der betroffenen Bevölkerung nach Großschadensereignissen durchführte. Seine Professur in Wuppertal wird im Rahmen des Programms „Rückkehr deutscher Wissenschaftler aus dem Ausland“ von der Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung gefördert.

Kontakt:
Prof. Dr.-Ing. Frank Fiedrich
Fachgebiet Bevölkerungsschutz, Katastrophenhilfe und Objektsicherheit
Telefon 0202/317 13-280 oder 317 13-282 (Sonja Gruntz, Sekretariat)
E-Mail fiedrich@uni-wuppertal.de
M.Sc. Jan Alexander Volk
Telefon: 0202/317 13-285
E-Mail volk@uni-wuppertal.de

Dr. Maren Wagner | idw
Weitere Informationen:
http://www.uni-wuppertal.de
http://buk.uni-wuppertal.de/

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Interdisziplinäre Forschung:

nachricht Speiseröhrenkrebs einfacher erkennen
06.03.2017 | Helmholtz Zentrum München - Deutsches Forschungszentrum für Gesundheit und Umwelt

nachricht Neues Labor für die Aufbautechnik von ultradünnen Mikrosystemen
21.02.2017 | Hahn-Schickard

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Interdisziplinäre Forschung >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Wegweisende Erkenntnisse für die Biomedizin: NAD⁺ hilft bei Reparatur geschädigter Erbinformationen

Eine internationale Forschergruppe mit dem Bayreuther Biochemiker Prof. Dr. Clemens Steegborn präsentiert in 'Science' neue, für die Biomedizin wegweisende Forschungsergebnisse zur Rolle des Moleküls NAD⁺ bei der Korrektur von Schäden am Erbgut.

Die Zellen von Menschen und Tieren können Schäden an der DNA, dem Träger der Erbinformation, bis zu einem gewissen Umfang selbst reparieren. Diese Fähigkeit...

Im Focus: Designer-Proteine falten DNA

Florian Praetorius und Prof. Hendrik Dietz von der Technischen Universität München (TUM) haben eine neue Methode entwickelt, mit deren Hilfe sie definierte Hybrid-Strukturen aus DNA und Proteinen aufbauen können. Die Methode eröffnet Möglichkeiten für die zellbiologische Grundlagenforschung und für die Anwendung in Medizin und Biotechnologie.

Desoxyribonukleinsäure – besser bekannt unter der englischen Abkürzung DNA – ist die Trägerin unserer Erbinformation. Für Prof. Hendrik Dietz und Florian...

Im Focus: Fliegende Intensivstationen: Ultraschallgeräte in Rettungshubschraubern können Leben retten

Etwa 21 Millionen Menschen treffen jährlich in deutschen Notaufnahmen ein. Im Kampf zwischen Leben und Tod zählt für diese Patienten jede Minute. Wenn sie schon kurz nach dem Unfall zielgerichtet behandelt werden können, verbessern sich ihre Überlebenschancen erheblich. Damit Notfallmediziner in solchen Fällen schnell die richtige Diagnose stellen können, kommen in den Rettungshubschraubern der DRF Luftrettung und zunehmend auch in Notarzteinsatzfahrzeugen mobile Ultraschallgeräte zum Einsatz. Experten der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin e.V. (DEGUM) schulen die Notärzte und Rettungsassistenten.

Mit mobilen Ultraschallgeräten können Notärzte beispielsweise innere Blutungen direkt am Unfallort identifizieren und sie bei Bedarf auch für Untersuchungen im...

Im Focus: Gigantische Magnetfelder im Universum

Astronomen aus Bonn und Tautenburg in Thüringen beobachteten mit dem 100-m-Radioteleskop Effelsberg Galaxienhaufen, das sind Ansammlungen von Sternsystemen, heißem Gas und geladenen Teilchen. An den Rändern dieser Galaxienhaufen fanden sie außergewöhnlich geordnete Magnetfelder, die sich über viele Millionen Lichtjahre erstrecken. Sie stellen die größten bekannten Magnetfelder im Universum dar.

Die Ergebnisse werden am 22. März in der Fachzeitschrift „Astronomy & Astrophysics“ veröffentlicht.

Galaxienhaufen sind die größten gravitativ gebundenen Strukturen im Universum, mit einer Ausdehnung von etwa zehn Millionen Lichtjahren. Im Vergleich dazu ist...

Im Focus: Giant Magnetic Fields in the Universe

Astronomers from Bonn and Tautenburg in Thuringia (Germany) used the 100-m radio telescope at Effelsberg to observe several galaxy clusters. At the edges of these large accumulations of dark matter, stellar systems (galaxies), hot gas, and charged particles, they found magnetic fields that are exceptionally ordered over distances of many million light years. This makes them the most extended magnetic fields in the universe known so far.

The results will be published on March 22 in the journal „Astronomy & Astrophysics“.

Galaxy clusters are the largest gravitationally bound structures in the universe. With a typical extent of about 10 million light years, i.e. 100 times the...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungen

Lebenswichtige Lebensmittelchemie

23.03.2017 | Veranstaltungen

Die „Panama Papers“ aus Programmierersicht

22.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Förderung des Instituts für Lasertechnik und Messtechnik in Ulm mit rund 1,63 Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise

TU-Bauingenieure koordinieren EU-Projekt zu Recycling-Beton von über sieben Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise