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Europäische Gemeinschaft fördert Hirn-Forschung an der Universität Frankfurt

11.03.2002


Können Nahrungsmittel die Alterung unseres Gehirns aufhalten?

Seit Anfang des Jahres 2002 arbeiten Wissenschaftler um Prof. Dr. Walter E. Müller, Pharmakologisches Institut für Naturwissenschaftler der Goethe-Universität, an dem von der Europäischen Gemeinschaft (EU) mit 1,56 Millionen Euro finanzierten Projekt "Local Mediterranean Food Plants: Potential New Nutraceuticals and Current Role in the Mediterrranean Diet". Zusammen mit universitären und industriellen Partnerinstitutionen aus England, Spanien, Italien, Griechenland und der Schweiz suchen sie nach Nahrungsmittelextrakten aus mediterranen Pflanzen, die gesundheitsfördernde Effekte zeigen. Zunächst identifizieren Ethnobotaniker an Hand von Personenbefragungen in ausgewählten Gebieten des Mittelmeers Pflanzen, die traditionell zur Förderung des Wohlbefindens verzehrt werden. Diese werden gesammelt, botanisch charakterisiert und extrahiert. Pharmakologische Arbeitsgruppen erforschen anschließend mit Hilfe unterschiedlicher Modelle die potenzielle gesundheitsfördernde Wirkung dieser Extrakte.

Die Frankfurter Gruppe beschäftigt sich dabei insbesondere mit der Identifizierung von Extrakten, die möglicherweise die Hirnleistungsfähigkeit verbessern und Alterungsvorgänge im Gehirn verzögern können. Dabei steht die Suche nach Substanzen mit antioxidativer Wirkung im Mittelpunkt, denn durch freie Radikale vermittelter oxidativer Stress stellt einen der wichtigsten Faktoren für Alterungsprozesse dar. Ziel der Forschungsarbeiten ist es, Nahrungsextrakte zu identifizieren, deren Inhaltsstoffe das Gehirn erreichen und dort freie Radikale abfangen. Aus diesen könnten funktionelle Nahrungsergänzungsmittel entwickelt werden, die in der Lage sind, Hirnalterungsvorgänge aufzuhalten.

Die Universität Frankfurt erhält von der Europäischen Union für das auf drei Jahre angelegte Forschungsvorhaben rund 320.000 Euro. Mit den Mitteln sind unter anderem zwei Mitarbeiterstellen geschaffen worden.

Nähere Informationen: Prof. Dr. Walter E. Müller, Pharmakologisches Institut für Naturwissenschaftler, Telefon: 069/798-29373, Fax: 069/798-29374, E-Mail: PharmacolNat@em.uni-frankfurt.de

Pernille Jaeger | idw

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