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BMBF fördert Software-Engineering-Kompetenznetzwerk mit sechs Partnern

08.05.2001


Bessere Nutzung von Forschungsergebnissen in der Softwareindustrie angestrebt

Die deutsche Forschungslandschaft im Bereich des Software-Engineering ist gut entwickelt, sie besteht jedoch aus organisatorisch, inhaltlich und räumlich mehr oder weniger verteilten Institutionen. Synergiepotentiale, z. B. in Form der Verkettung von Erfahrungen über systematische Softwareentwicklungsprozesse, können so kaum gewonnen, dokumentiert und effizient genutzt werden.

Um aktuelle Forschungsergebnisse auf dem Gebiet des Software-Engineering in Deutschland für alle interessierten Stellen transparent und besser verfügbar zu machen, wurde jetzt das Virtuelle Software-Engineering-Kompetenzzentrum (ViSEK) unter Federführung des

Fraunhofer-Instituts für Experimentelles Software-Engineering (IESE) in Kaiserslautern gegründet. An diesem Kompetenznetzwerk beteiligen sich außerdem das

Fraunhofer-Institut für Informations- und Datenverarbeitung (IITB) in Karlsruhe Fraunhofer-Institut für Software- und Systemtechnik (ISST) in Berlin und Dortmund GMD-Institut für Rechnerarchitektur und Softwaretechnik (FIRST) in Berlin GMD-Institut für Angewandte Informationstechnik (FIT) in St. Augustin und die Technische Universität München, Fakultät für Informatik.

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung fördert im Rahmen des ViSEK-Projektes die zum Aufbau eines solchen Kompetenznetzwerks notwendigen vorlaufenden und begleitenden Forschungsaktivitäten bis Ende 2003 mit ca. 12 Millionen DM aus UMTS-Mitteln. Mit Hilfe der Fördermittel wird das in den Forschungseinrichtungen der beteiligten Partner verteilte Wissen über das Software-Engineering und über Ingenieursanwendungen wissenschaftlich aufbereitet, gebündelt und der Forschung und der Wirtschaft vernetzt in Form eines virtuellen Kompetenzzentrums zur Verfügung gestellt. Dabei bringt jeder Partner seine speziellen FuE-Expertisen ein, und diese ergänzen sich komplementär.

Kernangebote von ViSEK sind regelmäßige Informationsveranstaltungen für interessierte Stellen und Transferangebote im Internet, ferner (ggf. kostenpflichtig) die Beratung von interessierten Stellen und die Abwicklung von FuE-Aufträgen. Hinzu kommen Angebote zur zeitlich begrenzten Mitarbeit für Partner aus der Wirtschaft in den einzelnen Forschungszentren des Kompetenznetzwerks.

Mit Hilfe des Projekts soll ein Angebot für die etwa 20.000 softwareentwickelnden Unternehmen in Deutschland geschaffen werden, ohne jeden zeitlichen Verzug und ohne Verwaltungsaufwand die neuesten und zukunftsträchtigsten Techniken des Software-Engineering für ihre Produktentwicklungen einsetzen zu können.

Es wird davon ausgegangen, dass sich bis zum Ablauf der Förderperiode weitere Standorte dem Virtuellen Kompetenzzentrum anschließen und kommerzielle Dienstleister die interessierten Firmen bei der Breiteneinführung der ViSEK-Angebote unterstützen werden.

In einer kürzlich veröffentlichten BMBF-Studie "Analyse und Evaluation der Softwareentwicklung in Deutschland" (http://www.dlr.de/IT/IV) wird auf die hohe und weiter steigende Wertschöpfung durch Software in allen Branchen sowie auf den daraus resultierenden Bedarf an innovativen und ingenieurmäßigen Softwareentwicklungsmethoden und -prozessen hingewiesen. Das Projekt ermöglicht es, dem von der Studie ausgewiesenen Handlungsbedarf mit einer der wichtigsten Maßnahmen sofort zu entsprechen.

Nähere Informationen finden sich unter <mailto:visek@iese.fhg.de> oder bei

Prof. Dr. Rombach
Fraunhofer Institut für Experimentelles Software-Engineering (IESE)
Sauerwiesen 6
67661 Kaiserslautern

Pressereferat (LS 13) |

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